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Des Adellchen Landsund Feld-Lebens
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verbieten undernstlich straffen; Item/die Advocaten/ undwerden daselbstaöein diesem die Hospital gelassen/wann sie sich um Sachen annehmen/ die^e selbst nicht welche am Leib gantz untüchtig / kranck und Krüppel
verstehen/ die Klagen irrig/ dunckel/ unverstandlichfürbringen/ den Handel muthwilliM Weise procra-üiniren/ und auf die lange Banck spielen/böse Schinä-hungen und Ehrenrührige cvnvuia beymischen / <ie(^uocÄiilispaciscjren / oder Mrechtmässige Lonvcn-tiuncs machen / die Partheyen mit übermachten Unko-sten beschweren/ ihrer Parthey Geheimnissen dem Ge-gentheil entdecken/ mir falschen Schafften das Ge-richte hintergehen/ den Gmchts-Ordnungen sich nichtgemasse halten/ temcic ein linZium anfangen/ die Ter-minen versäumen / ein Recht cielcriren oder ersitzen las-sen / muthwillige Auszüge / den Gegentheil müde zumachen/ ftlchen/ soll man solche/in einem und andernFall mitGeld-Strafbelegen/oder wohl gar abschaffen.Atem/ soll eine Obrigkeit in Acht haben / damit / durchallzugrosse Hegung des Wildee/ der Unterthanen Fel-der nicht verwustet/gute/fruchtbare/ nützliche/ auch wil-de Baume nicht liederlich verderben / sondern gepfian-tzet und erhalten werden; auch / daß die Viehe - Zuchtnicht überlegt sey / niemand mehr halte / als ihm ge-bühre ; und die alten Trifften nicht zu Steckern gemachtwerden; ferner sind gute und richtige Becker Metzger-Brauer-und Müller Ordnungen aufzurichten / auchalle nothwendige Handwercker zu bestellen/-und eineerleidliche billige laxa zu machen; die unnothwendi-gen Zechen und schwelgen abstellen / und nicht zuge-ben / daß einer dem andern ins Handwerck greisse;auchsollmanaufdiekäissrivs-Wechsler und Parti-tenmacher Acht geben/ die Geilz-Hälse / Wucherer(dadurch ihr wenige / mit vieler guter Leute Schadensich bereichern) abstraffen/ rechte Maas/ Gewicht undElen befördern; Spitz-Buben/ Spieler/ GaucklerMarckschreyer/Müsiiggänger abschaffen/ so wohl auchstarcke Bettler/ Vaganten/ Landstörtzer/ Gart-Brü-der und umlauffende müssige Handwercks - Bursch;nicht weniger soll man die Gemein-Güter wohl berech-nen lassen/daß sie/ durch unnöthige Zechen und Ausga-ben/ nicht verthan/ sondern nützlich und löblich ange-wendet seyen. Darzu soll nun die Obrigkeit die Leurefein anlaiten/wie diestsHer! Veit Ludwig von Secken-dorff/im andern Theil seines Fürsten-Staats 5oi. 215.L. 2. mit mehrern ausführet. An etlichen Orten werdenauch die räuberischen Thier/ als Wölffe/ Füchse/ Luch
sind. Die Schweitzer/wannsie ein,
Zerckoder
grosses WerÄGeschafft vornehmen / brauchen sie die gantze Gemein/zum Exempel: Wann etwan ein Fluß am Gestatt mitSchürrungen/ danut er nicht auslauffe und Schadenthue/ zu verwahren; wann ein Berg oder Hügel ebenzumachen; wann ein schädlicher Wald-Bach abzu-kehren; wann Strassen zu verbessern/und dergleichenGeschaffte zu verrichten sind/ so helffen gantze Gemeineemander/und richten in kurtzer Zeit grosse Sachen aus/wie Kaust in seinen (.'onlilus pso^LrarivLIals.15. LonM. I z. bezeuget;Jtem/dienet/einen Ort zu ver-bessern / ein ^s/ium und Frey-Ort auszurichten/ da je-deriuan/ wer m unverschuldtes Unglück kommen/ sichhm rctii iren/auch frey und unangefochten wohnen kan;dißhat Komuiu» gethan / und die Stadt Rom damitVolck-reich gemacht/ derGroß Hertzog zuFlorentz/Lolmus ,zu ?c>rlc» karraro, und sein Sohn kr3nciicu8,zu und I^ivomo , dergleichen die Stadt Lcneve,und etliche Psaltz-Grafen bey Rhein/so die Verfolgtenwillig mitUnterkommen/versehen/und nochjel'igerZeitin Engelland und Holland praüicirt wird. Es dienetüberdiß zuVermehrung des GememenBestens/Vieh-Märckte/ Korn-Fisch-Obst-und Kraut-Märckte/ sowohl auch Gar Kuchen/ Röhr und andere Bronnen/Bäder/ und dergleichen/ anzurichten. Auch kan einObrigkeit nachforschen lassen/ ob in seinem Gebiet nichtMetall / Mineralien / item / Steinbruch / zum Kalch/Mühl-Stein oder Gebau/Marmor/Schifer/und der,gleichen Steine / vorhanden; Item/ wojemand ohneErben abstirbst; Item / wann Schatze gefunden wer-den; Auch soll man Müntz und Wechsel ausrichten/Mauth und Ausschlagen/ Datz und Ungeld wohl beob-achten; sonderlich soll man zu Gebäuen/ und andernGeschafften / Unterthanen/ und nicht Fremde zu brau-chen/ sich befleissen / damit das Geld im Land bleibe;Item/wann ein Her: fremde/ weit- abgelegene Schul-den hat / deren Verzinsung er mit Unkosten erlegenmuß / kan ers mit seiner Unterthanen Pupillen undWaisen-Geldern abstatten/und diesen so wohl die rich-tigen lntcrcllen / als auch endlich nach und nach dasCapital bezahlen. Item / kan man mit guter Vor-sichtigkeit verhüten/ daß keine muthwillige Theurungverursacht/ daß die Feld-Früchte und Getrayde nutz-
sen /Macher /Fisch-Otter/Abler/Geyer/Habicht/Fisch- lich und wohl verwahret/die Felder emsig gebauet/ und1 Aehr/ und dergleichen Raub Vogel/wo sie m grosser, niemanden mehr Korn / als er zu seiner Haus-Noth,! Anzahl sind/auch Menschen/ Vieh/ Wildprat und Fi- durfft jahrlich gebraucht / zu kauffen gestattet werden.' schen schaden/jederman sie zu verfolgen/ zu fangen und ^ Der Reichthum des Königreichs Engeland/ ist auszu schiessen erlaubt/und haben noch an theils Orten/aus KäuZröi Ul. entsprungen/daß kein Fremder/auchObrigkeitlicher Verordnung/ ein gewisses Geld davon ^ kein Angesessener/ weder gemüntzt noch ungemüntzteszu erwarten; auch hilffl viel zu Aufnehm - und Besse-! Gold oderSilber/aus demReich in ein anderLand füh-rung eines Orts / Jahrmarckt und Wochen-Märckt/
zu gewissen Zeiten/ aufzurichten/ und die Leute dahin zugewehnen. Ein vornehmes Stuck/ ein Ort in gutenbehaglichen Wolstand zu erhalren/ist/wann dieObrig-keit niemand lasset muffig gehen / wie die Widertauf-ftr in ihren Bruder-Höfen zu thun pflegen/ und dieChineser geben gantz und gar nicht zu/ datz jemand bett,len gehen/ und daraus gleichsam ein Handwerck ma-chen solle/ sondern jederman wird/ nach seines LeibesVermögen/zur Arbeit gebraucht; die Blinden werdenzuHand-Mühlen/ selbigeumzutreiden/ genommen/
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ren solle;dadurch haben sie verursacht,daß fremdeKauff-leute andereWaaren um die ihrige einhandeln und aus-wechseln müssen/und bleibt alles Geld im Land. Und/obwohl dieses in etlichenStucken mehr aufLands-Für-sten/als auf Landsassen/möchte zu rechnen seyn/kan docheinvernünsstiger Landmann viel zu seinem Nutzen undGebrauch entlehnen. Sonst hilfft nicht wenig zu Ver-besserung eines Gutes / wann man die Untertha-nen anhält/daß sie aus Wolle/ Seiden/ Eisen undandern Materien ^ etwas nutzbares verfertigen ler-nen; auch/ wann an einem Ort gute Lufft/ gesundes
' Wasser/