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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
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Dritten TlMö Sechstes Buch.

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Eben dahin hat man auch zusehen / wann manWein-Fechser legen / und so sie erwachsen / schneidenwill/:c. Das Legen muß geschehen/ wann der Mondim N iis. H gehet/und ^ K oder^k sich ereigner.Und soviel von der obt-r viüon der Himmlischen Zei-chen / oder von der <LonAciialion , so obgedachrerFücstl.Llist-Gartner bemerket.

9. Diesem ^ulüri aber und anderen insgesamtwidersprechen die neuere und scharffsinnigere^Nroio-x>. Der weitberühmte sogenannte ^!stopk>!uz vonUranien schriebe vor einigen Jahren an einem gleich-falls berühmten Mann von dieser Sache also:

Es thaten der Sonnen und des Monds Bewe-gung» und derselben herabschiessende Strahlen sehrviel zu glücklicher. Fortbringung Und Auferziehungder Baume und Pflantzen ; Jtem/^zur Jmpffungoder Verpflantzunq/ welches auch insgemein bekandtseye; Der andern Gestirne aber / sie ftyen gleich be-weglich oder unbeweglich/Macht und Krassr entwe-der etwas zu verstarcken/oder zü vermindern und zu

zernichten/oder auch imgeungsten etwas nutzlicheszu verrichten und zu verändern / seye über die MassenzweiffcliMtig / ja wann auch etwas seye/das sie ver-mögen/seye es entweder von'wegen der Menge der-selben/oder von wegen ihrer Strahlen-v-lt-mh unddahero beka'ndter Schwachheit/zu wiPn'und.zU ob-serviren umnögllch ; Äbsondernch well man Regelnder äü'roiosoruir!iin < vnlrönum habe/habe aber vör-gedachte Würckung keine Ocinvnüialion oder Be-weis von genügsamen Lxpciimcntiz, sondern eiltiAund allein eineblose aus Heidlnschen Aber-

glavben gegründet- Endlichen ^0 seyen die Zeichendes ^>hier - Kraysts im Ca.ender nichts anders als, willkührliche Ersin'nUngen der Aienschen / welche ih-ren Nutzen wie ändere ^ltr^nomicT,m Rechnung des Himmels- Lausss aber keine andereKrafft/zu geschweige« eine solche / veränderlichejemals gehabt haben. Abvr genug vondieser Materie,

exr. X.

Von denen sogenannten Miister-Baumlein und Mnster-Ord-

nung deö Blumenwerckö.

Je O?uster-Baumlein sind die »enige/ welcheentweder in das Mittel-Punct / oder in dieEcken der Muster / oder auch an die Gängem gewisser vilUnh gesetzet/ theils auch derselben ummehrersZierarhs Willen/uNter der Schere gehalten/und in gewisse Figuren / durch Beschneiden gebrachtwerden. Die Frantzosen heissen sie duiilons. Büscheoder S trauche / und schicken sich hie zu am besten dergrosse Burbaum/Wacholder / Baum des Lebens/Sevenbaum / RoseNstrauche / Rößmarin/ Cypressen-kraut/Saibey-StaudeN/Post oder wilder Roßma-rin : ja auch einige Arten Obst-Baume. Die gantzfremden Muster-Blumen traget man mit samt ihrenGesassen hin/und stellet sie in die Muster an bequemeOrt/ da sie wo! ins Gesicht kommen: Als CypressenBaumlein/Laurus/Laurus Bnus/Jasmin/Oeibaum/Citronen/Pomerantzen/Granaten/Myrten /Terbin-tbin/Pistaeien/ Mastix-Baum / Chermes-Baunl/SpanischeGeniste und dergleichen mehr-

2. Durch die Muster-Ordnung desBlum-Wercks/(sagt Elscholtz im andern Buch seines Blumen-Gar-tens c. 2. lil. 2.) verstehe ich eme schicklicheAustheilungdessen/was in deiNBlumen-Gazten gesaetund gepflan-tzer werdeil soü'/Krafft welcher ein jedesGewächs solcheStelle überkomme/damit in folgender Blüh darausdemGesicht eine angenehme Vermischung/und lieblicheAugenweide entstehe. DeroweM anfanglich hüteteuch / daß die Besaung und PflantzuNg nicht zu dichte/sondern so beschehe/ daß kein Gewächs das ander hin-dere / auch ein jedes vor deM andern volikömmlichgesehen werden könne. Darnach stellet eure Einthei-lung also an / daß daraus eine gewisse Harmonie er-scheine. Zum Exempel/wa m ihr an ein Haupt-Eck/einen Pöonien - ^ rock pflanhet / das eben dergleichen

auch an die andern Haupt - Ecken desselben Mustersgesetzet werden: Wenn in die Mitten eines Beetleinsaus dieser Seite eine Kayfer-Cron stehet/daß auf demGegen-Beerlem Verändern Seite dergleichen ge-schehe/ und so fort an eines auf das andere accor-ä>re.

Ferner ist bey vieliu iiN Gebranch/ daß jedem Beet-lein nicht mehr als eine gewisse Art Blumen anver-trauet werde/ üls: diesem eitel Tülipen/jenem eitel Li-lien/döm dritten eitel Narcissen/und so weiter : welcheEimheilung denn sehr löblich / auch den Allgen ange-nehm/so lang die Bluth derselben Blumen dauret:Wann aber sothane vorbey / so stehen die Beetleingantz bloß und kahl / welches den Garten sehr verun-ziehret. Dahero andere bewogen worden/ das Zwie-belwerck an die Ecken und zu nächst an die Bordirungder Beete zu bringen: den Mittel-Platz aber lassen siedenen zaßrichten Gewachsen besonders/ damit si ihnenmit der Niessung/ohne Schaden der ändern/zu Oüls-fe kommen können. Aus solche Weise / wann jene ver-blühet / so kommen diese hernach / und behalten, alsodie Beete allzeit eine Bekleidung.

Petrus Lcluremberg/im s.c. seines Buchs vomGarren- Bau / schlaget diese Musterung vor: Aufeine Zeit mit Zwiebel-Gewachsen allbereir belegte Par-terre/pflantzet er hin und her Roßmarin-oder Cy-pressen-uNdNegelein-Stöcke durcheinander: Zwischendieselben aber streuet er über die Hantze Parterre aller-ley bunten gefüllten Mohn- Saamen. Hierauf er-scheinen erstlich die Zwiebel-Blumen/ also daß allesmitTulipen/Narcissen/HyacintheN und dergleichen be-decket. ,

Wann solche flüchtige Zier verschwunden / so wirddie grüne Gestalt des Roßmarins scheinbar/und tape-

zieret