Erstes BuH/Land -Gut.
ser genug Saltz an sich gezogen hat / wird das hineinge-legte Stein-Saltz weiter nicht zergehen / sondern gcmtzverbleiben^ Also nun / wann die Sultz ihr Rechr hat/wird solche übe: die höchsten Berge / durch die Saltz
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sernKausshat/ als,c>KüeffelimLand unterhalb derEnns/ das man sonsten für eine»! Stock Saltz rechnenwill.
WegendesSaltz Bergwerkes-uIschchist zu wer-
den Saltz Pfannen / die nehmen nicht mehr Saltz ansich/als ihnen vonnöthen thut: und ist seltzam daß nahedabcy/an einem kühlen Ort/wo die Saltz Arbeiter fri-sches Wasser zu ihrer Noibdurfft holen / das Saltz sichzrriich anlegt/ und daselbst allerley vie; cckicl'te/ Chry-stallen klare Figuren herweiset/ se von denen/ aus derhcissen Pfannen aufsteigenden/ und von der kühlenLufftco^^uinten Saltz D-msten herrühren. Daselbsten fin.i)et man auch allerley weisses Confect-förmiges Saltz/daß sie von dem zuckernen Confect (ausser des Ge-schmacks) nicht zu unterscheiden sind.
Wann nun das fertig ist / wird es anfänglichzu Fudern gemacht / so im Land ob der Enns seine An»Ehrung hat. Zweytens / kommen heraus die grossenKueffen/die ihren Abgang im Königreich Böbmen finoen. Drittens/die kleinen Küffel/ welche in Unter-Oe-sterreich/ Ungarn / Mahren und Schlesien verführetwerden. Und dieser Unterschied der Formen/ ist darumintrociucirt worden damit jedes Land sein eigenes habe/und woferne ein Saltz eines andern Forms / als in sel-ben Ort gewöhnlich/ durch die Uberreuter betteltenwird/das conklcirtman und nimmts/alseine ontsadancj hinweg / weilder Preist in diesen Landen ungleichist. Und da nur aus dem Land od der Enns in Unter-Oesterreich / ein Saltz zu führen / sollte p.Hrr werden/würde sich ein jeder in Unter - Oesterreich aufs höchstebemühen/darum zu bewerben/ und würden daseist dieKüessel dadurch verschlagen werden/in Bedencken/ einStock oder beschlagenes Fuder in Ober - Oesterreich/dew Wexlh nach/wenigj't um eine« Reichs-Thaler/bes-
Berg nicht zu sehen ist / in der Güle jedoch übn rnfft esdas Hallstadtische/ gleichwohl aber ist grosser Nutz da-bey/daß/wann unterweilen dieSultzen/so nacherAschelund Ebensee laussen/nicht ihr genugsanresR.chl habcn/so können sie dsdurch vergütet werden; und wannZeiten die Saltz Gträtne/vonHaliscadt nacherJschel/einen Mangel bekommen/ so kan man das Pfannwerrkdurch dieIschel -Bergwerck versehen / da sonsten dasSiedwerct in ein gefahrliches Feyern gerathen müste.
Vor allen Dingen aber/ muß man zum meisten dasWald - Wesen beobachten / damit recht nach GebührundWaldmännischdas Hoitzgehauet/ undgebrichdamit umgegangen werde; weil sich die ?uiierirgkbeydieser Saltz Cammernichts mehr / als des Holtzes Ab-gang/zu besorgen hat dahero mir der Holtz Fällung >aden Waldern / alles in grosser Beobachtung zu haltenist. Die Nutzung davon wird (über Abzug der ^>räi -nail-Besoidung/ Int-i-eilen und dergleichen Lxsicnsenund Ausgaben) gleichwohl deylauffig aus lOoovsReichs-Thaler Überschuß berechnet / 'bleckt a!so dasSaltz-Wesen/nachdem Welschen Eprüchwort:f OZiio.fcrro c^IeKcsle.
Ein vornehmes Fürstliches Einkommen / davon Mis-senschafft zuhaben/einem Haus-Vatter/vielerley Ursa-chen halber / nicht übel anstehet. Diß ist theils aus?. ^tksnalii tvirckeri ubtsrrsnco,theils aber
aus anderwärts erfahrnen i<e!.,u»nen LMiehnet/Md allhier einverleibt wor-den/
Von Bergwerckenund von derWünsch-Nuth.
^ OTTHak die Erde nicht allein von aussen / mitAHerfurbringung allerleyFrüchren gesegnet/son--^dern auch die unwegsame Felsen / grausameKlippen / ungeheure Gebürge/ die den Menschen nichtalleinunnütz-sondern auch verhinderlich erftbeinen/inn-wendig mit allerley Metallen/Steinen undMineralienbereichert;und wiewol viel der Meynung sind dieBerg-werck-Arbeit sey eine kostbare/ waguche/ungewisse undgefährliche Mühewaltung/ die von wenigen verstandenund mit Vortheil gebraucht wird weil es ein unbestän-dig und sorgliches Ding ist/ wo unfehlbare grosse Aus-gaben/ zweiffelhasste Einnahm und gewisser Verlust zuerwarren/ohne/daß denBerg Knappen/durch gifflige/unterindische/ ungesunde undtödtliche Damrffe/ auchdurchNiederfallung und Einbrechung der Gruben undFahrten/grosse Gefabr/und dergleichen unzähliche/ wi-derwärtige Begegniss'n mehr zu furchten / so ist doch, auch hingegen wahr/daß wo das Land ohne diß felsicht/j bergicht und mitE-tz verschen/ unzehlbare Exempel de-ren sind/die durch das Bergwerck sich bald und wol be-
reichert haben/daher sie auch an dergleichen beschaffenenOtten/mic Lust und grossen Vortheil getrieben werden/wie das Meißiiische/Tyro'ische/SaltzburgischeUngari-! sche Geburg bezeuget. Und ob wohl Oesterreich anGold und Silber-Gruben Mangel hat / so finden sich, doch in denGebürgen/zwischenOesterreichundSteyer/^ grosse Eisen-Stahl 'Und Kupffer-Bergwercke/die man! mit gutem Nutzen bauet und fortsetzet; die Gebürge/dienichtgar zujäheundzu spitzig smd/fondern welche sanff-tiglich abhängen/ und viel Sonnehaben/ werden ammeisten geachtet.
Esistaber hierzuwissen/ daßzwar diese Natur,Ga-den dem Besitzer oder Eigenthümern des GrundeS/da-^ rinn sie wachsen/sollen frey-eigen zustehen/so ist es doch/schon vor uralten Zeiten/ zu einem Lands - Fürstlichengemacht worden; also/ daß man von jedem derhohen Obrigkeit / (nachdem der Landes-Brauch unddie Berg-Ordnungen eingerichtet sind) etwas Be-nanntes und Gewisses geben muß. An etlichen Ortenwerden zwar die Bergwercke von der Lands-Fürstli«
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