Imchall der Kapitel des Sechsten Buchs
46?!
dem Schöpff-BrunneneinPumpen-Werckmachet/und das Wasser hych hinauf treibet / und hernachdurch Canql in einige davon entfernte Wasser-Trögelauffen lässet; Da dann durch solche Bewegung dierauhe Felsen-Wasser fich mercklich mildern.
Oder aber in gewisse Wasser - Geschirr bey Zeitschöpsset/ und etwas weniges von Milch -Kälber-oderSchweins-Blut darein vermenget/und also re.npcrj.
ret. Wo aber dieses letztere geschieht/ muß man zu derZeit/ wann es meelrhauet / oder in dem Sonnenscheinregnet / die Geschirerwas zudecken/ oder/ so es ver-gessen worden / die Wasser zu oberst abfaumen / ehedie Gewächse damit begossen werden/dann sonstenman übel arger machet/ und gar leichtlich /sonderlich dieNegelein meelthauichtmachen kan.
IX.
Von der wsuen-, desGestirns/undwasdavon bey Säung/PflM-
und Vcrpflantzung zuhalten.
^AnnwirvonderW'irckung der Gestirne dieH.Schriffr aufschlagen/so finden wir zwar/so viel unser Vorhaben belanget/ in derselbennichts eigentliches hievon; Dann so spricht derallwei-seSchöpsser und Regierer des himmlischen Heerslies. I.v 14 Is.s-c. von den Lichtem des Himmels:Es werden Liechter an der Veste des Himmels/ daßsie scheinen auf Erden. Und es geschach also : UndGOtt machte zwey grosse Lichter: Ein grosses Licht/das den Tag regiere/ und ein kleines Licht / das dieNacht regiere: darzu auch Sterne: Und GOtt setz-te sie an dieVeste desHimmels/daß sie scheinen aufdie Erden/ und die Nacht regierten / und scheidetenLichr und Finstrrnüß.
Woraus danndieWürckung der Lichter des Him-mels/worzu sie von GOtt erschaffen/ klarlich abzu-nehmen ; Und zwar erstlich sollen solche Lichter Tagund Nacht voneinander unterscheiden/ das ist : DieSonne soll mit ihrenStrahlen denTag crleuchten/iderMond aber und die andere Sterne die finsterneNacht in etwas erhellen; Dahero sehen wir/ daßmir dem Aufgang der Sonnen der Tag anbreche/ undmit derselben Untergang wieder aufhöre / und dannder Mond mir seinenSternen gleichsam aufdicNacht-wacht ziehe.
2. Fürs ander / sollen solche Lichter Zeiten geben /Nicht allein den Tag/ sondern auch dasJahr abtheilen/und in dem Frühling/ Sommer/ Herbstund Winterverandern. Diese Veränderung aber kommt daher /weil der Allein weise Schöpffer derselben die Sonnealso angeordnet/ daß sie in ihrem Circkel stets auf undabsteigen / und die Lusst einmahl mehr als das anderemahlerwarmen/ undt-mxenrensolle / nachdeme sieuns nahe oder ferne ist.
Damit aber der Sonnen-Lauff desto besser kan ver-standen werden/ haben die Mehrverständige/ denMin«berverstandigen zu besten / denselben in 12. Theile pfle-gen zutheilen/ und ihnen gewisse Zeichen zu geben / wel-che die 12. Himmlische Zeichen in unsern Calen-dem benennen. Davon drey die Frühlings-Zeichen/als: v/Widder, n/Stier, n/Zwilling. Dreydie Sonnen-Zeichen/als: sZ/Krebs. K/Löw. nz./Jungfrau. Drey dieHerbst-Zeichen/als: -^/Waag.Nt/Scorpion. L/Schütz.Drey die Winter-Zeichen/als: I>/ Steinbock / X / Fisch. 2«- / Wasserman
genennet werden. Wann die Sonne mm in demMertzen in den Widder gehet/ fanget sie den Frühe-ling an / wann sie in dem Brachmonat in den Krebsgehet / hebt sie den Sommer an. Wann sie in demHerbstmonat in die Waag gehet / fangt sie denHerbstan/und endlichen/ so sie im ChristmoNarin denStein-bock tritt/ hebet siedenWinter an.Anderer Sachen/so wegen der Zeit/als nemlichen der Lange oder Kmtzeder Tag und Nackte :c. welche auch von der ungleichenVerharrung der Sonnen in unsern Landen Herkomet/für dißmahl zu geschweige».
z. Drittens/ sollen solche Lichter Tag nndIahr ma-chen zu unterscheiden; Dahero wir nach demobbe-merckten Lauff der Sonnen durch den ^ociiacum, dasJahr/ und nach dem Mond/die Monath/nehmen.Damit man nicht allein in Beschreibung der Geschich- >te desto besser fortkommen/sondern auch in dem ge-meinen Leben desto richtiger alles verrichten und an-stellenkönne.
4. Vierdtens / so sollen mehr besagte HimmlischeLiechter auch leuchten / und der Mond und dieSternedes Nachts / die liebe Sonne aber/ den Tag über/ ihrAmt verrichten/ ohne welcherVerrichtung wir sonstenals die jenige/ die des Lichts ihrer Augen beraubt sind /oder wie die Egyptier/ dazu Zeiten Mosis drey Taglang ein Finsternuß über gantz Egyptenland gewesen /in düster erFinsternuß auf Erden müsten hocken. Esist aber dieser himmlischen Lichter Beleuchtung sehrverwunderlich / dann anderer Lichter Leuchte oderGlantz oldentlich in die Höhe gehet/aber derGlantzdieser hell-suncklenden Sternen muß aufGOltes Ge-heiß/ dem Menschen zu gut untersich gehen.
f. Sollen sie das Erdreich und alles / was es insich und auf sich heeget/und traget/auch erwärmen/welches dann nicht geschehen könnte/ wann ihre Leuch-te/wie anderer Lichter ( dann ,hre Wärme ist vonder Macht des Lichts) über sich siammete. Daßaber sonderlich die Sonne (dann die andern Sternehaben entweder / wegen Ermangelung des Lichts/oder wegen der Ferne von dem Erdboden solche Krafftnicht) alles erwarme/ siehet man augenscheinlich anden Gewächsen / welche/ wann sie offtermalen durchkalte Reifte gantz geschwachet und gleichsam^rkaltetdami-derliegcn / durch den Aufgang der Sonnenund deroselben Beleuchtung über.dem Erdboden/
Qq q Z
gM