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Th. 1 (1716)
Entstehung
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150
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Beö Adelichen Land-und Feld^LebenS

Hierunterwird dievöllige Inttru^ion völlig abge- j

schrieben / darauffsolget ferner:

D<ilch nun hieraus/ nur H^nd «no tNund anEydes, statt/ dann auch' Ärasse diese? gefer-tigten k<ecoAnitisn und Verschrrzbung / zu-sage und veriprcche / die anvertraute jsngeHerren mir bester masien anbefohlen seyn zu

ehrlichen Mann und Hoffmelsier wolanstehet /und was ich forderst gegen GOTT/ auch meineHerrschassc und anvertraute junge Herren/ wieauch bey der gauyen Welt verantworten kan /treulich und ohne Gefährde. Zu dessen wah-ren Urkund hab ich dlej'e kecoznilion mit eige-ner Handgeschrieben / und mit meines Namens

lassen, und treut»cb zu thun, was mir in obste- Unterschrift und pettschaffr verfertige ^ so ge-hender Inkruction befohlen worden / und das >chchen^r<jemge jederzeit sicissg zu leisten / was ^mem

<1^?, V. , '

Wie man sich im Nmsen verhalten soll.

U den Reysen ist vornemlich zu beobachten dieZeit7t>er O.rt/und dessen Beschaffenheit/ wieauch die Personen; an kalten Orten/muß manbey erleidlicher Witterung/und in heißen ^lenciionsii-schen Ländern/in kühler Zett seine Reyse anstellen; sohat man sich auch weißlich/so wol nach derVölcker Ei-genschaffl und »umor, als nach des Reysenden guteroder baufälliger und schwacher Gesundheit / zu richten.Sehr wol thut man/wann man vor angestellterReyse/bey andern/ die am neulichsten der Orten (wohin manwill) p-rcZ'mirt haben / um allerhand Beschaffenhei-ten/die zur Neyse nöthig seyn/sich wol und eigentlichmtormIren lässet; ist auch nicht böß/wann man/ eheman sich aufdie Reyse macht/ vorher nur ein wenig ge-wöhne/ wol gehen zu können/ damit man nicht im Fall

des Flusses sich entgegen sträubet/und desto gewisserundFarcker sich widersetze« kan/ und soll den Durch-paff nie gerade/ viel weniger abwärts nach dem Fluß /sondern etwas weniges nach der Zwerch/ nehmen/dan/dafernemandenWeg/ wo es starck rinnet/nach demWasser abwärts suchet/ und der Schwall des Was-sers den Pferd an die Knie und hindern Füsse schlagt /vermagdas Pferd leichtlich gar zu heben und fortzu-reiten/ werden auch die Augen des Reuters / von demPseil-schnellcnAbfluß.geblendet/undzumSchwindelnumnebelt und bewogen / dardureh er/ sein Pferd ge-schicklich zu regiereii/verhindert wird. Auf der See zureysen/ wie diejenigen nöthig / die in Engelland / Dän-nemarck/ Schweden / in dic JnsulMaltha/Sicilienund Indien reysen wollen/muß man vor allen Dingen

der Noth (so man WagenoderPferde nicht haben ' sich befleissen/daß man Vorjehung thue/ wasdarzukan) zurück bleiben müsse/sondern fein dauerhafft wer- nothwendig/ und weil das Meer den ungewohntende/auch daß man etwas weniges kochen könne/ eine Magen sehr bewegt/ soll man etliche Tage vorher/sei-gute Suppe/ Eyer/ Fische/und Krebse sieden/ oder nen Tranck mit Meer-Wasier vermischen/ dardurehüber ein kaltes eingeschnittenes Fleisch eine gute Brühe diese Nausc^ gemildert und verhindert wird; derWcinmachen; item/soll man Schrauben bey sich haben/die wirdvon den Schiff-leuten (wie ?. i^ikowski cicübel-verwahrte Thüren im Reysen/sonderlich m einsa- r- 5^ 115. schreibet) aufstlche Weise geküh-menWirthshäusern/ zu versichern/ oder wann man let/zu Nachts hangen sie den in Flaschen an dmMast-sonst nichts hat / kan man nur von einem Stecken ein Baum/ und so bald der Tag anbrechen will/ nehmenZoll-langesHolh abschneiden/und solches oberhalb der sies alle wieder herab/und wickeln sie in vielTuch oderSchnallen hinein in das Schloß stecken/ so kan man Kleider/ und setzens an einen schamchten Ort; wanndie Schnallen nicht aufheben / aufs wenigst wirds im Reysen zu Land grosse Kalte einfallet/ soll man beysicrtmachen;auchsollman/ehemanausreiset/Kamm- Leib nicht schlaffen/sondern immer fortreuten/ oderFutter/ ein gutes pei-sp-^iiv, Compaß/ ein Weiß- doch gehen/und soll man ja in solcher Kälte nichttrin-Uhrlein/Wachsstock/Messer und Löffel/ auch für dem cken/ davon kan man leichtlich ein Seitenstechen oderStaub Augen - Gläser bey sich führen/ und wann es ?>-urilin, oder äpokcm in der Seitenbekommen/sol-wegen SterbensundUnsicherheit gefährlich/ sich mit ches geschichtauch/wann man gählmgin dieHitze trin-guter k^eci-, und da es nöthig/auch mit con vo/ verse-! cket;da man ins Wirhshaüs kommt/ soll man nichthen/sicb / durch vornehme Leute / oder gar dem ^ allzuschnell allerley hinein essen und trincken/sondern einLands-Fürstenselbsten/ wenigst durch Kauff-leute / an wenig ruhen/und verziehen/ biß sich die Spirilu5 vir-i-bekannte gute Ort r-cc>mmcnciiren lassen ; ehe man lc8,so durch Reiß-Ubung erhitzt worden/ wiederin et--revst/ soll man seine Anda6)t verrichten/ sich mit seinen was setzen / auch kan man ein wenig und sacht auf-und

reysen / ist waglich und ungelegen; am besten und bequemlichsten ist es mit Land-Gutllchen mit dem ivlclla-K5-- oder Vcttu>ino(wv man zu Wasser nicht fortkom-men kan) solche vorzunehmen;wann man zu Pferd/ einstarck-lauffendes strenges Wasser durchsetzen muß/sollman das Pferd/ etwas auswärts gegen den Strom /lencken/weil einPferd dementgegenlauffendenGewalt

einem

- ,..Lignstatt

aufrichte/ weil es Lebens-Gefahr bringen kan / auchsoller zuNachts nie keine Glut im Zimmer leiden / essey so kalt es wolle Wann gar grosse Kälte ist/ undman etwan ein Glied erfröret / soll man aliobald das-selbe Glied in Schnee oder kaltes Wasser legen/es thuzwar erstlich etwas wehe / doch ziehtt es'alle Kalteaus/ wie einem gefwrnen Apffel das kalteWasser allen

Frost-