Druckschrift 
Th. 1 (1716)
Entstehung
Seite
110
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chen Obrigkeit selbst gebaut und verleget/weil aber ins-gemein/indem das Ertz nicht überall reichlich erscheinet/grosser Verlag erfordert wird/t so vei künder da dieLands Obrigkeit (wie Her: VeitLudwig von Seckendorffin seinem Fürsten-Staat/pan. z. z ^ 5.sagt )durch ein offenesPatent/jederman einen-freyenSchurf-fen/ daß nemlich ein jeher Fug und Macht habe / wowolle / und gedencke / nach Äerg-Artm zugraben undzu suchen/ nur/ daß er sich vsrhero bey denen Hergmei-siern angebe/und denOrr da er einschlagen will/mütheund benahme/ihn solchen u>n eine geringe Gebühr zuzu-"» schreiben / und einengewissen Rmm/ welchen man ein-zeichnet / und gemeiniglich42. Lachter (wie seine verdatorma lZ lauten) in die Lange und 7. in die Breite/oderan flachen Orten 42. Lachter ins gevierdre -abzumassen/darinn er seine Fund Gruben anstelle/ Kübel und Seileinwerffen möge/und davon alle Quartal einen Müll)«Groschen erlege / damit man wisse / ob er solchen Ortnoch zu bauen gesonnen sey/dann solchenfalls darss ihmund seinen zu sich genommenen Gesellen/ Theilhabern/welche man Gewercken Heisset/niemand elngreiffen;mü-thet er aber nicht/ sondern erweiset sich/ zumalaufErin-nerung/saumig/oder er will/auch aufErmahnung, nicht!bauen/noch andern es verstatten/ so fallet/ aufs längstein Jahr und Tagen/ solcher Ort wiederins Freye/ undstehet einen jedwedern bevor/ denselben anderweit ihnzuschreiben zu lassen.

Weil nun inBergwercken derWünsch-RuthenGe-brauch offtermalsfürkommet;und dabey vielAberglau-ben und Hexerey mit unterlauffet/ als wollen wiröeren(ohne Beymischunq einiges Unrerhts)hiermit wenigengedencken. Die Wunsch-Ruthe schneidet man von ei-ner Hasel-Staude/die zwißlecht/und von zweyEpros-'s».n oder Zincken ist/welche aufrecht und gerade übersich

stehen^lufden Bergen sollen diese Stauben stehen/wo

es Ertz kat/ecwan drey Tag nach dein Neu Mond/ imSeptember oder Frühling/ und sind die am besten/ dieman von Hasel-Stauden schneidet/ so selbst auf denErtz-Gruben wachsen. Man »nacht es auch auf eineandere Weise: Wann man einen Ast von einer HasekStaudenzertheilet/ gleich halbirt / und die zwey Theilaneinander halt / so schlägt alsdann die Ruthe/ undwendet sich in der Hand/ sobald man eine Ertz-Ader be-tritt/ wie Her: (Zco^Z. ^Zricola cierc^ietsllics befu-get. Es hat aber doch diese Sache (nach Herm Hars-dörffersMeyNUNg/ in Ocliciis ^latkematicis 8ciciz z. parl.s.qusli. IS.) eine natürliche Ursach/,indem das Ertz noch uMer der Erden einen Dampffvonsich gibt / welcher die Kräuter und Bäume auf vielWeise verändert / daß man auch daher von dem Perg-werck eine Vermuthung nimmt / wann die Blätter anden Bäumen im Frühling blaulicht scheinen/ oder sonstmancherley Farben haben/und verderbe auch derBäu-,me Wurtzeln von besagter Aufdampfsimg. ES mel-det ?araccitus, daß ein jeder Baum einem besondern

> Metall verwandt/ und jedes mW mit einer sonderbar

! ren Rüchen gesuchet werden. Mit der Hasel - Stau-den solle das Silber eine Vergleichung haben/ wiederEschen-Baum mir dem Kupffer/ und die Tannen mitdem Bley. Alles Nadel^HolH soll mit den Metallenin Verwandtschaft! seyn / dadurch erst besagteWünsch - Rüchen eine Magnetische Krasst haben underlangen / welche sie zu ihrem Metall neiget und zie,het. Die Bergleute (spricht Her: Harödörffer an ob,gedachtem Ort ferner) gebrauchen ficd in dem Berg^werck der Wunsch-Ruthen also- Sie nehmen eincn

I Stab von denvSymparhetischen Holtz / mitdcmver,

> muthenMetall/ schneiden ibnwie eine Magnet-Na-