j siossec wird. Woher dem Menschen die Zunehmungdes Wachsens komme/ sind die ^isclici nicht einerleyMeynungen; die meisten halten dafür / daß es durchdie m den Magen kommende Nahrung / Speiß undTranck entstehe/darinnen sie verdauet/ verkocht/ undjedwederm Glied/nach Proportion. sein Theil zuge-schickt wird. Andere widersprechen diß zwar nicht /ilmitiren es aber also/ daß das Gehirne nicht wenigerzur äuHmenration des Cörpers beytrage: Dann/in-veme die Speise in dem Mund von den Zähnen gekauetund zermalmet werde/ziehe das Gehirne die edlestenund subtilestenGeister davon über sich/torm > re darauseinenweissen Ltiiium, (den lKoma»>vüiis, emEn-gelländer/ in ^nalome Lercbri cap. 20. ttumoremmoücm 8c siidileun nennet) dieser Safft werde durchdie Lommilura« Qranii,metstens aber durch dieWei-che / oder dem Wirbel / (der bey den Kindern darumoffen bleibt/weil sie mehr ttuirition zu ihrem Wachs-thum bedörffen)zwischen Haut und Fleisch/in den gan-hen menschlichenCözper ausgegossen/so wol auch du:chdie Nerven / so von dem Hirn ihren Ursprung haben /als auch in die Blut-Adern untertheilet. Dieser ^afftführet die Spiritus animaicsmit sich / die gleichsam seinVckiculum sind. Und wie XViliis amobbesagten Ort
spricht: 8uccus ncrvosu», czui seminis Mölculini in-ttarcli, kumori nutriciocopiosö ab arlcrii8 suZgelto,lanczuam altcriuz fexu» Acnilivo ulzic^ue in liriAuIispsrtibus suffunclitur, czuoclczuc ilis prior elemenci»aÄivis prscjitus, kanc materiam cratsiorem , czuoc!sermento quoclam imkuit, spirituqus animsli imprT-znst, cumcz; scieö i^sam mutuk lubitions clillolvi ,
Anderes Buch/ Hauß-Vatter.
inczue partes scce6-re facit; ejus^uc particulie ali« abaiiiscxtricatT ( lpiritu intuso manuciuccnle ) cor-poribus libimctcommensurstis aclponuntur,in^ueil-
lorum ludKönttam öiLmilsntur. Gleich auch wie immenschlichen Leib/ die in unzählig vielAeste hm undwieder zerstreuetenBlut-Adern/ alleoer iuicrocosmi.schen Oeconomis Durchgänge und Winckel durch-kriechet / daß auch nicht das geringste Platzlein oderPünctlein amLeib.übrig/ dahin die Haar-Aederlein'oder Vense capiiiares jhre(^>olam des Geblüts nichtführeten / daß/ wv man auch am Leib einen Menschenmit einer Nadel würde ritzen/ es stracks Blut giebet:Also theilet sich in einem Baum der Safft theils in denKern/ theils indasHoltz/ und theils in die Rinden /daraus die ErgrösserunS und Vegetation entspringet;und ist kein Aestlein oder Blättlein amBaum so klein/das nicht diesen ^afftan sich ziehe. Wiewol auch dasHirn nicht weniger im Schlaff die aus dem Magenc vgporircnde Lxlialsticmen an sich locket / und durchseine angebohrne Kalte zu einem Safft oder weiffen iü.quorcm machet/davon hernach nüt mehrerm. Jetzt ^wollen wir allein bey des piatanis Gleichnus verblei-1ben: Dergestalt wie ein Baum/wann er von untaugli-cher/schweflichter/ morastiger/ stinckender Erden dieNahrung an sich ziehen muß/ von Brand/Wurm ,Gummi/ und andern Zufallen / belästiget wird : Alsowann dieser in den gantzen Leib zur Nahrung ausge-breitete Safft von guten Alimenten herrühret/ verur-sachet er die Gesundheit; von unbequsmlichen aber/ ister ein Ursprung aller Kranckheiten.
<2z?. l^XXIX.
Was von dem Menschen in derArtznen zu gebrauchen.
Joh. Joachim Becher in seinem psrnalwc>icin.ai iüuttrsko, zählet 24. Stuck an dem" Menschen/die zur Artzney mögen nutzlich ge-braucht werden / als nemlich die Bein / wann sie ge-dönt und gepulvert im rothen Wein eingenomen sind/heilen die rothe Ruhr/ sonderlich/ wie andere wollen /sollen die Ribben/ex komine in patibulo sul^>cnso,ge-schaben oder gepülvert/ für die O/lenteriam ein son-derliches ^rcinum seyn. Osnz ex kominc mortuo,aus dem Bein-Hause/wann man damtt räuchert/ sollman alle einem angethaneZaubezeyen dardurch vertrei-ben. Das Marck aus Menschen-Beinen/ wird herausgebracht/wann man solche in einemKeffel voll Wasser 2oder z Stund lang/ wol sieden lasset/ so schwimmt dasMarck obenauf/das schöpfftmanab/ es gestehetwieWachs/ die»et zu ausgedortten lahmen Gliedern undSchwindung/ wie auch fürs Podagra. Aus der Hirn-schaal werden allerhand Artzneyen zur Frayß zugerich-tet/auch ein^zgilier!um,OelundSaltz/aucheineTm-ctur/sonderlich der darinn gefundene Mieß ist ein ^rca-num das Blut zu stellen/ in den Händen erwarmen las-sen. So ist die klu m ia in allen vornehmen Apotheckenbekannt/ wiewol auch mancher Betruq darmit vorbeygehet. Menschen-Fett dienet für das Glieder-Reissen.Aus der Menschen-Haut Handschuch gemacht/wannsie gegärbtworden / ist gut für das ckiraxra. und einaus dem Rucken geschnittener zubereiteter Riem/ die-
net den Frauen in schwerer Geburt/ und in äkfcQibu»kvttericiz. Der Harn trocknet/erwärmet/zertheilet/abttcrZirt,reiniget (sagt!). Becher) widerstehet derFäulung/ ist gut in Verstopftüng der Gallen/des Mil-tzes und der Leber/p^ crvjxt vor der Pest/ist gut in derWasser-und Geelsucht / Aufsteigen der Mutter/ undandern mehr/ auch dienet er auswendig zu vielen Ge-brechen; es wird,ein5a! v.;igüle, 8pirilus . klaZittcrium, auch Olcum I.uci> daraus gemacht. Frauen-Milch kühlet/ zeitiget/lindert/ wie auch der daraus ge-machte Butter / bekommt sonderlich den bösen Augensehr wol. Der von den Menschen gegangenecaicuwszertheilt / eröffnet und treibet den Stein/ daraus wirdemSaltz/einOel/ und eincLNentzgemacht.Das Oh-ren-Schmaltz in einem Trunck eingenommen/soll inder coiica ein gewisses Mittel seyn/ äusserlich ange-schnürt/ ist es gut für die Swrpion-Bisse / heilet auchdie Schrunden und Wunden der Haut. Dernüchterne Speichel ist gut für Mige Bisse der Schlangen /frühe in die Augen-Winckel gestrichen/ erhalt er dasGesicht/ ist sonderlich gut für die Zittram und Flechten/I.onicsru5 schreibt/ man soll Waitzen mit nüchternemMunde käuen/ und ihn auf harte Knollen und Ge-schwülsten an den Gliedern legen/dieselben werden da-durch erweicht und gezeitigt; wann Würm ohngefehrin die Ohren kriechen / kan man sie mit nüchternemSpeichel darinnen tödten/ oder heraus treiben. Das
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Theil.
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