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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
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DcS Adellchen Land-und Fcld-LcbcnS

zieret das Erdreich so lang/biß bald dsraufdie Mahn-Blumen ihre scheckigre Liveray darstellen.

Endlich/ nach dem diese Veränderung auch fürüber/

so zeiget sich die Bekleidung der vollen Negetein/undbchält also eme solche Parterre stets ein geputztesAngesicht.

X!.

Von denen ins Winter-Hans zu bringen gehörigen Gewächsen/

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On der ^cacig, welche der ftel. Herr vonHochberg zum ersten unter denen Gewäch-sen/ die ins Winter-Haus gehörig / nahm-hasst machet / führet Herr Henrich Heß / Churfürstl.Mayntzischer Garten Vorsteher im Ersten Theil sei-ner neuen Garten-Lust pag. 104 folgend« Worte:Ich muß auchder^cacise^nciic^.so bey unsnoch garselten ist/ mit etwas gedencken. Die Blumen hen-cken an subtilen Srängeln/fast wie die Kirschen / sind^weiß/und haben einen gar lieblichen/ dem /«sminottisp^nico nicht gar ungleichen Geruch; Dieses Ge-wächs wird anfänglich durch den saamen / welcheraus Jtauen zu uns bracht wird/ gezeiget : Weil er aberlangein der Erden bleiber / ehe er aufgehet / muß manselben in laues Waffer/mit ein wenig Brandrwein/oder im Wasser/ worinnen Sauerteig zerlassen/einenTag einweichen; um denselben / wann er etwann alt/wieder in etwas zu erfrischen.

Das Erdreich bestehet aus guter/ etwas lettichter/feuchter Erde/ welche aus einem morastigen Graben/und die mit Holtz- oder Sagespan-Ei de / wie auch et-was Bach-Sand untermenget, solches thut manin dieTöpffe oder Scherben/ undpsieget den Saamenim Frühling / im halben April / in einem irrdischenZeichen/darein zu saen/und sie in ein Mistbeete/demMist gleichzustellen/ undfieissig zubegiessen/ auch vorden Nachr- Frösten zu bedecken; Im Tage kan mandie Glas-Fenster darüber legen / damit die Sonnedurch ihre strahlen/ den Saamen desto besser kanherausziehen; In 5. oder 6. Wochen psiegen siegemeiniglich aufzugehen: Solche junge gas zu zartePflantzlein muß man vor den Reissen und rauhen -Winden/so wohl bey Tag als Nacht fleissig bedecken/biß es recht warm wird/ und die jungen Mantzen et-was erstarrtet sind; Wann sie denn etwan ein Fin-gerlang gewachsen / so kan man sie imAugusto im zu-nehmenden Licht/'in einem lüssrigen Zeichen ausneh-men/und in vorige Erde in andere Geschirr verpfian-tzen/sie fleissig begiesseii / und an einem schatticktenOrt etwann 14. Tage stellen/ damit sie vor der gros-sen Sonnen-Hitze sich desto besser können wieder er- iquicken / und einwurtzeln.

Man kan sie auch wohl gar in ihren Geschirrenbiß in künfftiges Jahr stehen lassen / alsdann werdensie desto starcker un Versetzen.

2. Weil dieses Bäumlem oder Gewächse über die!Massen zart ist / will es im Sommer vor dem Nord-und Ost-Wind wohl verwahret werden / an einemSonnen-reichen Ort gegen Mittag stehen/und fleissigmit dem Wasser/wiebey den Jasminen gedacht/auchofft/wann es nöthig/ im Mittag begossen werden/

weil es die Hitzenichtwohl vertragen kan. So mußman auch solches um Bartholomäi / gleich arts demGarten unters Obdach bringen/und im Winter beyden vorgedachten Jasminen/in einem lüsstigeü war,men Gemach wohl verwahren/ wenig nur zurNoth-durffr mit vorKdachtem Waster begiessen/ und alle-mal dahin sehen / daß man dem Stamm / wie auchden Zweigen mit dem Wasser nicht zu nahe kommt;Dann dadurch wird verursacht/daß die Bäume offtan der Rinde zu dorren anfangen/ und dieselben auf-sprenget/ weil sie im Winter / ohne Unterscheid vondenen unverständigen Gärtnern mit kalten Brun-nen-Wasser überschüttet werden: Also/ daß solchezar-te Baumiein nothwendig verderben müssen.Und wirdofft manches rares und schönes kostbares Bäumlein/an dem viel Jahr mit grosser Mühe/ ehe man es soweit gebracht/gezogen worden/ auf einmal zu Grun-de gerichtet.

z. Eben dieser Hutor hat p. iit. sich von diesemGewächse nach ferner also hören lassen: Die äcacis^Zvptisca > wird auch durch die Brüt bey derWur«tzel fortgepflanzt/ und ist wohl werth/daß man sie ineinem Lust Garten/ und sonderlich vor die Lust-Hau-ser oder Fürstliche Gemächer/wegen desallerschönstenLaubes undvortrefflichenGeruchsder Blumen/pflan-tzet/ wird em Baum ziemlicher Höhe und Grösse.Wann er in einem guten/sandigten / etwas feuchtenErdreich stehet/ laufft ziemlich weit aus/daß offtmalsdie Wurtzel sich auf i s.Schuhe breit erstrecket / unddadurch junge ausschiessen / dann sie auch gar leichtkan vermehret werden/welches gemeiniglich imFrüh-ling / im Wachsen des Lichts / geschehen muß.

Dieser Baum ist noch nicht viel über zo.Jahr inTeutschland bekandt/ ich habe den aller ersten in Hol-land in eines Kaussmanns - Garten vor Amsterdamgesehen/ welcher noch in einem runden Kübel / als einrares Gewächs / gepflanlzet war; Nachgehende saheich dergleick>en in Franckfurt am Mayn / bey demSchwedischenResidenteN in eines?->lncii Garten/dener demselben abgezinset hatte/welchen er aus Franck-reich bekommen/er war ebenfalls in einem Kasten ge)pflanket / und von denen / sind/ meines Wissens / sieerstlich in diesen Landen ausgebreitet worden/daß siefast in allen Fürstlichen und andern vornehmer Her-ren Gärten anzutreffen sind ; Weil man aber esprobiret/ daß sie im Winter/ ohne allen Schaden/imGarten kömien gut bleiben / und sich darinnen ver-mehren / hat man sie in das freye Erdreich gesetzet/darinnen sie nun auch zu grossen Bäumen wachsen.Ihr Laub vergleichet sich fast dem Eschen-Laub/ist abetviel zierlicher und anmuthiger.