Druckschrift 
Th. 1 (1716)
Entstehung
Seite
133
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Erstes B u ch/Land-Gut.

-3?

Böhmen wegen Kuttenderg/ Joachimschal/ Rudolfs- und Fütterey, und was davon zur Speise gebrauchtstadl/ und anderer/ auch vor Zeiten wegen Howa oder' wird/ als Milch / Butter/ Kaft / Speck/Fette/ wie-Eyl; Tyrol wegen Schwatz; Schlesien wegen des ^ derum grosses nnd kleines W'ldpret und Schnabel-goldenen Esels / Zuckmankels/ und anderer; sonderlich weyde/und das zahme Geflügelwerck und Eyer aus de

aberwegen deshschberühmten Nieftn-Gebürgs/ da-von viel wundersame Dinge ?.kokuziauz öaib>nu,m

seinen kvlilccllancis Z^iltoriciz !v.cZni öokemiT lik. i.

c. 6, in 8. pZlsZrapKis und Abtheilungen/berichtet/dieich/Weitläufigkeit zu meiden/ unterlasse/ und den be-gierigen Leser dahin weise; mankanauch davon weit-lauffig sehen -Vl. sokannem?rTtouum, in seinem Aus-bund von Wünschel-Nuthen/im Titul/Landes-Glück/

fol. 217. bis fol. 2)4. Os socjinis >letal>c»rum in öo-

kcmia, besiehe abermal yzibinum in gedachtem Ortcap.i f, Sc lsqq, Oesterreich selbstzeigt hin und wiedergleichsam Fußstapssen/ dieser darmn begrabener köst-licher Metall/und wie ich(sagt der Autor) eigentlich be-richtet bin/ soll der Wiener - Wald vor den Augen derKayserlichen Residentz-Stadt/von einem reichenSi.«?er-Ertzschwangcrseyn/obaberdessenSt:engheit/oderSchonung des Holtzes/oder daß es nicht zeitig ist/nochan seiner Erlegung Ursach seyn mag/ weiß ich nicht zusagen. Im Land ob der Enns/ hab ich (der Autor die-sesWercks) selbst mit Augen gesehen/daß ein Gold-Wascher/zwischenAschauundRaimaridl/in der Do-nau/in einen Werder/Gold aus dem Sand gewasche/und/ in weniger Zeit/seiner Bemühung ziemliche Ver-geltunggefunden/und etliche Ducaten-fthwer schönespures Gold bekommen hat. Vor diesem war zu Ju-denburg in Steyermarck/ auch ein sehr reichesSilber-Bergwerck/ so aber/ vor etlich hundert Jahren/ vomWasser verderbt worden / ist dennoch zu glauben/daßdieses Gebürge dergleichen Marck noch mehr führenmüsse. Die Kärndtifthe Gebürge sind weit und breitberuffen/daß sie voller Gold-Ertz stecken/und.gehen ge-schriebene Bücher unter den Händen um/ von den klei-nen ?srticuiaricn . so die Bauren an vielen hundertOrten mit den Ertzen allda przgiciren. Crain wirdvielleicht nicht leer ausgehen wollen / nachdem es vonandern Metallen trachtig/ ich auch (sagt er serner)von Mahren versichert werde/ daß er irgendswo Seis-fen-Gold führe. DieGrasschasst Glatz hat Gold undSilber-Bergwerck gehabt/ und vielleicht noch / wannsichjemand darum annehmen wolte. Sonst ist auch fastdurchgehend von den namhassten Strömen der Erb-Länder bekannt/ daß sie reich von Wasch - Gold / alsodaß wenigst/was sowol der Cammer / als denen Herz-schassten/Wald -Burgern und Gewercken zukommt/dann auch was die Bau-Unkosten wegnehmen / ( weilauch dieses alles im Land bleibt) jährlich etlich MillionGulden austragt / und in die Erb-Landische circuia.tion bringet.

Es sind ferner dieKayserlichen Lander von allerhandLeibes-Nahrung häuffig und überflüssig versehen / mit

nen Meyer-und Bauren - Höfen/ wie auch die Bienenmit ihren Honig/ weiter die frischen Fluß - Bach -undTeyche - auch zu TriestundinDalmatien die frischenSee-Fische. Man hat in Oesterreich edlen Saffran/und den edelsten Wein / sonderlich in Ungern/ zu To-ckay/ Oedenburg und St. Georgen/und wäre irgendsein Land/ so an einem oder andernMangel hätte/kan esdoch seinbenachbartesLand reichlich erstattemsonsr dermeisten und vornehmsten Stück/als Saltz/Getrayd/Wein Rind-und anderes Viehe Fisch/Essig,Brand-wein/Obst/ und dergleichen/finden sich in solcherMän-ge/ daß man nicht weiß/ wo hinaus damit. Oesterreich/Mahren und Böhmen führen in diesem Überfluß vorandern den Reyhen/allermeist aber Ungern /sogkich?am das Europäische gelobte Land zu achten: SeinBoden ist so tragbar/d.ch ati vielenOrthen das gemeineKorn in der zweyten Saat ( wie vorgemeldter AutorAnonymus erzehlet) den reinesten Waitzen bringt/unddas Gras mit seiner Höhe / das weydende Vieh l >ynahe bedeckt; von der Theisia sagt man Schertzwc se/daß sie zwey Theil Wasser/und einen Theil Fische füh-re ; der Wein lasst sich einiger Orten/ wie um Tockay /den besten in der Welt entgegen setzen; das Feld th metvon allerhand groß und kleinen Viehe ;dieMeperhöfelausten von Geflügelwerck gleichsam über; die Lusstwimmert von ihren gefiederten Einwohnern/ und ist(schliesst er) in Summa Ungarn eine wahre Brod-Schmaltz-und Fleisch-Grube / von deren zu reden ichabbreche/ damit ich nicht einengedungenenLob-Spre-eher abzugeben scheine.

Wegen der Kleydung/geben die Erb-Lande Woll/Flachs und Thier-Häute. Wolle zwar Böhmen diebeste/ insonderheit die lange Woll im Pilsner - Crayß /zum Vortheil der Zeugmacherey. Schlesien kommtdem Böhmer-Land m der Mänge und Güte zum nech-sten; Mahren so ferner/ Oesterreich und Ungarn hatdie Genüge/ doch von schlechter Feine. Der Flachs-Bau hat in Schlesien/Ober-und theilsJnner-Oester-reich gleichsam ihren eigenen gewidmeten Sitz. So istauch ein Überfluß an Häuten/von allerhand Gattung/und auch köstliche Futter; es mangeln eben so wenig diezahmen Königlein-und Biber-Haar. Was zumBauen gehörig/ ist auch in diesen Ländern überflüssig /als Erden/Thon/ Sand/Holtz/ Stein/ so wol zumBauen/als zum Kalckbrennen/ Marmor und Jasz itz-Felsen. Endlich bestehen die übrigen Vortheil mensch-licher SulzMen?. in allerhand Werckzeugen / Haus-Fahrnus und Zierrath/ deren viel aus Stein/ Erd cn /Gold/Silber/Woll/Lein/ Leder/ und dergleichen / ver-fertiget werden / andere aber aus den geringern Me-

demHauvt-Gewürtz hem Saltz/desscnOesterreich und! tallen/deren die Erb-Lande nicht eines einigen erman-

Ober - Steyermarck einen Überfluß / Schlesien auch geln / denn Kupsser und Eisen hat man fast durchge-

seinen Theil/ Ungarn aber so wol an Stein-als andern hends in allen; Zinn gibt Böhmen von Alters her das

Saltzeine solche Menge gibt/daß von dannen allein/ Schlackenwaldische/ ohne welches auch das Englische

alle Erb-Länder zwey und dreyfach zu versehen wären, nicht gebührend gearbeitet wird; und nun/ thut sich

Neben dem hat man Korn/Waitzen/Gersten / aller- dessen am Geyersberg ein solcher Überfluß Herfür/ daß

Hand Gemüß und Hülfen-Frücht/auch Obst-Garten- es das Ansehen gewinnet/ ob solte mit der Zeit fast eme

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