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L)es Adelichen Land-und Feld-LebenS
morabil. cenlur. 4. §.96. bezeuget. Alle Metallschwimmen darinnen empor/ausser das Gold/ dassinckc und verliert sich darinnen/ ist kalt und feucht imvierdten Grade/ daher schädlich und gefährlich in demLeib zu nehmen/ ohn wann es in ein frisches Bronnen-Wasser gelegt/ oder (wie tt-lmomiu- will) darinnengesotten/ und den jungen Kindern/ die Wurm nn Leibhaben/das blosse Wasser abgesiegen/ zu mncken gege-ben wird/ so M es ihnen/ ohn allen Schaden/ solchevertreiben; und kan man ein Loth Quecksilber hundert-mal gebrauchen/ ohn daß ihm etwas von seiner Krafftentzogen wird ; man haltet es für ein ämuicmm mContazions-Zeiten / wannsmein: Hafel-Nuß ver-schlossen/verpetschirt/ und am Hals getragen wird ;wanns es insFeuerkommt/gibts einen sehr schädlichenund der Gesundheit nachtheilichen Rauch/ dafür mansich biilich fürzusehen und zu Huten hat; wo eö aufdenGebürgen/Morgenfrühe bey der Morgenröthe/ wannschönes und heiteresWetter ist/Dünste/die mcht über-sich steigen/sondern nieder aufder Erden ligen/abgibt/va ist gewiß Quecksilber zu finden; dieGebürge wor-innen es zu finden/sind vonBronnen-Adern undOuell-Wassern meistencheils befeuchtet / grün und Graß-
reich; die Goldschmiede / die viel und offt vergolden/haben sich vor der Dör: - und Schwindsucht wol für-zufehen/ und zu hüten/ daß sie den Rauch nicht lassen inden Munde eindringen. schreibt / wann
man das Quecksilber in ein Glaß thut/oder in ein stei-gern Geschm/und verbinde es sv fest/daß es keine Luffthat/so zersprenge es solches/als wann Büchsen-Pul-ver vom Feuer berührt wird. Die Chymisten machen8sl. LuljiNur üc A^creunum zu einem Anfang undUrsprung aller anderer Metallen Es wird sonst dasQuecksilber tn der zu vielerleyArtzneyen ge-arbeitet und prTpai^itt/ weiles aber etwas gefahrlich/und diefe Mareria nicht allezeü gehorsam ist / kan mansich dabey wol vorsehen/ und solle man/ ohne Vorwis-sen und Rath eines alten wolerfahrnen und geehrtenc.K)'ln>«iNri,nicht leicht etwas davon gebrauchen/ weildie besten cn/mici selbst offt leichlich einen Ir.'thumbegehen mögen/ und allezeit lieber an einem Fremden/als an ihnen selbst/ ihre kxpcriincntg prüfen und ver-suchen wollen. Wie aber kl-scur.U! iubiimstus,vizpkoieticus, prscisiit^lus; Item/ O!c:iiin kÄura^iercuni rechtzumachen/besiehe v. Bechernp^rnsllo Illuür.äs ^UncraloZ.f. 41- Zc
cxxis,
r.e5irum ( welches I.on!ccrus Conterfey und röthlich/wo alleMetallen m gleichen Gewichte zusamBißmuth verteutschet) ist ein solchesMetall/dar-
um die ^utkore» sich nicht vergleichen können /tlnd setzet die ?ancirolius unter die Sachen/ so
men -empcnrt worden; DieUrsach aber/ daß die Al-ten es allem zumVerarbeiten b:auchen müssen/ist/vaß/sie zur selbigen Zeit / die zujamm geschmeihte unter-
bey alten Zeiten bekannt gewesen / aber nicht mehr zu! schteSücheMetall nicht von einander^echt scheren kön
finden sind/ sonst wird der Agstein von etlichen auchLieSrum genannt; Unser eicttrum aberisteinMe-^all/ das entweder aus den Ertz-Gruben gebracht/oderdurch Kundgemacht wird/ da man nemlich densunss-tenTheil Silber zum Gold vermenget; wiewol i-ui-clas meldet/ erfey aus Gold allein/ vitieS quk-llsm 65 liipiclcü conf^lione, und soll überaus schongläntzigseyn, die Geschir: darausgemacht/sollen demGisst widerstehen/ und solches anzeigen / indem es indem Geschirr/ aufdem Wein oder Getranck/ wie einRegenbogen/umschwebet/und/als ob es sieden wolte/prauset: Diß Metall war bey den Alten in einem über-aus grossen Ansehen/und vsn etlichen gar dein Silbervorgezogen worden/ ist auch eine Art ^r>s cormlkii.so nur dem Glücks-oder Unglücks Fall zuzuschreiben;dann als die Römer die Stadt do, mttiam durch l.u-cium Uumium belagert / und die Stadt durch Feuerangestecket/ und ein grosser Theil davon im Feuer auf-gegangen/ da ist in den Häufern des Reichen/ was vonGold/ Silber und Ertz beysammen gelegen/durch Hi-tze der Flammen zusammen geschmoltzen/ und hernachzu allerhand Geschirren/unter dem Namen/nnkkii, verarbeitet worden; und dessen (wie ?>imu,meldet) sind dreyerley Sorten gewesen / eines gantzweiß/ welches das meiste Silber gehabt / das andereroth-gelb/darinnen mehrGold gewesen/und das dritte/
nen; zu unsern Zeiten aber wissen es die Goldschmiede/mit ihren Schetd-Wassern/ wol auseinander zu klau-ben und abzusondern. Und das ist eben die Urjach/daßman itzt kein 1 it ^rum nativum mehr findet/ well der-gleichen vermischtes Ertz nicht also gelassen/sondernvoneinander geschieden wird / welches die Alten nichtgewust haben / sie also nothwendig unter dem NamenkicHri behalten/und zu sonderbahrenGeschirren brau-chen und verarbeiten müssen.
I-itksrß^lium auri ksr^cnt!, Gold -Und Silber«Gelött/das erste ist röther/ das andere ist schwartzer/istauch nicht anders als ein schwaches Bley/so zurSau-berung des Silbers gebraucht wird; kalt und feucht imersten Grad; wann mans pulvert/ und mit 9W - Oelvermengt/ und schmieret dieRauden damit/die aus bö-ser Feuchtigkeit entstehen/ so hilfst es; in der rothenRuhr/nimt man das H)ulverl>lkarßyrii,und ein we-nig öoii 5rmcm.Rosen-Wasser und Nuß-Oel/machtein Clystierdaraus / und applicitts. i^tli^vriummit Essig und Saltz vermischt/ benimmt die Malazeyder dieSchcrfedcrHcut/tran wasichdamit wäschet/wie l.omccrus bezeuget; für das Rothlausskan manaus i-tttlürZvrin ein trefflich heilfam und kühlendesSalblein mit Essig und Baum-Qel daraus bereiten/wie in diefem dritttn Buch vom Rothlauss zu sehen ist.Es wird auch die goldene Milch daraus gemacht