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De6 Adelichen Landend Aeld-Lebcnö
aus eines gefunden Menschen Blut distilirte Wasser/ leichtlich zu gebrauchen sind.Was fonsten in derArtze,!^ienet für das Schwinden der Glieder/ Morgens und, neyvon des Menschen Haar/Hirn/Hertz/Blut/Gall/AbendsallzettaufzweyLothgetruncken/ folles denen Mist/ Schweiß/ Nägeln / Se invoiucri»
!?KtKt5icis gut und nützlich seyn / auf das Haupt ge- p-irtu8,item/vom Saamenund^lenliruc>zu gebrau«
strichen/machet er das Haar wachsen / heilet auch die
chen ist/kan man aus v. Bechers vorangezogenen t»sr-
Fisteln/wann man sie damitwafchet oder hinein treufft. nasso nachsuchen; vom Speichel und Urin wird auchWiewol viel unterdiesen Artzneyen etwas grauslich/ mehr in diesem Buch im Capitel vom Blut / undder ?^atur unanständig/und/nachdem Rath/ nicht andern Feuchtigkeiten/zu finden seyn.
l.xxx.
Vom Hirn.
AsHirn ist unter den vornehmsten Gliedern/das erste in dem Menschen/ und gleichsam ra-cjix prini-iliuils . wovon der Cörper seinenWachsthum und Vermehrung empfahet/daher es denhöchstenSitz indemmenschlichenCörper/und zunächstden Himmel feme kckäcntz nimmet; um / so wol densinnlichen/ als auch den thierischen Krässten/ ihren Un-terhalt und Verpflegung auszuspenden; mit allen des-sen Stücken und Eintheilungen wollen wir dem Tu-^ gend-liebendenHaus-Vatter nicht beschwerlich seyn/^ sondern zu denen ^natomicis ^urkorii-us hingewiesenhaben/ das ist aber gewiß/ daß daraus alle Lebens-undThierischer Geister m die Nerven und Lufft-Adern desmenschlichenLeibes herwallen/indem das gantzeGehim^ so wol mit derBlut-als Luffc - Adern Grund und Aus-!theilnng erfüllet ist/davon auch der Anfang der Spinsj mcciuilari, sich ereignet/ daher nicht weniger fast alle^pontancse motioiic» und eigenthätige Bewegungenangetrieben werden/also daß t^iatoin i'imseonichtun-billich Laput memizrumclivini/Nmum Heisset/ reiiquc»-rum memlirorum princeps, cui totum corpu5 Oii pz.
rcrc jusseru'nt. In dem Hirn ist das Schloß und dieWohnung der Gedächtnus/ des5cnlüs Lommunizder Einbildung/daher alle Ivlotusspon^nei kommen;das hindere kleine Gehirn oder Cercbcii aber/ist oK.
cina aüivnum przecipusrum, czuze sunckomini pro-
priT, eine Brunn-Quelle der Thierischen Geisterundnatürlichen Bewegungen/ als des Hertz-Klopffens/derPuls-Rührung/der Athem-Schöpffung/ der Ver-dauung und Austheilung des t^i>. und so fortan.
/ok. I^uciovicu» ttanncmann in sisciculo milcclla-
nesrumqUXli vecacl 4.quTli.7.aufdieFrage:Ob dasHertz ein Sitz und Wohn-Haus der Seelen sey ? ant-wortet also ; I^cZamus, clt snima in tototc»-in cjliiiNtatc ejus, particulatota: lantumsecuocjuin subliantiam suam, scct tscunclum sacul-tares suas, c^us ab ipsZ non sunt lcpgrabilcs ; attz.mcn in tot» non cll tota scqualitcr, lccj ciivcrso re-spcÄu, ucprimarivLc tscuncjzrio. 8icprimario incliceredrc» , quis illucj ell senl^onum piimum,6c mecli-um, per czuoci anima suzg tacultatsg scnsuum orzz-nis cjilirilzuit, tiocque lselo, ratio msmori-, 6c juciiciumlsborant, Islis vero sliis partikus illssz ksec mancrepol^unt. 8ccunciari0 in rcliczuiz corporis psrtikus
tizkilat. So hat auch/ wie die änatomici sagen/ dasHirn seine statige Bewegung und Puls-Regung wiedasHertz; darum hat die Natur zwischen den zweyenHäutlein/die das Hirn umgeben/als der pi^und ciur-ein Zpatium und Raum gelassen/damit dasGe-s Hirn Platz hatte sich zu erheben und wieder einzuziehen;
durch dieseAbwechslung werde dieLebens-Geister in dieandem Glieder und Sinnlichkeiten fortgetrieben ;sindalso unterschiedene Verrichtungen des Hirns. Erstlich:Daß es ein Wohn-Haus der Seelen zu allen thieri-schen/ sinnlichen bewegenden und vornehmen t un<5io-nen sey. 2. Daß in seiner Ludttantz die Getster erzeu-get/und/vermöge der Nerven und Senn-Adern/ demgantzen Leib zum besten ausgetheilet werden, z. Daßes ein Brunn-Ouell und Urspung aller Nerven sey.4. Daß es per 8uturas 8c verticcm Lr-inü, den Weis-sen Sastt/ kumorcm scu sanZuinem ZI^um Kc alidi-
lem.oben heraus ckssunckre/und dardurch des gantzenLeibes Vermehrung und Wachsthum verursache. Ist^ auch wunderlich/ daß das menschliche Hirn an der! Grosse fast noch einmahl eines Ochsens übertrifft / jamanches fünff/offt wol 5. ein halb Pftmd wiget. Es hatseine selbst-eigene Bewegung/ dardurchdie Geister er-^ zeuget/ und die widerwärtigen Sachen ausgetrieben ^werden/wie an den Niessen zu spühren: Und derhalben ^auch die Hirnschale aus vielerley Stücken / durch ge-!wiesse Fügungen/zusamm gesetzt/damit/wann ein Theilbeschädigt / nicht dasgantze Hirn zerscheitert wurdedamit auch daselbst die rauchende Dämpffe und Lx.crcmcnt-i tülizinola, wie sie Larclanus nennet/ Möch-ten ausdünsten und e vaponren. Ist also der Ursprungder Sinnlichkeit / der Nahrung und Vermehrung indem Hirn/ und also billich vor das fürnehmste Glied zufetzen; wiewol viel das Hertz vorziehen wollen/ weilsolches/ nach deseKiiolopKiAuSfpruch/ pnmum v>.vcns, üc ultimum monens sey; so vermeynen doch an-dere/ weil die Natur Staffel, weise und p-r Zraclusgehe/der menschliche Saame könne sich nicht so bald ineine so harte dick-fleischerne .vi zssam verkehren/wie dasj Hertz ist/und sey viel wahrscheinlicher / daß sich dermenschliche Saame anfangs in das Hirn aii^uali coa-Auiationc verändere/ und daß die darinnen wohnenden8piritlis animaic5. erst hernach die übrigen Gliedmaf-sen/ Nerven und Flachsen/ auch alle sinnliche inltru.menla verfertigen / ob zwar die OKcia und KffeÄusLcreki-i die mchren gestehen müssen;vermcyne sie doch/es müsse feine meiste Nahrung und Unterhalt erst vondem Magen und dessen Ausdünstungen hernehmen /so wirds aber von andern also liminrt/ daß das Hirn/darinnen die Geister ihren Lcclcm haben / die meistefubtileste und beste Nahrung nehme von den cv^pori-renden Geistern/ die/ indem die Speist gekauet wird/von der Zungen über sich aufdringen/ und dem Gehirnseine geistliche Speise zuschicken; dann daß dieses wahrsey/siehet man es an den vollen Leuten/ die viel eher vonderTrunckenheit /nur von dem über die Zungen lauf-
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