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Th. 1 (1716)
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185
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Anderes Buch/Hauö-Vatter.

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in der Mine sich schatticht erzeiget/ so wird es gegendem ersten und letzten Viertel/ oder gegen dem Voll-monden Regen-Wetter abgebin. Sokan man auchkurtzeMuthmassungenvon der Zeit selbst hernehmen/als wann der erste Theil des Frühlings feucht ist/so istder andere Theil trocken; hingegen ist der erste trocken/so ist der andere feucht; diß kan auch vom Sommer/Herbst und Winter geutthellet werden. > Ist ein sehrnasser Sommer / so gibts wenig junges so wol Haus-alsFeld, Geflügel/machen auch die Biene schlechteAr-beit/undgtbtungesundeFrüchte, Ist derHerbst warm/so hoffet man ein gutes ^rayd-Jahr/im folgenden; ister sehr feucht/ fürchtet man das Widerspiel. Wanndie Vögel'im Februario fett seynd/ bedeutet es vielSchnee hernach. Wann der Froschlaich im Anfangdes Frühlings im tieffenWasser liegt/bedeutet es einentrockenen warmen Sommer; liegt er aber am Ufer inwenigemWasser/so kommt ein nasserSommer.Wannim Januario die Erden offen / und nicht gefrohren ist/sonderlich wann dieSudwind alsdann sehr brausen/sofolgen viel Kranckheiten. Wann die Blatter frühzeitigimÄZald von den Bäumen abfallen/ bedeutet es Um-fallen des Viehes. Wann sich die Spatzen verlieren/Veyel und Rosen imHerbst blühen/bedeutet esSter-bens-Läuffte. Sonderlich haben die Alten des Hund-Sternes Aufgang in Obacht genommen / wann selbi-ger anfangs hell und klar erschienen/haben sie ihnen ein

gesundes glückseliges; wann er aber trüb undneblichtaufgegangen / ein unglückliches und sieches Jahr ge-glaubt. Viel Bauren sind der Meynung/ wann esviel Schlehen und Hetschapetschen gibt / "so folge einkaltes Jahr; wie solches auch Herr von Vcruism mseiner ttiltor.Klat.experim. 7. bezeuget. WiedtWitterung der Lufft ist in dem Herbst/ so wird sie sichgemeiniglich auch im künfftigen Frühling anlassenWann das erste Dönnern kommt nut dem NordWind/ folgt ein kalter Frühling/kommts mit demOstWind/ folgt ein trockner/mitdem Sud-Wind/ folgein heisser/ dabey viel Ungeziefer sich finden/ komn"smit einem Abend-Wind / so folgt ein feuchter Früh-ling; wanns im April donnert/ bedeutet es ein gutesJahr; ist/zu Ende des May oder Anfang des Jumi/Regenwetter / wird wenig Korn und Wein zu hoffenseyn/ weil alles der Zeit blühet / und die Blübe vomRegen abgeschlagen wird; legen sich dieRegei ^Wür-mer im Herbst tieft m dte Erden/so bedeutet es einenharten Winter. Wer dergleichen pro^nollics mehrwissen will/der besehe die verteutschten Bücher v?mFeld-Bau des Lsrvli lükgult, und ?etri cle (.reicentijz, insonderheit in Loleri OcconomiZ clc ^ttroloeigElementar! Lc^crrcttri. Ich habeallein die gewisse-sten hieher wollen anziehen/damit einHaus-Vatterhaben möcht/ wornach er sich/in Erwartung der Gewitters-Abwechslungen/ nicht so gar Uligewißzu richten hatte.

c>?. xxlx.

Was in der Haushaltung/das gantzeMr über/von Monat

zu Monat/ zu thun scy.

Err OIivicr6ei8errcs,Zicur clu?r->tjel, in sei-nem l^cstie ä'^zriculturc I.icu. Z.cltsp. 7.koi. 44 vermeynt zwar unnöthig ju seyn/ einenHaus-Vatter vorzuschreiben / was er das Jahr-durch/ in jeglichem Monat verrichten solle; indem dasGewitter und die Lufft-Artso unterschieden / daß manhier spater/dort früher eine und andere Arbeit fürneh-men müsse/daher man ohneVerwirrung nichts eigent-liches andeuten Möge/ darum solle ein Haus-Vatternicht vielaufMonden/Zeichen/Monat und Täge se-hen/sondern seineGeschaffte verrichten/wann Himmelund Erden mit guter Lorresponclentz und Freund-schafft sich miteinander verbinden / das ist/ wann tro-cken und schön Wetter / und gute Zeiten mit der Erdenbequemlichen Oitpolition übereinstimmen.

Dieses nun wäre zum Theil wol wahr/ wann maneiue(iencsai-()c(.vnomiam füralleLänder/ will nichtsagen dergantzen Welt/(wo hier Winter und ander-wärts zu gleicherZeit derSommer) oder aberzugleichdesEuropäischenErdentheils insgesamt fürgeben wol-le. Wer aber für ein Land und die nachst-benachbarteOrt allein in der Haushaltung etwas aufsetzen will/beduncket mich/ wann er diese von den meisten altenund neuen gebahnte Pfad verlässet / er denen sonder-lich jungen angehenden Haus-Vattern einen grossenVortheil ihrerAnstellung entweder entziehet/oder dochmißgönnet. Dann gesetzt/ (allein von Oesterreich zureden)daß auch an einem und andernOrt derSchnitt/das W ei nlesen/Anbau und andere Arbeiten/offtvier-1 Tk-ut. ' I

zehen Tage/ja wol drey vnd mehr Wochen vynein,ander fürfallen / wie dann Land-kündig/ daß in denzweyen Vierteln / Unter-Wiener-Wald / und Unter-Mainhartsberg / welche gegen Orient und Ungarngrantzen/ alles um ein merckliches eher kommt und ge-than wird/ als in den obigen zw-.'yen Vierteln/ werdendennoch alle diese Erinnerungen der Dilcrcuon einesmittelmäfftg-vernünfftigenHaus-Vatters üherlassen/daß er seines Gutes Lufft-Elgenschafft und cllmz. vorallen Dingen bedencken / und nachdem es zu Som-merlicher oderkalter/ früher oder spater Witterunggeneigt / auch seineGeschaffte zeitlicher oder langsa-mer/will nicht sagen vierzehen Täge/ sondern wolgar ein gantzes Monat beschleunigen oder verzögernmöge.

^>o vielists/ daß diese monatliche inttruQioncs einkurtzes Memorial, einen engen Begriff/ als wie ge-mahlte Taffeln der gantzenHaushaltung sürbilden/dieVergessenheit zu erinnern/ der Gedächtnus zu helffen/die Ordnung zu erhalten / den Fleiß zu befördern / dietreuen Bedienten anzureihen/ die nachlässigen aber zubeschuldigen/die Unwissenheit zu unterrichten/ auch in-dem offtinSommer-und Winter-Tagen dieO^mz-ri-Arbeit durch bösesungestümmesWetterverhindertund aufgehalten wird / er dennoch andere extrsorcii.nsri -Arbeiten fürsichtig und weislich verrichten könn-te/ und wird demnach alles und jedes eines emsigenHaus-Vatters vispolmon heimgestellt: Also will ichn ach jedwedem Monat/ was im Hause, Garte n und^ Aa ij Felde