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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
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De6 Adelichen Land-vndFeld-Lebenö

eher eine schwache leichte Erde zu seyn scheinet / alsdaß man noch Stroh daranverspübrensollte: Wirdauch kumiermenu,odcrkientcmenue,kurtzerMiji /genennt.

I'uiipc parsnzonnee» eine Tulipe/ die alle Jahrwider schön gesprengt/ und bundfärbig hervor kom-met.

Voiles. Sehet Ltcncjzrcls.

iix.

Bonder Kunst Wasser zu suchen/wie man die Beständigkeit und

Warheit der Quelle möge erkennen/und wie man / wann man allzuhart Wa sserin einem Garten hat/ damit verfahren solle / daß eö zu der Begtessung

der Gewächse diene.

N dem unser seeliger ^utor der Fontainen undZWasser - Künsten luKci?r>te Meldung thut /^können wir nicht vorbey/ weil viele Gärten ge--sundenwerden/ welche weder mit Schöpffbrunnen /noch springendem Wasserversehen / hier eine Frageanzustellen / wie/ und auf was Weise man in einemGarten alsdann) Wasser zu einem Brunnen suchenkönne / wann selbiger zuvor gar nicht wäre damit ver-sehen noch jemahls begäbet worden? Die Art undWeise zu erkennen / ob ein Erdreich Wasser habe /thun etliche also: Sie graben eine Gruben / die einerEllen weit/und dreyer Ellen tieffist/ und legen in die-selbe Gruben einen Schwammen/aus drey Stundengegen dem Mittag / und decken ihn wol zu / wird derSchwamm naß / so ist Wasser da / bleibt er aber tro-cken/ so ist keines da.

Die beste Kunst aber Wasser zu suchen ist diese:Mache eine Gruben an einem Orth deines Garten/wo du siehest / daß viel Graß / Klee oder Wegerichaufwächst / die etwann anderthalb Ellen tieff / undetwann drey Vierrel.Ellen breit scye/ darnach nimmein zinnernes Geschirr oder Beck/ wann die Sonneniedergehet/ und setze es fein geheb und gerad zuunterstin die Gruben; dann ein kleines Steinlein / und um-wickle solchen mit Baum-odergemeinen Wolle/ hen-cke es mit einem Faden in das Geschirr recht in dieMitte hinein; Folgends verdecke das Geschirr einerEllen hoch / und lasse es die Nacht also stehen. DenMorgen / ehe denn die Sonn ausgehet/ so entdeckedas Geschirr oderBeck wieder/ ist Wasser an dem-selben Orth/ so werden sich Wasserblasen finden / unddie Wolle voll Wassers seyn. Ist danndieFeuch-tlgkeit viel/also / daß es auch tropffet/ so ist das Was-ser nahe. Scheinet es aber allein feucht zu seyn / so istwol Wasser da/ aber es lieget tieff. Findet man aberdieser Zeichen keines / so ists ein Zeichen / daß nichteda seye/ und man ein bessers Orth suchen müsse.

2. Nun schreiten wir zur andern Frage / wie mandie Beständigkeit / Güte und Warheit der Quelle er-kennen möge/ und antworten hieraus folgender Ge-stalt: Wann man nun an einem oder dem andernOrtbesagte Merckzeichen gefunden hat / mag man alsdannkectlich ferner nachgraben/ereignet sich nun dieQuel-lc / und quillet übersich/ so ist daraus zu schliessen / daßdieselbige bestandig seye / und soll man so tieff darnachgraben/ daßmctndie Wurtzel oder Haupt-Ader derselben recht fassen / .und etwas tieffer leiten möge / da-

mit derFluß wärig bleibe. Findet man aber dasWasser,uberzwerch herquellen / so sind sie gemeiniglich nichtso beständig/und kommen össters nur her von einerWinter-Feuchte oder von demRegen im Frühling / esseye dann / daß man einen wässertgten Felsen antref-ft/ da es dann eben so viel/ ob es von unten oder seit-Werts herzu quelle. Damit man aber versichert seye/daß es eine warhafftige Quelle seye/zeigen die Erfahr-ne an/ wie man die Brunnen oder wahre Quellenvon denCisternen oderTrattel-Wassern unterscheidenkönne / nemlich also: So man eine Quelle gefunden /und fleust im Anfang dieselbe fem sittlich / mehret sichhernach / und bleibet dann in solchem Fluß und Reich-lichkeit des Wassers / wie sie am ersten angefangenhat/zu fliesten/ so ist eine wahre Brunn-Quell; Stru-delt es aber im Anfang mit Gewalt daher und fliestetstreng/verseiget aber bald wieder/ so darff man den-selben Quellen nicht wohl trauen/ und sind sie nur Ci-stern-Wasser.

Ob aber das Wasser gut und geschlacht seye/ mages also probiret werden: Thue etwas von dem gefun-denen Wasser in ein neues zinnernes Geschirr / machtes keine Flecken / so ist es bewährt und gut.

Item laß solches Wasser in einemkupffernen undwol verzinnten Hafen sieden/ last oder setzet esunrmkeinen Schleim/ so ist es auch gut; Ferner kan man sei-ne Gütigkeit probiren damit / wann man Linsen oderErbsen darinnen sieden/ und endlichen / wann dasWasser geschmack/ klar und hell ist.

z. Somanverspühret/ daß dasWasser meinemGarten zu Begiessung der Gewächs nicht dienen/unddenselben kein Erspriessen geben will; Die Gewächseauch von solcher Begiessung sich mehr gilben als grü-nen/ nn»ß man zusehen/ob die Quelle etwann von an-dern Neben-Wassern vitriolisch/schweflicht und alau-nisch gemacher werden / welches gar leichtlich aus demGeschmack/oder/wenn man es sieden lässet / kan abge-nommen werden; Wo solches nun verspühretwird /mag man kecklich solchen Brunnen wieder verstopften/weil solches Wasser weder Menschen / Vieh oder Ge-wächse Nutzen schaffet/ und eine andere Quelle / gegenMitternacht zu / suchen.

Wann aber dasWasser sonsten süß/und nur etwashart und kalt ist / vielleicht/ weil seine Quelle aus einemlautern Felsen kommet/ kan demselben noch wol ge-holffen werden / daß es geschlachter werde/ und zu derBegiessung diene / wann man nemlich entweder aus