Druckschrift 
Th. 1 (1716)
Entstehung
Seite
113
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Erstes Buch/Land-Gut.

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tiusjN seiner Larepta, Petrus Hlbinuz,N seinerMeißni-schen Lkloriica, ^Zricoia in seiner Metall - Beschrei-bung/ kiirckerin seinem ^lunclo Sublerraneo, undandern/wohl davon zu lesen.

Das Gold wird auf unterschiedene Weift gesuchtund gesunden/ und / obwohl viele das Gold/ so ausden Flüssen geschöpfft und gewaschen wird/ für das be-ste und reineste halten/achte ich doch/ es seye auch unterdieftn ein mercklicher Unterscheid/ nachdem der Flußbey reichen Ertz - Gruben vorüber läufst / indem dasGold / das m derDonau gefunden wird/ schon höherund edler gehalten ist/ als vas/ so man aus dem Rheinbringet/wie theils glauben. Was in den Fund-Gru-ben der Bergwercke ausgehauen wird/ brauchet grosseMüheund Arbeit/auch nicht weniger Unkosten. Goldist das beständigsieund beste Metall/ verunreiniget dieHände nicht/ wird weder vom Rost noch Feuer verzeh,ret/nur reiner/und doch nicht ungewiHtiger oder leich,terdavon/vielweniger können ihm die übrigen Kiemen-ra, Erde/ Lufft und Wasser schaden. i.onicerus schrei-bet: Was an des Menschen Leibe/ durch Gold geöff-netwerde/ als mit Lassen / Schrepffen und Schnei-den/ das heile ohne Schaden/ und wachse kein faulFleisch in denfelbigen Wunden; Gold zu Pulver ge-sellet/ oder gefchaben/ stärcket das Hertz über alle Artze-myen / dienet für das Hertz-Klopssen / und läßt kei-ge faule Materie im Leib wachsen; in Wein abgelöscht/! dienet es für das Wehethun des Miltzes / auch für den! Aussatz. Was sonst die ck^mici für unterschkdllche?rocclz vom Gold/ ihre^inZuren/ ^urum potabile,Lilentismund Oleum 8oliz» ^lercurium Solarem,äurum vitL.und dergleichen/zu machen/fürgeben/kanink'arscsllo.l'rcvisano, ?r. öslilio.Llaubero nachge-sucht werden. Die Goldschlager thun im Gold nichtgeringen Schaden/und wurde einem Lande viel nutzen/wann dergleichen Mißbräuche abgeschafft und verbot«?ken würden; dann ausser dem / was etwann zur Artze-ney gebraucht wird/könnte man das übrige/ sofürdieMahler / Schreiner / und dergleichen Sachen/ gelegt! wird/ wohl entrathen / und schreibet öeloi(iu8 / daß inTeutschland/ allein/ in sechs Städten/ als Nürnberg/Augspurg/ Breßlau/ Srraßburg/Magdeburg undUlm / jährlich über 156800. Dncaten von den Gold-Schlagern zu Blättlein geschlagen werden; was ver-thun nicht die Drathzieher und Gold-Schmiede ? aberdergleichen übermachte Mißbräuche sind mehr zu be-

klagen/ akszu verbessern. Unter dem Orientalischen/Spanischen/Französischen/ Rheinischen und Ungari-schen Gold ist auch ein mercklicher Unterschied / wie dieLeute/so damit umgehen/wohl wissen/ und sich darnachrichten.

Silber ist am Werth und Adel das nächste daran/es bleibet im Feuer unversehrt / ausser / wanns zu langim Gieß - Tiegel bleibt / so geht ihm ein wenig ab/ auchgreissen es die atzende Sachen / und verwandeln es ineine blaue Färb; InMeWnsindvord'escm so reicheBergwerckegewesen/ daß man bey Regierung Her-tzog Albrechts in Sachsen / eine gantze Tafel gediegenSilber ausgehauen/ nndvon dem Fürsten darauf ge,speiset worden; Es wollen die gemeinen Rechte/ wodergleichen Bruch-Silberzuverkaussen/daß man sol-ches der Hos-Cammer/ und nicht privat-Personenverkauften solle; darum auch heutiges Tages die Teut-schen Fürsten ihnen den Silber-Kaufs rclcrviren/ da-mit die Müntz-Srädte nicht ins Abnehmen gedeyen/sondern sich dergestalt desto besser conler viren möchten.Silbergeschabtund mit Weinstein - Oelgemischt/ diebösen Räuden damit eingeschmiert / vertreibt dieselbegen; in faule Wunden gestrichen / vertreibt es das böseFleisch; Silber heilet die Wunden zusammen/daß mansie Nicht heffttN darff. (ZeorZ. ^Zricola bey Larcianc»inlibris6e8ubtilit. «!ie^letallis Iit>. 6. schreibet/ daßiNBöhmen ein Stuck Silber von 140. Pfunden/ seyaus dem Bergwerck gehoben worden/ und werde dasgediegen Silber / unter allerhand Formen / als wie!Karst/ Hammer uno Eggen/ oder dergleichen / gefun-den. So hab er auch zu Schneeberg einen Klumpen 'gediegen Silber gesehen/wie eine Manns- Status, der!ein Kind getragen. Das Silber kommt dem Gold am ;nächsten/mit der Zubtiiitär seines Wesens/mit derRei-'nigkeit und Krasse/ wiewohl das Kupffer Mit der Karb/ ?und das Bley mit dem Gewicht / dem Gold naher zu !kommen/scheinen möchte. v.Becher in seinem Warnas. -lo illulirato in ^meraioZiz toi. 2«. sagt / das Silbersey eine fruchtbare Liebhaberin und Ehegemahlin desGoldes/welches dann aufdie untere und obere Metall»Arbeit kan verstanden werden/ dieweil nach dem Goldenichts Bestandigers ist/als dasSilber/mit seinerVoll-kommenheit/zc. Wie man l.unam potabi1em, Lllen- ^tiam I.uns,und dergleichen/ machen soll/ mag der gün- ^stigeLeser bey erst-gedachtem ^utore.und andernmici» nachsuchen.

Von Zinn und Kupssek.

As Zinn wird dem Planeten/ovi zugeeignet;das aus Engeland gebracht/und das zu Schla-ckenwehrt und in Meisten gefunden wird / hältman für das beste; das Zinn ist sonst gern brüchig / da-her es auch andere Metall ungeschmeidig/ und zur Ar-beit unbequem machet / wo es nicht wieder gereinigetwird; Es grantzet gern mit dem Silber - und Eistn-Stein / und ist fast offt Silber mit dem Zinn-Ertz ver-mischet. Man kan auch (sagt carcianu») Zinn durchKunst machen: Will man es gut haben/ so nimmtman ^Psund natürliches Zinn / oder weisses Bley/

I. Th-tl.

und ein Pfund schwaches Bley/ wann man aber unter9. Pfund weissesBley/ein Pfund schwartzes vermischt/so wird es hart/ und Geschm daraus zu machen / sehrbequem: Man kan auch wohl zu 8. Theilen weissen e»nTheil schwartzes nehmen / so ist es auch wohl zu verar-beiten/nimmt man mehr/so wirds verderbt/ crelcit ciu-rities(sagt Larclanu» äe dublilit.)in ltanno,quia plum-bum niZrum cturius cvacjilot? aldum , K: sll)um minuseliobnoxium rimiz 8c fr->Zurse, ob ni^ri mollitiemsubttaatism ^ yuZ rcpletur. Wie man durch dieLk/mism, das 8a> )ovis, das Lr^ltallum )ovis»

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