Druckschrift 
Th. 1 (1716)
Entstehung
Seite
125
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Erstes Buch/Land-Guth,

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Lebendiger Schwefel gepülfert/ treibe das Gisst aus;und mit Eyer-Dotter eingenommen/ sey er sonderlichfür die lnt-ction; in einem weichen Ey gebraucht/trei-bet erden auf der Brust und Lungen lang gelegenenSchleim aus/und benimmt das Keuchen ;gepulvertund mit Essiggemischt/reinigt die.hautvon allem Un-flat/wanns schon de:Aussatz »väre.DelSchwefelwnd

auch in demäntimonioundjVitrioigefunden/und ein

Oel daraus gemacht/ so zu faulen stinckendende Wmi-den dienet; die Chymisten pr-pariren daraus die kio-res.den k.i>s^mum,die (Zuinlam Ll!cnt^m,das8al UNallerhandTincruren/wiebey den c^miciszu finde ist.

Lai cc.mmunc,gemeinesSaltz/wiewol dessen in die-seinWercköffter gedacht wird/hab ichs doch allhier/alsmatrcm S: Zcnclricem ^Ictallorum, mit Wenigen auf-führen wollen/weil es in derArtzney zu vielen dienlichist/auch im gemeinenLeben so nützlich und nothwendig/daß man fast ohne Saltz nicht wol leben kan/wird ausFelsen und dem Erdreich liess ausgegraben / wie inPolen und Ungern/oder ans Meer-Wasser/ oder ausSaltz-Bronnen und gesaltzenen Wassern gegraben/behütet und verwahre: den Menschen fürFaulung/rei-nigetalle böse und schleimichte Feuchtigkeiten/und istwarmer und trocknerNamr; i.oniceru8 sagt: Für dieGeschwär im Hals / nimm Saltz/ Essig/ Hünig undBaum-Oel/ jedes ein Loth/ vermisch und schmiere dieKehle damit/schluck auch dieses einwenig ein/ so nimtsdasHals-Geschwar gar bald hinweg; Es wird vonden ckvmiaiz ein Lpiriluz daraus gemacht/ und ausdiesem ein 8ai voiatiis;Jtem macht man daraus ftsieCrystallen/ und ein allgemeines klenkruw, so zu aller-hand Gebrechen dienlich sind»

Ssipctr«, oder Salnitri, ist eine Art eines weistenSaltz-Steins/das rechte Ssip-tr- aber/nach Oiosco-riclis Beschreibung/haben wir dieser Zeiten bey unsnicht mehr; der meiste wird bey uns aus der Erden al-lenthalben zubereitet/ und sind in Polen/in der MarckBrandenburg/ und an andern Orten Teutschlandes/die^Aandlung Saliter und Alaun zu sieden/ mitge-memenUnkosten getrieben/da die iu zwantzig oder mehrSaliter-Sieder gehalten werden/die von der Landes-oder Stadt-Obrigkeit die Erlaubnuß haben / wo sienitroslschen Grund finden/ daselbst zu sieden; daher^ schleußt kiockius in ^rsrio» daß die Obrigkeiten aufdieSaliter-Gruben wsl ein?Anschlag zu machen/Fughaben. Der Saliter ist warm und trocken im andern! Grad/Hat die Natur des Salhes/saubert und reiniget.Die Erd/aus welcher Saliter gesotten worden/ wann! sie wieder aufeinande: geschlagen wnd/gibt nach s.odn> 6.Jahren wieder mehr Saliter als vorhin: Si cumuii! terrT,öquo cjetrs6tum f »iitnirrum (sagtLar«!zniZ !)tuIztuzunis scrvenrur« lcu Lslinitrum in tumulos terrs?,^ sczuA clillolutum /parzatur, pc>5l quinquenaium co^ piotior fruÄus rec^clitur. VhN dem Ursprung deS^ Saiisnitri.seiner Natur und Würckung/kan man bese-! hen weitläusstig LöiZmirum ^.jcn^enovvic! , cle s.tema^n-e ^rtiücnX . ?site 1.1 2. c. 1. cle mocio prxepsrsn6iLatem nitii cx tcrrZ lsInitrosZ. dsp 2 0- 8alenitri clsrikcsnclo, csp. z. cle pr-epsranclo 8slc nitri cxilorc mursrio.c. 4. Jtem/)c)sepkum Furtenbach/inderBüchsenmeisterey-Schul. Das n.trum ist mei-stens vom Lusst und Feuer entsprossen ;wie es aber zu?Artzney recht und wol zu reinigen sey/besihe V.Bechernin illukrstj tyl. 7S.

cxxvi.

Aaun/Galmey/und Galckeyflug.

Laut» ist ein Sasst / so aus einer wässerigenMateri bestehet/von unterschiedlichen Arten,älumcn rockT, ist einer zusammen ziehendenKrasst ; wann unserSchreib-Papier darein geweicht/und wieder getrocknet wird / so wird es die Dimennicht fljessen lassen/wann es gleich sonst nicht zum bestenwäre; Wird auch ^lumcn perrolum und citrinumgenannt/weil es steinicht und gelblicht ist. Item/ hatman Blumen lonZum oder scilllic, Frauen-Eyß/auchvon etlichen äiumcn Scajoise genannt/so in Mährenan theilsOrten gefunden wird ;Jtem/ Blumen rocun-

clum, ^clbosum und xuccarinum. Blumen plumosum,

Federweiß^ wäck)st in derInsulCypern/daraus manTücher macht/so im Feuer bestandig ausdauren/ undnicht verzehret werden. Item/ hatman Blumen csti.num oder ^ilcsii.so aus einem gewissen Saltz-Kraut/das an den Meer-Gestatten wachset/gebrannt und zu-bereitetwird/das erwärmet/zertheilet/reiniget und säu-bert; von der Aschen dieses Krauts pfleget manGläserund Seissen zu machen.Jm Königreich tteapoiis,aus-serhalb der Hügel und Berge/(so die bey dem Schwe-fel gedachte^oisarsriz gegen Orient umgeben ) ist einThal/darinnen der Alaun aus den Steinen/ die ausden Bergen genommen sind/gesotten wird / sie siedendieseStein in einemOsen/begiessensie mit einemWas-ser/ so sie aus etlichen dort herum liegenden Sehöpss-

Bronnen nehms/ lassen es also etliche Tage maccrlren/bis die Steine endlich davon zu Aschen werden/ ausdiesen ziehen sie hernach die Laugen/ die thun sie in höl-tzerne Geschirr/diese gestehet nach und nach / und wirdan den Enden der Geschirr herum zu einem Eyß/ dritt,halb Finger dick/und so hart / daß mans mit eysernenInstrumenten muß abledigen ;dis bringt ihnen einengrossen Gewinn/wie kr. I.canclro^ltzcrci,in Beschretbung des Welschen Landes davon schreibet: Ist weiß/scharffund klar/warmer/trockner/ zusamm ziehenderNatur/gibt allen Farben ihren Glantz undLicht ;^oni.ccrus sagt: Nimm BaumwollenWiechen oderWai-tzel/stoß ins Hönig/streueAlaun darauf/ und thu es al-so in die Fisteln/ die vorhin wol gereiniget/und mit Es-sig/mit ein wenigAlaun vermischt/gewaschen sind/ hei-let von Grund aus. Alaun ist gut in Geschwüren derKehlen/und wann das Zäpsslein abgefallen ist; wannman des Pulvers von Alaun mit Ingwer und Ber-tram vermenget / und mit einem subtilen HöltzernenStänglein hinein läM/hebt es sich ohneZweifel wiederin die Höhe: er dienet auch wol mit andern Wassernvermischt zur Mund-Faule/zum Zahnfleisch schwärenund bluten; Man brennt ihn also / cr wird nicht garzuklein zerstossen/un in einem indinenGeschirr/aufeinen»linden Kohl-Feuer gesotten/ bis er dick/ gantz weiß undleich t wird/ und r ührt i hn um ; so er sich wiederum

Q iij knol-