Druckschrift 
Th. 1 (1716)
Entstehung
Seite
123
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Erstes Buch/ Land- Gut.

I2Z

cxxm.

^nrimOnium Wd Vicnol.

istkem Wnersl-, damit sich die c-,nöic!ati sso geschafftig machen/ als eben dasälttimonium; sie suchen aber gemeiniglichmehrals sie finden /haben gleichwol sehr viel und man-cherley Lxp-rimenta daraus invcntiret/ und schöne^lcäicamcnta davon gemacht / die/ wofern nur die?r-pzr-tic>n sorgfältig/ und nach der Kunst ist / grosseWürckungen leisten/imfallaberUnverstand und')!acy-lasiigkeit (als osstgeschehenkan)dabey mir unterlaufft/macht sie ein baldes Ende/ und befördert zum Grabe.Ist eine Art der Erden/ gleich dem Bley/ das vom Me-tall geschieden ist/je klärer esschemer/je für besser wirdsgehalten/sonderlich dasjenige/ Has aus den Gebär-

den Abend also stehen / röhrts osst mit der Hand auf/daß es/sv wol oben als unten/ von der Sonnen durch-gestrahlet werde/wann aber Regen-Wetter einfällt/muß man beede Pulver in die Trockenebringen/sonstverdirbt es/ man muß es auch des Nachts an einensolchen Ort verwahren/ wo keine Feuchtigkeit darzukommen mag. W.ann nun die vier Wochen fürüber/nimmt man erstlich etwas von dem i<?> Pulve:/undebenso schwer von dem Tragant-Pulver/ menget bee-de durcheinander / und diese Mischung muß geschehenvier Wochen darnach/nemlich aufden Tag/wann dieSonnein die Jungfrau gehet / um den iz. ^uxutU.Wann nun jemand verwundet wird/nimmt man nurgen/ wo Gold ist/ausgegraben wird. Es wird auch ein sauberesHadeckin/machtcs blutig/streuet von die-Lnbium und Spießglaß genannt / istBiey-farbund sem Pulver darauf/wickelt es zusamm/und steckts ent-Mppig/ mit einem untermischten Glantz; findet sich weder in den Hosen-Sack/oder an ein solches Ort/derbisweilen em Silber damit vermengt/ welches aber ^ fein lemperirt sey/ dann der Patient empfindet anderMein mjtFeuer kan tcpsi-'rtwerden; Lsrcl^nus schrei- i Wunden alle Ubermässigkeit/ so wol der Hitze als dsrbet/daß ^ntimonmm die iviateiis sey/ daraus Bley > Kalte/sonst darffmanweite:keinPflaste:aufdieWun-wird/wie der Feuer-Stein desKupffers; Es ist kalt den legen / nur daß man Morgens und Abends dieund trocken im driuenGrad ; das PulvervomSpieß- Wunden mit einem saubernTüchlein uMgt/thut manGlaß mitVenedischer Seifftnvermischt/und mit ei- nun das T/Wn/so Abends aufgelegt worden/ desnemWaitzel in dieAsteln gelassen /heilet sie vonGrund ^ Morgen s ^erab/so streuet man frisches Pulver auf dieaus; mit Myrrhen vermengt / reiniget es die stincken- Feuchtigkeit des Tüchleins/und legt wieder ein frischesde Wunden; den Schweinen in geringer v^i einge- ^ über/also proce<j>rt man auch mit diesem gegen A-geben/vertreibt diePfinnen/und machet sie bald gemä- z bends/so zu Morgens ist aufgelegt worden/ und thutstet und fett; dienet auch den Pferden für den ausbeis- > und verwahrt allzeit das bestreute Tüchlein an einemsenden Wurm: Die ck/mici bekennen selbst/ daß die temp-rinen Ort> und obgleich die Wunden Materi

gjhf/sv procectirt man gleich also damit. Wann nundie Wunden geheilet ist / wirsst man die Tüchlein alle

Heimlichkeiten seiner Art schwerlich auszuforschen/esreiniget dasGold; die^iorcs davon werden mit Sai ?e»lr-ausgezogen/die purgirensansstundwol; so wirdsuch ein Saltz/ ein Oleum , <in iViagiücrium, eine(Quinta etl-nlia.eineLxtsZÄion,ein Vitrum.ein Sul-pkur,eine?inÄur,eine Virzin«^,ein Balsam/unddergleichen mehr Artzeneyen daraus gemacht.

Vitriol,wird auch(»ckantum, Lolcotarund ^trs-mcntum 8utorium, zu Teutsch Virril/Kupsser-Was-ser und Schuster-Schwärtze geheissen/ darum/ daß erseh: schwach fa:bet/un die meisteDinte da:aus gemachtwird. Ist blauer/ geeler und weisser Farbe/den manin den Alaun-Bergen findet / daraus kommt auch derGalitzen-Stein; es istderVitriol hitzig und trocken bisin den dritten Grad. GrafOyzbv lehret/das 5^-npa.rketische Pulver/ damit man eine Wunden über Landglücklich heilen kan/mitCyprischen vm wi und (Zumm,I'ra^ant,in einen höltzern oder steinern und kleinen me-tallischen Mvrser/prXpZnren/müssen in gleicher Ooli.rein gepülvert/und durch ein <^iolein gereutert/auchjedes besonders/aufeinenPappendeckel/de! neben um

miteinander in ein fliessendes Wasser. So lang dieWunden fliessig und blutig bleibt / muß man taglichmit der Bestreuung des Tüchleins fortfahren / wannsaber anfängt zu trocknen/und nicht mehr fließet / solasstmansnur bleiben; disPulver/ wann man alsodamit proc-clirt/ heilet alle flüssige Schaden / ist auchein trefflicheskemc6ium,wo bey sinenKrancken grosseHitz ist/die nicht zu leschen/daß man dem Patienten ei-ne Ader lässet/netzet das Tuchlein mit dem Blut/ be-streuet es/wickelts zusammen/ und legts an ein kühlesOrt in den Keller/so wird dem Patienten die Hitz baldvergehen. Auch ist das Vkrioi Pulver allein/ ehe esgemischet wird/ein bewehrtes Mittel fürdas Seiten-stechen/wann man davon einer Erbis groß/ einem sol-chen Patienten in Holder-Blühe-Wasser eingibt/unddaraufschwitzen lässt/könnte aber der Patient selbstgehen und sich bewegen / wäre es desto besser. Derweisse Vitriol mit einem äquA depkaiick jn die Na-sen gethan/ aber nicht hart an sich gezogen/ führet die

herüber sich aufgeschlagen sey/gelegt/ und wann die ^ Flüsse ausdemHaupt. Wie die ?>orcs Vitrioii.soSonne in den Löwen gehet/ (so geschiehet/ohngefehr I Vomitum und Seciss verursachen/ item <?reta, Spiri-den iz-Iulii/) an die Sonne gesetzt werden/ so bald > tuz und OisumVitrioii.und dergleichenSachen mehvman nur die Sonne haben kan/ man lasst es bis auf > ju verfertigen sind/besiehe die Chymisten.

l. Theil.

O. ij