Druckschrift 
Th. 1 (1716)
Entstehung
Seite
108
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Des Meilchei! ^anbutld Heio-^ ebens

diePfannen leichriich leitenkau/ mdieseui HäuftHater4starcke eiserne Pfannen / deren eine 48 Werck-Schuhc lang / ^4 breit / und z Werck-Schuhe tief ist/wird jede mu allen Unkosten / biß sie gemacht wird / aufzoOofl.angeschlagen/undmag emeohngefehr 10 Jahrgebraucht werden / doch muß man sie stets mit FUckenund Ausbessern erhalten: <ine Pfanne vonden vieren/läßt man allwegesieben Tage ruhen/ und siedet nur mden dreyen / und um «L?t. Aacobi Fest / lasset man allePfannen? Wochen feyern. Es werden zu diesemWerck täglich aufdie tausend Personen gebraucht/undsollen gleichwol jährlich/ über alle Unkosten 250000Gulden Überschuß und Nutzen tragen.

Zu Reichen-Hall/emer Stadt in Obcr-Bayern/ soin dieMünchingischeRegierung gehöret/nicht weit vonBerchtsldsgaden/an der Sala/so in die Saitza rinnet/wird auch das Saltz theils gemacht / so von Natur ausder Erden quillet/und wächset oder gegraben wird/ undist allda ein Saltz - Bronnen / - in welchem das Saltz-Wasser von dem süssen Wasser abgesondert/ in küpsser-ne Häfen gethan und ausgekocht wird / bringt grossenNutzen und Zoll em/ und gehet von dannen ein Saltz-Weg/ bi'»j an die Jfer/von daselbst man in Francken/Schwaben/Graubundten/Schweitzerland/und biß anden Rhein/das Saltz verführet.

Zu Schwäbischen Hall/einer wohlerbanten Reichs-Stadt am Kocher/sind r 1 - -Saliz PsannenzdieSaltz.Quell / oder der Bronnen / wird Sulageneuner/ wieLiuliuz in (bsonico 8vev-.T bezeuget.

Von dem Polnischen Stein'Saltz ist dieses »er.wunderlich/ daß solches in der Einers lind und leich: ist/doch eine Klass.,,die darinnen einePerson bewegen mag/heraussenaber in der Lusst augenblicklich so hart undschwer wird / daß es 4. Ochsen kaum reg?n und führen

können / wie Hen O, Johann Georg Greise!/ bey den

H!ilcci!. Luriolorum^lmi z. Observ-inonc 78. circz

i bezeuget. Ein anderer Hu kor schreibt/ daß die-jenigen so dasStein-Saltz unter derErden auöhauen/dieAugen wohl müssen verwahrm/daß ihnen keinSaltzhinein sprütze,- und was in dem Schacht oder Berg-^ werck von zweyen Männern könne regiert und fortge,' tragen werden / je höher es am Herausziehen komme/! und die Lusst emxfinde/je schwerer es werde/ja/wann esetliche Stundeinn freyer Lusst liege/ brauche man 10oder Mann darzu/ was ihrer 2 unter der Erden ha-ben regieren können / und diesesWird von dem Ungarinschen Stein - Saltz geschrieben/ welches/dieser Eigen-schafft halber/mit dem Polnischen übereinkomnrt.

Zu Saiins.in der ^rancbe evmte,ist auch em sehr vor^nehmesSaltz-Weftn/ darmnaus dem Saltz-Wasser/ ein gar weisses Saltz gesotten wird; hat fürnemlich? Gruben/darinn das Saltz-Wasser herfurquillet: Esist auch das Gebäue/ so man zranä !>auincnc nennet/in welchem das Saltz gesottmwird/ prächtig undrechtKöniglich aufgeführete Es hat zwar m diesem Landenoch andere Saltz - Wasser/ aiszuQrvnrfon. Monrvorstund I.0NZ le Saubnicr, man gebrauchet sich abe>derselben nicht/aus Mangel des Holtzeö.

Die Holländer und Seeländer/ wissen einen absonderlichen Kunst Griff/dem schwartzen Saltz/so ausHi-spanien und LrctZZic zu ihnen gebracht wird/eine schi).ne weisse Färb zu wegen zu bringen/ diß machen sie alwSie giessen Meer-Wasser darauf/ und machen aus e>>nem Centner Saltz/ dassoschwartz und unsauber ist/16s Pfund überaus schönes / reines und weisses Saltz

das verhandeln sie in Dennemar<k / Engeland/und andere Länder.

dXI.

Von dem Oesterreichischen Saltz Msm.

AsSaltz-Wesm soll Km)ser^>Kerti l. Gemah-lin/Frau Elisabeth/ GrafMeinharden vonTy«'rolundGörtz/Tochter/auch Hertzogen (^ons«c»iinKärndten/Schwester/eineanVernunfftundWeiß-heit vonGOtt hochbegabte Frau/zu Hall in Ober-Oe-sterreich/ unferne Gmünden/ erfunden haben/ wie siedann alle Closter im Lande mit Saltz versehen har /^GOtl damit ihre Danckbarkcit abzustatten.

Dieses Saltz - Wesen in Oesterreich nun/ ist einesvon den vornehmsten Kleinodien de>. Lands-FürstlichmCammer / darzu sind unterschiedliche Land-Städte indenKayserlicbenErb-Landern/ als inUnter-Oester-reich >Corn-Neuburg/Stam/ Tulln/ Trayß-Mauer/Hollabrun/Kloster-Nsuburg; JnMähren/Vrünn/Jglau/ Znaym/ Olmütz/ Neustatt/ Hollitschau/ Ro«ckowltz und Nicklspurg. Der Ursprung des Saltzesist (wie gesagt) im Land ob der Enns/ dasind nicht weitvonJschel/Hallstaltund Trarmkirchen/ hocherhabeneG^'burge/in deren Schoosund Busem stehende See zufinden/so wohl von allerhand mineralischen Ertz-Was-sern/ als auch mit Saltz-Bergwerck bereichert: diesewerden in süsse Wasser gebracht/ und in Sultzen ge-macht / hernach aus dem Berge(welchen sie den Hall-Berg nennen) auf4 Teutsche Meilen/ durch gewisse

()znAie8,deren^wie?. ^tkan»s. Ki1-ck1crllspzx.224.inlVIunrlc) lubrcrr^nLo Nleldet) 240OO sind/jedwedere 10Werck-Schulx lang/ bißin die Saltz PfannennachHallstadt gekitet werden. Die erst gedachte Pfanne istOval-förmig/ zo Schritt breit / 60 lang / und andert-halb Schuh tief. In diesen Hallstädtischen Gebür-gen/ wird Saltz von zweyerley Artgefunden/ das ersteist (wie ?. kcirenc^meldet) hart/rein und hell/ wie schö-nes Crystak/und ist das rechte Zsl Zsm m T, welches vondemnatürlichen Feuer/ zu vollkommener Zeitigung ge?bracht/und also fixwird/daß von 6 Untzen/ wann sie ge-schmolzen durchfiltrirl worden/ mehr nicht/ als etwaneine halbe Untze abgehet / die in den Instrumenten kan»gen bleibet / und also wenig davon verlohren gehet;das andere Saltz ist von unterschiedlichen Farber, / istrothv dann Viol-Färb unddunckel/ weiles aberzä-he ist / wie ein Vogel - Leim / und nach Schwefel rie-chet / wird es also gelassen. Die Arbeiter an Saltz,Bergwerck/baben in Acht genommen/daß/ nach Ver-fiiesvng gewisser Jahr / die Saltz - Gruben sich vonneuem wieder anfüllen. Wann sie nun ein grossesStuck Stein - Saltz in das süsse Wasser werssen / sowird dasselbe dennoch nichtmehr ansich ziehen / als zurSaltz-Pfannen vonnothen ist; daher/wann das Was-