Druckschrift 
Th. 1 (1716)
Entstehung
Seite
187
Einzelbild herunterladen
 

>

Anderes Buch/ Hauö-Vatter.

187

16. Roß-Geschirr verschaffen und ausbessern.

17. Der Lein Min den Bollen oder Knoten bis indiesem Monat aufbehalten / und die Bollen von denDreschern fleissig gesiebet werden/damit das Unkrautdavon komme / so kan man viel Jetten ersparen.

18. GedörrtesObst/sauer Kraut und Rüben zu ver-lausten/ ist die beste Zeit / in diesem und nächsten Mo-nat/ ehe die grünen Krauter kommen.

19.Den SchafenErlines Laub vorlegen lassen; weilman glaubt/daß/die dav on essen/gesund Hie aber nicht/Mangel an der Lungen haben/ also weg zu thun.

20. Die Pferd-Ställe / wegen der eingreissendendurchdringendenKälte/wol verwahren und warm hal-ten/die gegen Mitternacht stehende Fenster mit Lädenund Roß-Mist versichern/die übrigen also/daß sie den-noch ein Liecht haben.

21. Auf die trachtigen Stutten wol ausschauen/daßihnen nichts ermangle/sie/wann erleldliches schönesWetter/ allzeit den andern Tag/eine Stund lang/anderHand in das Feld führen/aber nie einspannen/oderlausten lassen.

22. Die Füllen um Mittage eine Stund / wannschönes Wetter ist/ im Hose sich ergehen lassen.

2z. Das Eys um dieBrunnen Morgens fleissig aus-hacken/ daß die trinckende Pferde nicht glitschen oderallen.

24.Zum Mist-sühren soll man gälte nicht trächtigeStutten brauchen.

2s.Wanns fthr und grimmig kalt ist / den trachti-gen Stutten und kleineren Füllen das kalte Wassermit warmen mischen.

26. Weil sich jetzt die Pferde hären/sie desto besseru warten.

27. Von dem Haide-Korn das klein-körnige zumSaamen behalten.

28. Forster zu bestellen/ welche guten ehrlichen Na-men haben/die ihm Treu halber angeloben müssen/

acht zu

aufdie Wälder/und was denen anhängig /geben.

2?.Dieses und die folgende zwey Monat Maltz zumSommer-Bier machen zu lassen.

zo. Was von Mast-Schweinen noch vorhanden/im letzten Viertel schlachten zu lassen/so schwindet dasFleisch nicht/und der Speck bleibt lang gut. Anderethun es etliche Tage/ als drey oder vier vor dem Voll-mond/und soll das Fleisch besser ergebllch und schwel-lend werden.

zi. Das Sommer-Trayd/Habern/Gärsten/Erb-sen/Wicken/Linsen/rein abzunehmen / und besondersauszuschütten zum Saamen.

32. Fasten -Speise einkauffen lassen/ und Wein ab-ziehen.

zz. Wann ein warmer Tag ist / das Vieh biswei-len aus den Ställen lassen.

34. Betrachten / was auf Ostern zu Geld zu ma-chen/ einzubringen / und auf gewisse Termin auszu-geben. /Zs. Die Fütterung aufdas Vieh wol in acht zu neh-men/ damit nichts unnützlich verwüstet werde.

z6. Trayd auf die Kasten/ wo Wochen-Marcktesind/ bey guter Winter-Bahn zu führen.

z?. Waisen-Stellung und Raitungen aufnehmen/auch andere Raitungen zu Überfehen.

z8.Pan-Taydungen zu halten / und Feuer-Ord-nung zu verlesen.

z?. Gemein- Kirchen-uvdSpital-Naitungen auf-zunehmen.

40.DenGcinsen sparsamer zu fressen fürgeben/svnstlegen sie nicht wol.

41. In diefem Monat ist gut / die dauende Krafftstärcken/sich in der O>-et undWärme des Leibes/auchmit kräfftigem Getranck/ Gewürtz und Speisen wolhalten/sonst soll man sich bey kaltem Wetter/ ausserNoth/vor Purgiren und Aderlassen hüten.

Cx?. XXXl.

Was im Ianuario zu thun im Garten/ und zwar erstlich

im Baum-Garten.

i.

Etzt kan man Mispel-Kern erstlich in Was-ser/hernach in die Erden legen / weil sielangsam ausgehen/sind gute Wildling/dar-ausszu peltzen.

2.DieWurtzen der Obst-Baume mit Dung be-legen/ aber nur aussen her/ daß sie solche nicht berühre.

z. Man kan in diesem Monat / bey gefrornen Erd-reich/grosse Baume versetzen / man muß die Wurtzelvon weiten umgraben/und ohne Schaden abledigen/auch/so viel möglich/die gefrohrne Erden daran las-sen/mit Wasser vor Nachts begiessen / daß es überNacht^daran gesreuret/ alsdann auf einen Schlittenoder^chleiffen/ zu vorhin mit guter durchgeworffe-nerDung zu bereiteter Grube führen/undwiesievor-hero gegen de:Sonnen gestanden/gemächlich und fleis-sig wieder einsetzen; müssen / ehe man sie ausgräbt/vorher gestümmelt seyn.

! 4. In diesem und folgenden Monat/ die Rauppen-^ Nester fleissm abzunehmen; Jtem/alles/was noch von

denen Herbst-Blattern übrig an den Bäumen geblie-ben/verbrennen/ oder ins Wasser werssen.

5. Wann sich der Schnee zu hart an die Baumelegt/ ihn von den Aesten bisweilen sacht abschüttelnlassen.

6. Peltz-Wachs in Vorrath zu machen.

7. Auch kan man in diesem Monat in guter sandichter Erden/und in weite Geschirr gethan/mittelmassigbefeuchtet/allerley Kern/alsMandel/ Kesten/Psersich/Marillen/Lorbeer/Welsche Nüsse und Haselnüß garleicht zigeln/wann sie in diese Geschirr im wachsendenMonden gestopfft/ und an einer lauen Stätte erhaltenwerden/bis die Kerne keimen. Wann nun der Mondwieder zunimmt/ muß mans in kleine Geschirr / so mitvoriger und dergleichen Erden angefüllt sind/rogel um-setzen/ und also feucht darinnen/biß im Aprilen/ erhal-ten/da wird es bis dahin4. oder 6.Blätlein treiben/dankan mans wieder/i-unZ crclccnte. mit samt der Er-den/ trsQi8mo»iter vaiis, an dasOrt/wo mans ha

A a iij

ben

X