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Th. 1 (1716)
Entstehung
Seite
126
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Des Adelichen Land-und Feld - Lebens

knollet/ und doch nicht gar trocken wäre / nimmt manein Stück nach dem andern mit einer Zangen / undlegtS aufdie Glut/bis es gar trocknet/welches bald ge-schiehet / wird also subtiler und dienlicher zum Ge-brauch in derArtzney und zu allen Schaden.

Galmey/l-spi»csiaminsris >ist einGeschlechtderna-türlichencsämis .daö wird gegraben/das andere/so inderApotheckeu f>r»s>arixtwird /heisset manl'kutia ;dierechte Galmeywird fürnemlich in demHüttwercksehrgebraucht/ aus Kupffer Messing zu machen/vermehretauch sein Gewicht fast ausdas dritte Theil; wann siegebrannt wird/hat sie einen Geruch nach Knoblauch/ist etwas Sassran-farbig/daher sie dem Kupffer desto4her die Messing-Farb zu-wegen bringt.

Von diesem kommet auch der Galmeyflug/ tt.Kiioder pompkoiix,welcher weiß ist/ und die graue/ wel-cher 5pockum indenApothecken genennet wird; dasweisse Lichts wird sonderlich zu denAugen gebraucht/wann sie wehe thun/ flüssig/ rinnend/ roth / hitzig undschwürig sind /zu alle diesen dienet auch die ;die-se wird also zugerichtet: Man macht sie in einenTiegelglühend/und schüttetsie in eines gesund eKnabenHarn/dieses thut man siebenmal / darnach leschet mans alsoab/sünffmal in Fenchel- oder Roscn-Wasser/ zerstoßtund reibt ihn gar klein; Galmeyflug oder auch zudergleichen/und zum Master oder Salbe?ompkoi>-Zoi. Galmey ist gut zum F lcischzügeln/zu rothen Au-gen/und wird gebraucht zum Pflaster öe i^iäe Lsla-minsri, und dergleichen Sachen mehr.

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Tessc/ Indig/ Zinnober/Mennig.

W/ Bleyschweiss/Zwitter /

PIumbaZo, IVlZickciiti, cli t^iomtzo gmennet;- Tesst wird durch Kunst bereitet / so man dasSilber mit dem Bley reiniget; der Bleyschweissabei:wird natürlich also gefunden; sie sind beyde ( sagt 1.0-mccru«) einerley Gestalt/der beste ist gelb / wie einSilber-Schaum/ ein wenig glitzend/tvann mans^ei-bet/ rothfarbig/ und wanns in Oel gesotten wird/ Le-berfarb; seine Tugend ist wie der lütKsrZxriiundEy-sen-Schlacken oder!»cc>riseferri »denn aus demBley/wann es im Feuer gehalten wird / kommt entwederSpums srzenti, oder l.irl,arA/riu m, oder ?lumbszo,daher sind sie auch fast einerleyNatur/sonderlich/wanndas Silber vom Bley geschieden-wird / und sind sieeinander fast ähnlich.

Jndig/Inckcum,das rechte Jndig/also genannt/weiles in Jndiain den Röhren wächst/ ist uvs unbekannt/?sncirollu» nennet es^romslnclicum.daß es sey einüb'etaus wolriechender Schaum/aus denJudianischeRöhren wachsend ;I)i^scoriclc8 lilz. s.cap. 107. bestät-iget dieses auch/und sagt/daß noch-ein Art in der Apo-thecken zu finden/ wieem Purpurfarber Schaum/deraufden Ertz sich anlegt/ welchen man herab schabtundttocknet/ so blaulichtscheinet/wird für dasBestegehal-ten/aciürinZirt und ziehet zusammen/dienet zur Entzün-dung der Geschwulst/ reiniget auch und heilet die Ge-schwüren; derJndig aber / den unsere Mahler brau-chen/un schön blau damit mahlen/wird von dem Krautilsti». Weyd/wann die Farber ihr Tuch färben/ ge-macht/nemlich vondemSchaum/den sie davM aufhe-ben/unddi eseFarbe daraus machen: sonst hat er in derArtzney eben dieKrasst/welche vioscoriäc« an erst an-gezogenem Ort/seiner zweyten Art inck ci zueignet.

Zinnvber/^innabariz.jsteine mineralische Materi/die in den Ertz-Gruben gefunden wird, c^sräanussagt/ man soll Schwefel in einen Tiegel thun/ und zer-fließen lassen/ hernach noch einmal soviel Quecksilberdarunter thun/ und immerdar umrühren/ und aufdemFeuer stehen lassm/ bis nichts mehr von dem Queck-silber gesehen werde/ hernach lässt mans wieder ab,kühlen/denn setzt mans wieder aufdas Feuer/ lässt esgemach sieden/ daß es nicht brause/ gibt ihm ferner einstärckeres Feuer/ so lang / biß ein rother Rauch davongehet/ so wirds wie ein natürlicher Zinnober/ und die-.net zum Schreiben und zum Mahlen: Es istderrech-te Zinnober ein Quecksilber-Ertz / wird sonst in derArtzney zu vielen andern Sachen gebraucht.

Minium,Mennig/wird von denGmchenauch5sn-öix genennet / ist ebenmqssig eine Mahler-Farb. Eswird dieser gemeine Wonnig von dem Bley in demSchmeltz-Ofen gemacht / hat so wol/ als der Zinno-ber/ein gissrigeund corrosivische Elgenschafft an sich/daheristerindemLeib uichtzu gebrauchen/sonderlichist der Rauch der Lungen sehr gefährlich; wird mei-stens vonBleyweiß gemacht/man chutdiec-ru/lsm inein eysernes Gefässe/ rührt es bey dem Feuer so langeum/ bis es sich roth färbet. In Böhmen / in den Elen-bogener Crayß/ bey Schanbach / ist eine Mini-Gru,ben gefunden worden; wird äusserlich zu vielen Sa-chen gebraucht/es d ienet/neben andern inzreclieni »en/zur zerbrochenen Hirnschal/zum Ox^crueco, zu ver-renckten Gliedern; Item/ein verbrochenes Glas wie,der zu leimen / nimm Venedisches Glaß zerstossen/^ini, Leinöl/ Staub-Mehl und Eyer-Klar/reibs woldurcheinander/streich eszimlich dick über den Bruch/«und laß es trocknen.

c>?. cxxviil.

Kreiden/rother und weisser v-w. Rötelstein.

Reiden/Crcts; man glaubt/die Jnsul CrctaHabeden Namen davon bekommen/wie^oiu-mella lik 1. c. li.cjere ruliicäschreibt/ odervielmehr die Kreiden von dieser Jnsul / czuk iliz tcrrs

sbunöst; hat unterschiedliche Namen / nach dem Oktund nach der Färb/ als Lrcta LimoIa,Lsrclia, Umbrica,kretics,Le>inui!a,^nnuIaria, ^r^cntaria, davon?linius üb.) f. meldet/wird von den Rechenmeistern/