Erstes Buch/ Land- Gut.
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Schul--/r2ecejitorjbuz, jVIuiiciz.SchneideM/UNd an-dern Handwerckern gebraucht; dienet auch wol zurArtzney; Loimsche Kreidengeschaben/mit Baum-Oelzu einerSalbeii gemacht/und aufeinGlied. daran dasLoh-Ieuer gefühiet wird/auf einen blauen PapMr ge-strichen und aufgelegt/und so offces ttocknet/ wiedermit einem neuen erfrischt/ Meine balde und gewiß-liche Linderung/dienet auch aiso sehr wol für die Feig-Blatternidiß S alblein trocknet und kühlet. Ist mehrfür ein Erbc/ als ein /uincralczu halten; der Grund/wannerkreidichist/ soll besser zu Wein-Garten alsKorn-Feldern nutzlich seyn.
Derrothe lZuiu». sl^istöolu? genannt /
oder auch l^utum ^rmcnum : Der beste ist der schönroth ist/und nicht mancherley Farben an sich zeiget; istkalt im ersten Grad / und trocken im andern; ist gut( sagt l.omcei-uz) in bösen Blattern undGeschwaremsonderlich tcmpore LonlaZionis,wan die Pest regiert/mit Antivi-Wasser eingenommen/und den Leib damitgeschmiert; Es ist auch das Pulver Kine grosse Artze-ney zu allerhand Wunden, öoius getrün-
cken/ ist demBlutspeyen und der Schwindsucht sehrxquem/ dann es trocknet das Geschwar der Lungen /davon diese Kranckheit entstehet : Ist fast gut denFrauen/die ihr Kuxum zuviel haben/ auch
m den Fiebern/so sich zur Wfeäiions-Zeit erheben; wer
tempore contz^iolo VONöol^^rmsnoinSaurampf-
'er-Saffttrincket/der ist davon versichert; er benim-metauch das Keuchen, öo'uz ^rmenus, wannerzmArtzeney bereitet wird/ giesstman einen Wein daran /der nicht starckist/oder frischesBwnnen-Wasser/rü hrt
esstarck undofftum/ lasst essichwiederftken/ giessrdas Wasser sacht herab/und ein frisches daran/ruhrrsabermal / und das sooffr/bißes mchr mehr färbet/undmuß das öffters/ über 20, mal widerholet werden/ zu-letzt thut mans 10. mal also mit Nosen-Wasser/ undsetzt allwegen etwas/so das He^ krafftiget/ darzn/ wieChristoph Wirsungin seinem nlltztichenArtzney-Buchvorschreibet. Er hat einen grossen Nutzen in der Artze«ney/werden auch ^iiiul« cle öoic» daraus pr^parirt/zuin erhärteten Miltz/dienet für das Stechen cx cl,»-zum Keuche«; und Lungen-Geschwär/ für Hertz-ZitternausHih/ zur ki-knck-ziia. fürsUndaue» / zuallen Ruhren/hitzigen Nieren und Blucharnen/ zumverstockten Blut im Leib / zu frischen Wunden undBlut-Pflastern / undm derint-Aons-Zeir zu man/cherley. . ^
Weisserkoius, derauck» 7'err«r.cmniz und SAl-ista genannt/weil von diesem im dritten Buch diesesWercks gedacht wird/ wollen wir dengünstigenLeserdahin verwiesen haben-
Nöttclstein/ lixkrica^briliz, oder Bergrötel/ jo je-dermann wol bekannt/und von denZimmerleuten undSteinmetzen gebraucht ist/hat sonderlich in der Artze-ney keinen Nutzen/ mag doch zu kühlenden Arheneyenund zur Blutstellung äusserlich/wie derrothe goiuz,ge-nommen werden. Diein<^sppäc!ocis gegraben/ undvon der Stadt Zinope, da sie am meisten verkaufftwird / den Namen kukrica Lino^ic^ hat/wird/ nachviolcoriäi» Urtheil/ für die beste gehalten/die nächstedaran sey die aus Egypten und Africa/auch aus Hi 'spanien zu uns herkommet.
cxxix.
Wie die Grund-Stücke abzumässen.
Je Pflug-Arbeit hat die erste Abmässung derFelder anfangs gegeben/ daß man ein Jochoder Tagwerck Acker genennet/ fo viel man mitdem Pflug in einem Tag umackern kan. Die altenmäsigen Römer unter komuio, haben anfangs mehrvicht als zwey Joch Äcker einem Mann/ was Standser auch gewesen/zugeeignet; und solche/ wann sie gutgebauet worden / für genugsam gehalten/eine Haus-haltung zu emehren. Sto>n i.ic>niu,,wie?>i.iiusiil,. 18.c->?. z. bezeuget/ hat fünssJoch erlaubt/biß es endlich/zu ttcroniz Zeiten/ darzu kommen/daß auch die Scla-ven/einen Garten oder Teich anzurichten/ mit zweyJochen sich nicht haben vergnügen lassen: Wir wollenaber anzeigen / wie es in unserm Land Oesterreich da-mit solle angestellet werden; dann weil bey etlichenGü-
tern/entweder aus Nachlaßigkeit/oder Unverstand / . ^ , , >
oder sonst andern zufallenden Ursachen/sich offt begibt/ nicht einerley Meynung/und sind an einem Ort grösser/daß keine rechte M arien ausgerichtet / oder doch die ? an dem andern kleiner.Die alten Römer haben solcheszur Hmscbafst gehörigen Gründe/ Wein-Gebürge / ärZenlum genennt/ was man einen Tag- über mitFelder/Wiesen und Walder nicht ordentlich/nach ih,! zweyOchsen umackern können/ dk Breite hielt 120
seiner Untersaßen Vermögen wissende/die AnschlägeundAnlagen nach delio billicherer Proportion machen/und keinem weder zu viel noch zu wenig aufbürden mö-ge. Ein Unterthan/ der z6. Joch Ackers hat/wird fürem gantzes/ und wer 18. Joch hat/ für einhalbes Lehengehalten/ wie dann in etlichen Provintzen/ sonderlichin Ungarn und Mähren/ der Gebrauch/ daß entwedernach Anzahl des Zug-Viehes/ oder nachdem einer vieloder wenig Joch Acker besitzt/ die Steuer gefordertwerden. Sonderlich ists nothwendig/ wann man einGmndstuck kauften oder verkauffen will/daß man mchtblindling entweder solches von einem andern überneh-me/od' einem andern überantworte/weil es derScher-mung halber vielZwist undUnrichtigkeit(das hierdurchzu verhüten) erwecken kan. So viel aber dieJoch undtagwerck anlanget/ so ist man in Oesterreich seibsten
ren Jochen und Tagwercken/eingetheilt und benamsetwerden; daher haben wir allhier die Welse andeutenwollen/ wie solches geschehen und leicht verrichtet wer-den könne/und ftll ein verständigerHaus-Vatter die-ses nicht allein an seinen eignen / sondern auch an derUnterhanen Grundstücken^ auszumassen und auffzu-zeichnen sich befleißen' damit er sein eignes/so wol auch
und die Länge 240. Schuhe/welche Zahlen/ eine in dieandere muitiplicirt/ macht es 28800. Schuhe/ welchesderJnhalt einesJocbs bey denRometn gewesen.DemOesterreichischen Lands - Brauch nach/wird ein JochHoltz/ Feld/oder anders Grundstuck/auf 40. Klaffterin die Länge/und 40. Klaffter in die Breiten/ oder8. Klaffter in die Breiten / und 2O0. Klaffter in die
Länge