Druckschrift 
Th. 1 (1716)
Entstehung
Seite
129
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erstes Bury/ Land-Gut.

UonvjZolia, ezrum poti/limnm refum,qusescj viHum

pertincnl, verbieten: Keine Bürgschafft ohne con-lcn? zulassen/ die bösen Wirthe abschaffen/ und hüten/daß der Arme von dem Reichen nicht unterdrückt wer-de. Zu Verbesserung der Einkünften hilfft auch viel/die Haushaltung so viel einziehen/als es die Nothdurfftund Wolftand erleiden mag / überflüssige Mäuler anPferden/ Hunden/ Jagern/ Falcknern/und andernunnützen Leuten/ abschaffen/ maZnsemm opcs non

liim muIla capicnclo, qusm tisucl mults percjsnclo,

czu-eruntur. Zudem/soll sich eine Herschafft von gros-sen Spielen / die leicht rumiren können / hüten undenthalten/ die?rosulion im Schencken/ sonderlich oh-ne Ansehender Verdienste/ meyden/ vor unnützenGebau sich hüten/ kruZzlitsteenim Lc pzrümonis LZ

alicnumpcrsolvilur, kuncj>r6cupcr3ntur» 6csm^>Ii-iicsntur, oppjAnorata lzona reäimuntur, Hcioculi ex-kauKi rcpicntur. Darzu hilfft nicht wenig / wannman die Aemter in der Occonomik mit tüchtigen Per-sonen versihet/ die jährliche Rechnungen und Einbrin-gung der Ausstände selbst nachsihet / und nicht allesallein andern vertrauet und heimgibt; die Ausgabenund Einnahm jahrlich betrachtet / daß jene diese nieübersteigen/ und geschiehet es etwan/ die Ursachen er-gründet und beyseits räumet / wofern Überschuß anEinkommen / sie zur Bezahlung der Schulden anwen-det; denn die Spahrsamkeit hat diesen Vortheil/ daßman nicht von Fremden/ sondern von ihm selbst entleh-nen kan; auch befördert ein Gut trefflich/ wann manöde unbewohnte Ort/ grosse und weite Marast zu Nutzbringen/ fruchtbar machen/ zuAeckern/ Weinber-gen/ Wiesen/ Teichen/ Seen/ oder auch zu Dörf-fern/ Hausern und Mayer Höfen anrichten / oder Kauffmannschafften verlegen / item / Schifffahrten/sonst an übel-bewohnte Ort fremde Leute bringen kan. > wo nahe Schiff-reiche Wasser sind/ auch Korn Häu-

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von Nassau Sarwerden/ ihr Land von Gesträuch undWildnissen räumen/ unddargegen/ weilder Bodensolches ertragen möge / zu guten Feld - Aeckern z,chenlassen /also ihr Einkommen um etliche won jl.gemehrtund gebessert.

Durch guten und Seissigen Feld-Vau der Unter-ttMcn/lvird auch derObrigkeMutzenmercklich beföc-dert / wann man in allen Dörffern und Gütern ge-schworne Leute verordnet/ die der Unterthanen Grün?de jahrlich besichtigen/ und was übel gekhanwird/ an-zeigen / den Taglöhnern undDienst>Botten gewissenLohn setzen / und die Ubertretter straffen. Wann ei-nen von den Unterthanen durch Brand / Diebstahlund Rauberey ein empfindlicher Schade entstehet / kandie Obrigkeit eine heilsame Ordnung machen/ daß alleandere diesem zutragen/ und den Schaden ersetzen sol-len / was nicht aus Verschwenders oder einigerSchuld/ sondern durch Unfall geschieher; die Unter-thanen sind sodann insgemein desto emsiger / einenSchaden zu verhüten / dessen sie alle entgelten müssen/thun es auch desto williger/ weil sie wieder diesen Vor-theil/ im begebendem Unglück/ zu genießen/ hoffettkönnen. Item/ solljederman/ was baufällig ist/aufgewisse Zeit bessern / und bey Straff ergäntzen / odersolches der Obrigkeit gantz überlassen» Die Kauff-mannschafften soll man iimttiren / daß sie nicht verbor-tene Waaren aus-oder in das Land führen/keineTheu-rung anrichten/ keine essende Waar aus »aber wohlin dasLand bringen/ttonclwm autem iucrum ett (sagtOlIlo^<zruz)^uo6julis acquiritur, nulli prs-ju» 56icstur,8t pci^uo^ nemo lzecktur. Also kaN MSN auch

Ein artliches Exempel Königlicher Gnade und Freygebigkeit findet man bey/c>lcptio, ^nüquilar./uclaic.Iib.1 z. z V0N ^nliocko » als er dem ^eixicll

geschrieben / zweytausend Jüdischer Familien / ausMesopotamia und Babylonien nacherLydia und Phri

ser und Trayd-Kästen zurichten und versehen; Item/Saltz-Städelaufrichten/ und Ordnung machen/daßman Saltz/ wo nicht im Lande selbst/ doch am näch-sten und wolfeilsten haben kan; die Handelsleute beyihren Freyheiten schützen / und die Strassen sicher hal-

gia in die festen Ort zu bringen/ hateranbesohlen/vor- ten; man soll keine Waar las>en hereinbringen vonnemlich die Freyheit ihnen zu geben / nach ihrem Gese-! fremden Orten / welche die Unterthanen selbst machen

tze zu leben/ darnach jedem einen Ort auszuzeichnen/dahin sie ihre Hauser/ Felder und Weinberge bauenmöchten/ hat sie ferner aufzehen Jahr Steyer freyvon allen Früchten gelassen / und so lang mit gewissenTrayd versehen / sich und ihr Gesind zu ernähren/ bißsie selbst eine Vechsnung erreichen würden; Item/sollman zu ihrem Dienst Leut verschaffen/ so viel sie be-dörffen werden / damit sie desto treuer und fleissigerseyn möchten; sonderlich (hat er befohlen) soll man ver-hüten/ daß ihnen von niemanden Verdruß oder Un-gelegenheitwiderfahre. Auch ist sehr nützlich/ wannman die dürren Haiden/ Berg und Hügel oder Grün-de zu Holtz-Statten macht/ mit Eycheln und Buch-Eckern besäet / befriedet / und also kein Vieh hineinläßt/ biß sie den Gipffelder Baume nimmer erreichenkönnen / die Gründe gehören gleich der Obrigkeitselbst/ oder den Unterthanen/ und da man eine Straffdarauflegt/ diß Holtz m gewissen Jahren zu haiden; eskan diß auch bey den Flecken / Dörffern/ und gemeinenGründen/ beobachtet werden; oder/ wann man mitDornen und Sträuchen verwachsene Oerter ausräu-met und zu Bau-Feldern machet: Also/ sagt Uterusüb. z.cap.s.öedcnlu, daßaufsolcheArt dieGrasen

können; so soll man auch die bey allen Handwerckerngewöhnliche/ offrübermäffigeZechen/ mo6eriren/siebey guter Ordnung erhallen / und alle Mißbrauch ab-stellen ; sonderlich wegen der Dienst Botten Lied-Lohneine Ordnung setzen/ damit weder Her: noch Gesinddarov zu klagen haben; Item/ wann man weir-emle-gene nichtnutzbare Güter/ Grund-Stücke / Wein-Gebürge und Wälder hat / solche mit kelcr vation desVorkauffes zuveraü-mren/ oder auf eine lange Zeitzwanhig / mehr oder weniger Jahr / ihnen vorbehal-ten/ wieder an sich zu lösen/ oder eineLehenschafft undgewissen Dienst darauf schlagen. Htem/ wo manStädte und Marckte unter sich hat / den Burgermei-stern/ Richtern und Beamten/ die Mitiam treulich zuaciminikriren/ unddievclmqucntenzu straffen/ernst-lich einbinden/ auch bey allen Aemtern/ Gerichten undCantzeleyen gewisseTaxenund ^locleration derGebüh-ren setzen / darüber bey Straff niemand begehren odersteigern darff / auch allen essenden Waaren / Brod/Fleisch/Fisch und Wildprat/ Obst/ Getrancke/ ein ge-wisses prctiumotdnen / damit nicht muthwillig eineTheurung verursachet werde. In Hochzeiten/Kinds«Tauffen/Begrabnissen undLandschaffteN alle Ubermas

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