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Th. 1 (1716)
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188
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Des Adelichen Land-und Feld - Lebens

den will/ umsetzen/so werden noch denselbigen Som,mer schöneBäumlein daraus/und tragen baldFvüchte.

8. Jetzt tritt der Safft aus den Bäumen / aus derWurtzel/ aufwärts in den Stammen und Zweige.' y.Den Gras-Garten kan man mit Aschen/ Hüh-ner- und Tauben-Mist bestreuen/ so kriegt er schönesGras.

?n dem Kuchen-Garten.

I.HH Arten-Zeuge aussaubern / schleiffen und zube-^reiten.

2. Dung in die Gärten zu führen / und jusamm zuhäuffen/daß man sie im künsstigen Frühling brauchenmöge.

z. Aufdie überwinterende Artischocki-Stöckefleis-sig acht haben/und darzuLufft machen / sobald dieKälte linder wird / auch sehen/ daß die Mäuse dabeynicht Schaden thun.

4> Aufdie Enrivi-Stöcke/ und andere WelscheKohl-Gewächse zuschauen/wann sie wollen anfangenzu faulen / muß man solches mit trockenem Sandewehren.

5. Garten-Sämelwerck ausputzen/saubern/in eineOrdnung bringen/und richten/ sonderlich was auf dasMist-Bett gehöret.

6. Der Bronnen-Kressen ist jetzund zu Salsen undArtzneyen tüchtig und gut zu fammlen.

7.Jetzt hat man imGarien noch Feld-Salat/Spe-nat/Kerbel-Kraut/und aus dem Emsetz-Hause /

corj.Pastmack/csuiiiiori, Lzulirzvi, Winter-Rät-tich/und dergleichen.

8. Im neuen Monden soll man Spenat säen/ so be-kommt man um Ostern was zu essen/ die Erden abermuß wol gedüngt seyn.

Indem Blumen-Garten.

i.MvAnn man in trockenen Gewölbern Roßmarinund Blumey-Stöcke hat/zu sehen/ daß sie nichtgefrieren oder schimmeln.

2. Auf die Winter-Häuser acht geben/ wo es garzu kalt wäre/ ein wenig Morgens und Abends einzu-heitzen.

z.HasleneSteckenzumBindwerckauszuschneiden.

4 .Auf die rarenGarten-Gewachse wol Achtung ge-ben/wann grosse Kalte einfallt/ ohne Schnee/sie mitStroh oder Laub / oder Tannen-Gras bedecken.

5. Wer frühe Anemonen und die Nanunceln habenwill/der l ege sie jehund ein/ so kommen sie innerhalb ze-hen Wochen.

6. In diesem und folgenden Monat/ soll man / beyleidlichem Wetter/ Geländer / Lauber - Hütten / undSpatzier-Gänge ausbessern/und allerhand Corporazusammen siechten.

7. Jetzt blüht das äconitum k^emaic mit den gel-ben Blumen; Jtem/ticllckorus MZcr.oder Vcratrumnißrum.dieschwacheNiß- oderChrist-Wurtz/ derKellerhals/ scul.auicols/olio^eciäuo, Lctolio lem

viicriti»

Cx?. XXX«.

Januar» Aussicht im Felde.

r.

N diesem Monat / wie auch den gantzen Win-ter-durch/ aufdie Felder wol acht haben / wodas Schnee-Wasser sich zusammen setzet/ undnicht fort kan/daß es von der Saat/die sonst dardurcherstickt wird/abgeleitet werde. Besser isis/ man thuees vorhew auf den Brach-Aeckern und Sommer-Saat-Feldern/ sonst wird osst die Saat durch dasAbleiten verderbt.

2. Nachmessen lassen / ob das Holtz in den Waldrecht eingezeichnet und vorgemerckt worden.

z. Die Gräben/Wege/ Gehäger und Gättern er-gäntzen/ verbessern und ausräumen lassen. Item Zäu-ne machen.

4. Weinstecken / wo sie wol zu verkauften und guteAnwehrung haben/auf künsstigen Frühling machen zu

^5! Dung in dieWein-Gebürge/Aecker undWiesenzu bringen.

6.I?tzt kan man Fuchs und Hasen jagen lasten/acht Tage nach dem Neumonden/sonst stehen sie gernauf.

7. Item/Rebhühner noch in diesem Monat fangen/dann im künsstigen paaren sie sich.

8. Wolsss-Jagten anstellen/ und die Wolffs-Gru-beiv wann kalt Wetter ist/wol bestellen.

y.Brenn-Holtz/ so lang gute Bahn ist / zu Ziegel-und Kalch - Oefen / item zu Alaun- Saliter- undGlas-Hütten zu führen. Etliche wollen/man solle dasHoltz/ so im Winter sein Laub behält/ als Tannen/

Fören und dergleichen/imReuenMond; das aber/sodie Blätter über Winter abwirfft/im altenMond/undbeedes in trockenen Tägen fällen; Erlen/ und andersAu-Holtz zumBrennen/sollman imwachsendenMon,den schlagen/ so wächst es bald wieder.

lo.Die Teiche in diesem und folgenden Monat/son-derlich vor dem Ablaß/und wo das Uber,Wasser aus-fliestet/fleissig aufzueysen.

u.Auf diejenigen/so Hasen und Feld-Hühner mitZainen/ Mäschen oder Schlingen sangen/ acht zu ha-ben, und den Jagern und Forst-Knechten anzubefeh-len/wann sie einen Menschen im Winter in die Wein«Gebürge/ GeHage und' dicke Sträucher gehen/ mer-cken/ so bald er wieder heraus kommt/ nachzuspühren/findet man dann Zain/ und dergleichen/ das er gerich-tet hat/gar früh oder Abends nachzusehen/ ob jemandhinzugeht/zu schauen/ob sich was gefangen habe; vonder Straff soll seyn ein Drittel des Anzeigers/ohn seinvermelden/ ein Drittel des Pflegers/und ein Drittelder Herrschafft.

12. Das Wind-fällige und Wipssel-dürre Holtzbey guter Schlitten-Bahn heimbringen / aber zu kei-nem Gebäu zu brauchen.

iz.Bau-Holtz in diesem Monat/im letzten Viertel/gefällt/ist sehr tauerhafft/ und wird nicht Wurm-sras-

feln/Reisten zu den Fassen/und dergleichen.i4.Blöcher aufdie Säg-Mühlen zu führen.

N.Jn