l86 De6 Adelichen Land- und Feld-LebenS
in jedem absonderlich zu thun/in möglicher Kür-Augen stellen/welches theil« aus andernWirth-chaffts-Vüchern/ viel Ms eigner Erfahrung/ das
meiste aber aus derFürstlichenLiechtensteinischenMo-nats-inttruäisa entlehnet / Mhiemit fürgestelltt»vrdey.
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Was im Monat Januario zu thun/ im Hause.
N diesem und folgenden Monat ist am besten/das noch im Geströhe überbliebene Getraydollends auszudreschen/ sonst thun die MäuseSchaden;Jtem dasGetrayde umschlagen im abneh-menden Monden.
2. Dem Vieh und Schafen das Futter mit Saltz-Wasser besprengen,z. Fleisch einsaltzen und ausräuchern.
4. Bienen-Stöcke von einemOrt zum andern brin-gen.
5. Kraut und Rüben abschwüren und fleißig sau-bern.
6. Rauch-Fange fleissig kehren zu lassen / und woldarauf acht geben/(sonderlich wo manpechichtHoltzbrennet) damit das Feuer nicht möge Schade n thun/dis ist (zumal denWinter durch)das gantzeJahr übernachzuschauen.
7. DemVieheund Pferden recht warten^warmhalten/ und sonderlich den Schweinen wol streuen.
«.Den Hühnern/ Tauben und Staaren ihre Ne-ster ausbuhen.
y.Jn diesem und folgenden zweyenMonaten für sei-ne Haus-Nothdursst mahlen lassen.
iO. In diesem Monar/und den Winter durch/ fleis-sig spinnen/Federn schleussen/Spchne machen/Obstausklauben.
11. Allerley höltzerne Gezeuge/ so im Hause / Gartenund Felde nothwendig /als Lauern/Egen/Pflüge/Körbe/Hauen und Hacken-Stiel zu bessern und zumachen/wie auch denPeltz-Zeug zu zurichten und aus-zubuhen.
12. Wo man Pfarren unter sich hat / vom Pfarr-Herrn eine Verzetchnuß zu fordern/wieviel diß Zahrzum Heil. Abendmahl geZangen / wie viel und welcheausgeblieben/ wie vlel gebohren/ copulirt worden undgestorben; Item nachzuforschen/ wie derGottesdienstverrichtet und besucht werde.
iz. Den Unterthanen anbefehlen/ daß sie / ohneVorbewustund Erlaubnuß der Obrigkett/kein frembdHerren-losesGesindlein beherbergen/oder einigen Un-terschleissgeben sollen;mankan ohngefehrbiswcilendieHause: besichtigen undNachfrag halten lassen/auch be-fehlen/da dergleichen verdachtigePersonen sich zeigten/sie es derObrigkeit beyStraffalsobald andeuten sollen.
14. Mürhen/Heimlichkeiten und Gefängnissen räu-men zu lassen.
is. Die Dung umkehren / daß sie desto besser faule/das lange unter sich. Ist die Mist-Saat gantz trocken/soll man siebegiessen/imNeumonden Schnee und Eyshinein bringen lassen.Man kan auch neueMist-Stätteschlagen/und den alten Mist indie Aecker und WemGärten führen.