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Th. 1 (1716)
Entstehung
Seite
115
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Erstes Buch/ Land Gut

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Wochen beedcn 4. fl. bringen solche Unkosten die Wo-chen in einer Summ^ 192. fl. daraus wird Stuck-N^ef-sing (mit sammt dem Zusatz der Galmry 1. CenmerPfund ) 7. Lentner so. Pfund Messing / die zahlt manzu Wien undVcuedzg reissend gern den Centner!zc>.fl. macht 225. fi. bringt das Jahr / ^ 52. Wo-chen / Gewinn 1716. fl. dieses Stuck-Messing begeh-ren nicht allein Jhro Kayfcrl. M^esiat insZeug-Haus^ zu Wien / sondern auch die Veneuaner eine sehr grosse!Lumma,oder so viel man nurmachen5an. ^s Arabersolcher Messing noch aufeinen viel höhern Werth und'bessernNutzen zu richtmund zu arbeiten / auffolgendeWeise: Nemlich / wann man aus dem Stuck-Mes-sing/ Tafeln und geschlagemnMessmg und Drath ma-chet/ welcher im gantzen Teutschland/ imd allen umlie-genden Provintzien und Königreichen/ vechandelt undverkaufst wird / tmdkan man dessen nicht genug ma-chen wann man sich änderst der Gütebefleisser / dadann der Centner reisend um ?o. / 6o. / ja gar7O .fl.vcr5kausst werden kan ; so gehet ferner derkupstcrne Drathauf Venedig/ Botzen/undMeyland/ (Der auch ntcht soviel Unkosten erfordert) in gleichen, prccio . denn manzu solchem Kupsscr den Galmey nicht bedarff / ui^d er-fahret werden kan. Daraufgehen nun Unkosten / wiefolget: Erstlich werden die Tafein/ aufeinen absonder-lich darzu bereiteten Stein genossen / solche Tafelnmüssen aufeiner Messing, Säg-Mühlen zu Rinnen ge-schnitten werden / man gibt vom Eentner zu schneiden22. Kreutzer/von acht-halben Ceinner 2. fl. zo^Kreutzcr.Diese Rinnen müssen durch den Messing-Schlager et-liche malgeglühet werden/dieWochen vom Centnernbt man 15. Kreutzer / dem Schlager zu schneidenvon einem Centner 40. Kreutzer/chüt 6. Gulden 45.Kreutzer : Wann man nun solchen Messing will zuDrath ziehen / muß er durch eine grosse Schecr wieder8. oder9.Hinterzainen / istvvm Centner zuschneidenzo. Kreutzer/ 8umm^ z. Gulden 45. Kreutzer. Aus sol-chen zerschnittenen Zainen wird allerhand Sorten/arob und kleiner Drach gezogen / davon gibt man demDrathzieher / vom Centner 2. fl. acht halben Pfen-ning / bringt von 7. Cenmer 50. Pfund 15. Gulden /macht also dieser Drath-Unkosten 27. fl. drr zuvor ge-setzte Stuck-Messing Unkosten 192 .fi. zusammen 219.Gulden. Diß alles ist auf 4. Wochen gerichtet/auf ei-nenOfen/da maqma» nun auf2 ./?./oder 4 .Oefen/nachGefallen und Vermögen / dieses Werck anrichten.Wann man dann solche7.Centner so.Pfund zuKauff-manns-Gut richtet/ kan der Centner aus<>O. fl. reisjendverkaufftwerden / das bringt von einem Ofen Wö-chentlich Z75. fl. obstehender Unkosten der 219. fl. da-von abgezogen/verbleibt die Wochen richtiger Über-

> schuß 156. niid das gaii^e Jahr / auf 52. Wochen ge-richtet/M2.fl.

»Wie aber der Messing auf dem Hüttwirck gemachtwird / berichtet-Her: Georg Engelhard Löhneyset'- insemein Bericht vom Bergwerct/ mir svlgcnder Massen:Man nimt i.Theil Gdlmey/lind 2.Theil kleine durch-!gesiebte Kohl-Aschen/inischt sie trocken unter einanderdann gießt man eine Schaustet voll Wasser oben aufden Galmey/ daß es allenthalben darein kreuch t/ läWeine Stund stehen/ so feltchret es sich unter einander an;darnach ziehet mans mit emer Krücken wol unlereinan-der/ so ist der Galmey bereitet. Man macht auf einmalso viel Galmey an / als lnan zu zwey OefenbedarUWann man nun Messmgmachen will / hat man rundeOefen in die Erden gemacht / dader Wind das Feuerdurch Löcher (die unten imOfen sind) treiben kan ; inderselbenO efen einen/setzt man zugleich 8. grosseTiegel/lasst sie wol ivarm und heiß werden / und wann ste erhitzt sind/hebt man sie behend heraus/schutter denGal-mey hinein / uizd hat eine Z)'atVß mit einer Schauffti/daß man wisse / wie viel lnan iiehmen soll / damit sie insolche 8° Tiegel 68. r.halb Pfund Galmw einchenM;wann folches gcsä?ehen / so legen sie oben auf -denGalmey / 5ii einen jeden Topff8. Pfund klein gebro-chen Kusser /^uiib fetzen die Tiegelwieder hinein / undlassen sie 9. Stunden in grosser Glut stehen / alsdannräumen sie / mit einem Eysen / durch den Zeug ein we-nig in den Tiegel / und sehen/ wieeßgeflossen ist / unclassens noch eine gute Stunde/in seinem Fluß undGra-dirung flehen / hernach heben sie den Begel aus demOfen/ undgiessendenselben / so sie Stuck,Messing ha-bcli wollen/ alles in eine Gruben/und so der Zeug nochwarm ist / zerbrechen sie denselben / jedoch dch sie feindichte beysammen liegen bleiben/ so bekommt derMes-sing eine schone gelbe Färb im Bruch. Wollen sie aberKessel/ oder andere Arbeit daraus machen / so giessen siedie Tiegel in grosse Steine / die sonderlich darzu ge-machtsind / die manBritamsche Steine nennet/ weilsie dorther gebrachtwerden /zu grossen Platten/darai ekönnen sie nachmals schneideii/Drath ziehen und schla-gen/was sie haben wolle::. Bißweilen pflegen dieMef-sing-Bren«cr den Messing noch einmahl einzusetzen / sosie die Farbe höher haben wollen / ist aber kein Nutzdarbey. Uberdiß ist zu wissen / daß der Messing in sol-chem Brennen / eine Schwehren bekommt/ dann soman in die acht Tiegel 55. Pfund Kupsser einsekt / sowächst der Messing in 12. Stunden / 22. oder 2z. Pfundam Gewicht zu / daß man nieder 90. Pfund Messingausgeust. Thut aufejnen Ofendie Wochen über/alsauf '14. Feuer/z. Centner 34. Pfund MessingZuwachs.Dieses aus Herm Löhenepftit.

Von Cyftn und Stahel.

ist ungewiß / ob einiges Metall in mensch-zAA lichen Leben/ zu Friedmnd Kriegs-Zeiten / mehrnothwendig sey / als Eysen und Stahel / wieauch derweiscHaus-LehrerSyrach keines andern Me-talls/ als des Eyscns/ zur Menschlichen Nothdursst/ae-dencket / dessen weder Stadt noch Land / weder Sol-

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dat noch Bauer entbehren kan; so wird auch venes. 4.unter allein Ertz keines/ so Thubalkam erfunden / mitNamen gedacht / alsdesEysens ; haben also-wir inTeutschland billich GOtt zu dancken / der ein so noth-?wendiges Metall uns so reichlich beschchrethat / undzu bitten / daß er diesen Seegen noch ferner bey uns

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