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De6 Adeltchen Land-und FeldsLebenö
scha/ die Zwettla/ die Jpps / die Leitta / die Melck / dieKrembs,die Schwechat/der kalte Gang/die Wein/derThumbritz/ dieRaina/ und dergleichen mehr Fisch-Wasser/ wo ein Überfluß von guten Fischen und Kreb-sen zu finden.
DasLand ob derEnns hatStädte/alsLintz/Steyer/Enns/Freystadt/Welß/ Gemünden/Vöcklabruck/ dißsindLands-.^ürstlicheStädte;darnachEfferding/Ebel-sperg und Steyer-Eck/ die unter andere Herzschafftengehörig sind; so hat auch diß kleine Land ansehnliche rei-cheKlöster/ Krembsmünster/ Lampach / S^Florian/Steyergersten/Willering/BaumgartenbergMansee/Waldhausen / Gleinck/ Schlägel/Engelhardszell/Schlierbach/Spital/und andere.
Unter-Oesterreich hat/neben derKayserlichenHaupt-Stadt Wien / Neustadt / Kloster-Neuburg / Korn-Neuburg/groß Enzersdorff/ Hainburg/ Brück an derLeutta/Marcheck/Peternell/Baden/ Thuln/S. Pol-ten/T raßmauer/ Krembs/ Stein/ Mautern/ Thiern-stein/Pechlarn/Jpps/Horn/ Böhmischen WeidhofenanderTeya / Bayrischen Weidhosen an der Jpps/Meissa/Gmünd/Velsperg/Zistersdorff/Drosendorff/Retz/Laa/Egenburg/Zwettl/Weitra/Litschau/Aspern/und andere Städtlein/ und viel Märckte mehr/ derentheils/als Stockerau/Langenloiß/Medling/Gumpels-Kirchen/ MitzelbachundPolödorff/ wohl manchenStädten bevorgehen.
Prälaten und Aebbte sind in Unter-Oesterreich/Kloster-Neuburg/ Gottweych/ Melck/ H.Crentz/ Li-
lienfeld/zum Schotten/ Mariazell/ Altenburg/ GerastPerneck/ Seitenstädten/ Zwettel/ Seisenstein/ Gä-ming, S. Dorothea/G Polten/ Artacker/Hertzogen-burg/Thiernfiein;ungezehlt die unterschiedlichen reichenFrauen-Klöster/ wie auch die Menge der ansehnlichenschonen und prachtigen Schlösser / Herm-Häuser undGebäue auf dem Land / die stattlichen Burgen zu Lintzund Wien / wo meistentheils die Kayserl. Hofhaltunggefunden wird; der grosse und weitberühmte Adel/vonstattlichen alten Geschlechten/ die den Forastiren mitlemseeliger Höflichkeit und guten Willen jederzeit be-gegnen. Die Stadt Wien ist auch^ sonderlich wegenihrer alten vortrefflichen Universität sHon vor altenZeiten bekannt/ wo allzeit in allen kscuitäten/ prses-r-tim in kiztkcmatliicis, grosse und gelehrte Leute tlorirthaben; was will ich sagen von dem in gantz eurv pa be-kannten und belobten warmen Wild-Bad zu Baden/von den schönen Lust-Wäldern und Auen / l>rati »des?rster genannt/auch den angenehmen Luj^-Orten/ La-xenburg und Ebersperg/ wo Ihr Majestät der Kayser/mit Jagen und Raiger- Baitzen seine Zeit paaret/ vonden häuffigen Land- und Wasser - Jagten / davon sieAbends allezeit wieder in die Residentz kehret.Wer son,sten die Hoheit dieses Ertz-Hauses/die viel nacheinanderfolgenden höchsten Regenten des Teutschen Kayser-thums/ ihr Leben / Tugenden und Thaten beschreibenwollte / der könnte Materien überflüssig genughaben/ und etliche an-füllen.
cxxxü.
Bon den Kayserlichen Erb-Landen und Königreichen/
kurtzer Bericht.
Either ich die kurtze Beschreibung des schönenErtz-Hertzogthums Oesterreich für die Handgenommen / hat es sich damit / den Wolstandbetreffend/ überaus viel geändert / indem unsder grosse GOtt/beedes seine Richters-Hand/als auchsein Bäuerliches Hertz zugleich/undibald aufeinander/hat fühlen und empfinden lassen. Erstlich / da er demTürckischenBlut-Hund / unsere Unbußftrtigkeit zustraffen/verhängt hat/diß edle Land/ mit seinen unzehli-chen Rauber-und Mord-Schaaren / und grausamenverfluchten Waffen/als mit einer Sündfluth/ feindlichzu überschwemmen / die zwey besten Viertel des Ertz-Hertzogthums Oesterreich unter derEnns /als Unter-undOber-Wiener-Wald/ mit Morden/ Brennen/Rauben/und Wegführung in die ewige Dienstbarkeitarmer und unschuldiger Christen/auch allerhand Wü-ten und Toben/zu verwüsten/folgende gar dieKayserli-che Haupt-Stadt Wien mit gewaltsamer Macht här»tiglich zu belägern/ und/um die Helsste desJulii i68Z.mit allerhand Zwancz/Miniren/Seuer - undBomben-Einwerffen/ anzustürmen/ anzufallen und zu beängsti-genchat dennoch GOtt/der barmhertzige Beschützer sei-ner armen Christenheit/ solche also vertheidiget/ und diesiiiirte Christliche Waffen dergestalt angefrischt / daßsieden I I und izLeplemberdas Türckische Lager rit-terlich und mannhafft angefallen/damit die KayserlicheResidentz Wien/ auch zugleich die gantze werthe Chri-stenheit/von diesemTürckischen schwerenJoch befreyet/die Barbaren getrennet und weggeschlagen/ davor wir
billig seiner Barmhertzigkeit ewig zu dancken / Anlaßund Ursach haben. , . .
Von den Kayserlichen Erb-Landen und Konigrei-chenaber m lpccic.etwas weniges zu reden/ hat mir einerst neulich von einem ^ more ^nony mo, nicht übel in-tcntionirtes l'raÄätlein/einigeAnreitzunggegeben/mitdem Titul: Oesterreich über alles / wann es nur will:Das ist: Ein wohlmeynender Fürschlag/ wie mittelseiner wohlbestellten Lands-Occonomise,dieKayserllcheErb- Land in kurtzem/über alle andere Staat von europa zu erheben/und mehr/als weniger/deroselben von de-nen andern incicpencient zu machen / durch einen Lieb-haber der Kayserlichen Erb-LandeWolfahrt/gedrucktim Jahr Christi 1684 darinnen er erweiset/daß/unsereLänder/wann sie nur wollten/ und durch Lands-Fürst-liche Obrigkeit darzu inMZirt/ angereitzet und msimc-nirtwürden/ leichtlich könnten ewcrZiren/ und/ durchVerbietung fremder ausländischer Waaren/und Auf-richtung und Anstellung innländischer ^lsnutaÄuren/unzehliche Summen Gelds erspahren/ im Land behal-ten/und sich selbst damit bereichern. Ich will aber seineKation» nicht mit politischer?alere examiniren / weiles an diesen Ort nicht gehörig/ und nur allein einenkxtratt und SciOZrspKiäMzvon seiner zehendenAbthei-lung kürtzlich herausziehen/darinnen erderErb-Länderund Kayserlichen Königreich natürliche Gaben / undzu Behuff menschlicher Erhaltung inhabende Güter/abmahlet/ und sagt: Daß/ weil Gold und Silber dasvornehmste Stuck seyen / in der Welt fortzukommen/