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Th. 1 (1716)
Entstehung
Seite
114
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li4

De6 Adelichen Land-und Feld-^ebenö

O eum Vtcrcurii Ae ^ovis, öallamum 5cu Spiritumvis, Klcrcuriumcx ^ovc, 1 inÄuram 5c ^urbitk/c>-

vi«. item das üe?oaräicum /ovisi^ soll machen / besihebey O.Bechern und andern davon schreibenden ck/

MlClS.

Das Kupffer wird Orickslcum undiLuprumgenannt / und dem Planeten v-nus zugeeignet; wiedieses geläutert und mit Galmey zu Messing gemachtwird / findest du auch in diesem Buch; das TyrolischeKupffer wird für das beste gehalten / weil es viel Goldin sich führet/und lasset sich wohl arbeiten. In Ungernfinden sich gewisseVitrioiische Wasser/mit deren Hülffdas Eisen zu Rost und Letten/ und dieses zu Kupffer ge-wacht werden kan; Kupfferschlag und 8«zuama »n,heißt das/ was von dem mir Hämmern geschlagenenKupffer herab fallet/ dessen^Naturist zusammenziehen/zuetzen und Geschwar zu heilen. u»um,gebrann,tes Ertz / findet man in den Apothecken; l-oniceru,meldet/ es sey hitzig und trocken im vierdten Grad/ esreinige die ^l-lanckoiiam , und werde zu Miltz-Pfla-stern gebraucht/ eS etze auch aus das faule Fleisch; mitHönig und Seiffen vermischt/ und in die Fisteln ge-than/heilet es dieselben alsobald;welchem wildesFleischin der Nasenwachst/der streuet» uttum aufdasPfla-sier vxxcr^'lin, oder ^pollniicum genannt/ und lege«6 auf/ so etzet es das gantz und gar hinweg/ und heikt

esungezweiffeltzu. Spangrün/Viricjc-risundKupf-fer-Rost/^ruZo. das beste ist/ welches grau ist/ sie ha-ben beede einerley Hitz/ Rasse und Scharffe/ erklärendie vertunckelten Augen / heilen die um sich fressendenWunden / und behalten sie ohne Geschwulst und Auf-laufen; wer mehr davon wissen will/ besehe i^niceriKrauter-Buchs sechsten Theil/ von Metall und Ertz.?ios-ris wird aus Kupffer; wannesglüendausdemersten Ofen genommen und mit Wasser abgelöschtwird/ wirfftes kleine Ertz-zürmige Körnlein von sich/die doch leichtlich zu Pulver geflossen werden. Bey

Lsrclsno üb. s.clc Lubtilit toi. 171, besihe/Wie^LruZo

gemacht wird; und bey v. Bechern/ wieSpiniuz v>.

trioliMercurius Vitrivli, Vitriolum Vencris Lrocus,

OIcum.'I'inZurA 5: l'urbitk Vcncris gemacht werden.Den Gebrauch des Kupffers wissen alle Kupffer-Schmiede. In Schweden/auch vielen andern Oi tenm Teutschland / wird noch die kupfferne Müntz ge-braucht/ und haben sich die Römer (wie ?Uni us schrei-bet) von dem 176. Iahren an / nach Erbauung der^adt Rom/ biß in das 484. das ist über zoc>. Jahr/damitbeholffen/ da haben sie erst angefangen silberneMüntz zu prägen/haben auch eher nicht/ als erst ^nno«znäilz: llrbis 546. angehebt Gold zu müntzen/ zwey-hundert Jahr weniger zwey vor ChristiGeburt.

cxvtt.

WteausEisen/Kupffer/undvom Hüttwerck/wie ausKupsser

Messmg zu machen.

Cr gelehrte Jesuit ? krsncclco l.«,», in sei-

NtM?rociromi) 6i slcune invenkioni novc prc-mcllc» sll'grtc mzcttrs, Anrio 1670 zuLrclciagedruckt/beschreibtdie Kunst/ aus Eisen Kupf-I fer zu machen/also: Nimm dünne eiserne Platten/legesie in Wasser von Vitriol zugerichtet/ biß sie gantz ro-stig werden: Dieser Rost wird/als ein rothes Pulver/davon abgeschaben / und in einen Tiegel zerlassen / sowird «in gutes Kupffer werden; drum sind auch etlichenatürliche Wasser/ welcheVitriolführen/ dieser Ei-genschafft / daß sie Eisen zu Kupffer machen: Aller-massen (spricht er ferner) ein solcher Bronn ist unfer-ne von Leiden/und ein anderer bey dem Schloß Smo-lenzky M Moscau/VVN welchem LeosZ. ^Zricolalik 5.«tc 1-jäturä fotlilium also schreibet:Aus einem ^Dchöpff-Bronnen wird diß Wasser genommen/und in dreyfachstehende Rinnen gegossen / dahinein legt manStück-lein Eisen / die darinnen zu Kupffer / und am äusserstenTheil der Rinnen von dem Wasser gantz soivjrt/ undgleichsam zu einem Letten werden/ hernach aber in demOfen geschmeltzt / verwandelt es sich alles in gutesKupffer. Herz Lazarus Ercker / weyland Käyserli-scher Obrister Bergmetster/ in seiner neu-aufgelegten

und zu Franckfurt änno ,684, gedruckten Lukterrancs koi. 2 s. auf die Frage: Ob auch aus EisenKupffer wird? antwortet also: Der Leser soll hier-auf berichtet seyn/ daßich es eine Zeitlang dafürgehal-ten habe / dieweildas Eisen in den kupfferichlen Was-sern/als im Vitriol/grünengebrauchtenWein-Stein/und dergleichen/das Kupffer niederschlägt/daß nur das

! Kupffer allem in solchen Wassern von Eisen nicderge-! schlagen/ und das Eisen an ihn selbst nicht Kupfferwerde ; so hab ich doch seithero vielgesehen / daß auchin den Vitriol. Gebürgen/in einerGruben/ die Fahrr-Hespen/ deßgleichendie Tonnen-Nägel auch ander Ei-^ senwerckdurch Länge der Zeit/ also ^cnerrirt worden/daß solche durchaus in recht guttsKupffer sich verwan-delt. Derowegen ich nunmehr dahin schliefen muß/daß ebenmässig aus Eisen Kupffer wird; dann ob sichwohl im Vitriol und andern kupfferichten Wassern/vom Eisen das Kupffer niederschlagt/ soistdoch dessel-ben so viel nicht darinnen/ als Kupffer davon wird., Wieaber das Kupffer in Messing zu verwandeln/ die-net folgmder Bericht: Hanns Braun / Bürger undDrathzicher zu Nürnberg/Hat den i. Oktober 1649 zuSteyer/ im Land ob der EnnS/nachgesetzte Verzeich-nusund beyläuffigen Überschlag gegeben/ waszu Auf-richtung eines MGngwercks/ wie es auf die Nürn»bergische Art / aufs genaueste kan angerichtet/ und be-ständig/ zu fruchtbaren hohen Nutzen/ ins Werckgefetzt werden / auch was erstlich das Werck für Un-kosten und Verlag bedarff: Erstlich kan man mit ei-nem Ofen alle Wochen machen (so durch zw-y Perso-nen gar leicht gethan wird) 6. Centner Kupffer / beyHeun von Greiffenberg in der Redner zu kau ffen / der! Centner per 26.und einen halben si.bringt 159 si darzugehören 6. Centner gute Galmey / jeder per z. fi.aufshöchste/thut 18 st Kohlen aufs höchste angeschlagen/zueinem Oftn die Wochen L. fl. Item HaffnerzelierischeTiegel pcrz.fi. dem Brenner/jamt seinem Gesellen/ die

Wochen