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Th. 1 (1716)
Entstehung
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128
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Des AdÄchcoLand, und Heib-lieb««.

Länge gerechnet; wann nun die Abmässung soll für dieHand genommen werden /, so muß mans folgenderMassen anstellen : Ein jede Schnur/ damit man müs-sen will/ soll in sich halten 10. Klaffter Wiener-Maaß/nach den verjüngten Maaß-Stab/ deren jede 6. Feld-Schuhe/un ein jederFeld-Schuh 12. Zollen in sich be-greift. Wann man nun diese zehen-klaffrerige SchnurinBereitschaffr hat/soll man dasGrundstuck rmgs her,um damit müssen; so man dann diese Mach rechtverzeichnet hat/muß mans nachfolgender Massen thei-len/ als zum Exempel: Es hätte ein Grund 226.Schnür/und man dieses mit 10. muinpiicket/so bringtes 2260. Klaffter/ diese müssen mit der Zahl 4 ckv>-clirt/ und in einen (^.uacjrülgerichteNverden/ wie zu?sehen. 2

2260

444 56s. Klaffter.

Dieses nun ist die VierungoderHuaclratvon einer'Seiten. Diese obstehende eine Seiten oderder 56s Klaffter/ muß so dann mit seiner eignen Pott-,der 565. Klaffter muiripiiciret werden / kommen als-dann 319225. Klaffter heraus / wie aus folgendemExempel zu sehen.

56?

565

2825ZZ902 825 .

Zl?22?.

Endlich muß die Zahl der Klaffer miti6oo. ckviclirt/und zu Ischen semacht werden/ in Bedenckung/ daß/

wie oben gemeldt/ dem Lands - Brauch / ein jedesJoch Holtz-oder Acker/ von Rechts wegen in sichhalten soll in dieLange 2oo.und in die Breiten ^Klaff-ter; kommen demnach aus vorangezogener Post/ derOi vilion nach/ heraus/ wie das angesetzte Aempel an-zeigt:

i

166

2N8Z19225166600.11

I99s. Joch und 25. Klaffter,

Das ist hundert neun und neuntzi'g und ein halbesJochund fünffund zwantzig Klaffter. Und wiewol die Jochnicht allein in gleicher Form und Gestalt sind/ denn et-liche sind lang/ etliche breit/ krumm/ grad/ rund odereckicht/oder sie seyen geformet wie sie wollen / so istnichts daran gelegen/ wann nur so viel Platz vorhan-den ist/als zu einem Joch in Oesterreich gehöret/ alsnemlich i6oo.gevlerdte Klaffrem.Sonst aber geschichtdas Masse« auch auf unrerschiedliche Weisen/ alsdurch Grund-Legungen/Triangel / Schnur oderStrick/ Ruthen oder Klaffter; es muß doch alles /wann es recht fürgenommen wird/ auf einerley Weiseheraus kommen. Die Wein-Gärten werden von etli-chen nach dem Pfund gerechnet/ nemlich ein Pfund istso viel als sin guter Hauer in einem Tage hauen kan ^ein Sechzehentheil ist drinhalbe Pfund / ein Achtel istfünffPfund/ ein ViertheilWein-Garten istzehenPfund, Von einem s»lchen Pfund Orclins n - Bau istLohn ein Gulden ; Steckenziehen und Überbau abergeschiehet nach einer jeglichen GebürAesGewohn-undGelegenheit-

Cz?. CXXZc.

Je jenigen/ die allein ihres Gutes Einkünfften /aus Übersetzung der Unterthanen/ mciiorirenwollen/ setzen kein beständiges Fundament /weil die Obrigkeit/ bey erschöpfften Unterthanen/ auchNoth leiden muß/ will nicht sagen/ den guten Namen /und der Ihrigen Liebe/sondern auchGOttesSeegen/an dem alles gelegen ist/ verlierenMd endlich ^Ver-besserungen der Einkommen/ die mit Beschwerung derUnterthanen geschehen / müssen billich und erträglichseyn/ ^urum cnim cum Isckrvmiz 8c tzucrelis iubck.torum colicäum ( nach des Griechischen Küysers li.tzcriill. Ausspruch) 6c säulterinum 6c venenotumck, als wann man Zinns/ Gülten/Zoll / Ungeld /Manchen/ Steuer/ und andere Einkommen steigert /uud dieses soll nimmermehr ohne hohe dringendem,sach beschehen/mehr in publicis als pri vatis bonis, nie-mals aber in Vietualien/ sondern nur in Sachen / dienicht zu nothwendiger Unterhalt des menschlichen Le-bens/ sondern zum Pracht und Überfluß gehören/ alssilberne Fahrnus Frantzösische Wahren/ seidene Klei-der /Geschmuck/Geschlecke/Spanische und auslandi-sche Wein/ Trunckenheit / Charten-und Würffel-Spiel/ item die unnützen überflüssigen Unkosten beyHochzeiten/Kmds-Tauffen/ Gastereyen und Be-

Wie ein Gut zu verbessern.

grabnissen/ mo<lcr!ren und verbieten. Im Fall derNoth werden die Schätzungen aufdie Joch/ Wein,Gebürge / Tagwerck Acker/ Wiesen und Feuerstattgeschlagen, dion cs pila, lc6 bons iubältorumman ciebcnt, 8c'l'rilzulZ non perfonis , sscl rebus im»

ponencla sunt Daher kan ein Henschasst die Steuernicht zweymahl in einem Jahr fordern/ weil sie wederdie Fechsung noch das Weinlesen in einem Jahr ver-doppeln kan/ tcclomnia, czu-e neceilitstis Scutililatiscaus^ inclucuntur, non ciiutiusczusm utilitas, vel ns-cetlitss «jursnt. Lenevol^ntis gutem 8c lui 8c alieni

sekis vomina cli. Also soll man auch alle Frefeltha-ten/Fluchen/ Lastern/Spielen/ Sonntags-Tantze/item Trunckenheit/ Übermaß in Kleidung/l>erruc>ucn,kznquccts und unnütze Gebäue verbitten / wie auch

Entlehnungen und contraÄivncs Oebitorum, extraprslcitum Oomini, item Verkauffungen / Vertau-schungen/ bey Verlust der Sachen / m öiMpatori,

cocrceantur, 8c boni patres tamilias juventur. Wo

man Städte und Märckte hat/ mag man für die un-gerathene Jugend (wie in Niederland dieZucht-Häu-ser/ also andere harte) Strafen auffrichten; diejeni-gen die mit Wucher und Übersah die Leute aussau-gen/soll man gebührlich straffen/ dis Fürkäusse und

klono-