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Des Adelichen Land-und Feld-Lebens
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berum ausgeschnitten sind/und denen Spitzen gleichsehen.
Octt-Mtcr, einen Baum/ odck eine andere Pflanze/aus der Erden heraus nehmen. Insonderheit wirdes von einem Baum oderPflantzsverstand?»/ welchemit einem gewissen Instrument ( Ocplsntoir) herausgehoben/ und gantz glücklich an einen andern Platz /ohne daß sie Schaden genommen hatten / versetzetworden / daselbst sie auch ausschlagen und blühen/als ob sie gleich von Anfang dahin gepflantzet wordenwaren.
vcpiantoir. ein Heber / wie ein Schafer- Stabgestalt/ist ein Stück Eisen/4. Daumen breit/ 6.biß7. Daumen lang/ einer guten Richtschnur oderniai dick/und etwas concav oder ausgehöhlt / auchmit einem Stiel von ohngefehr 5. oder 6. Daumenlang versehen; Es dienet die kleinen Gewächse/welchenicht allzu tieff in der Erden stecken/ heraus zu nehmen/zum Exempel die Tulipanen/die Narcissen-Rößlein/das Erdbeeren-Kraut oder Staudlein/die Anemonen-Rößlein :c. Die Gärtner haben solcher Heber nochmehr/ deren einige'gantz spitzig sind / wie^albey-Blatter gestaltet/cazch von ihnen feu-iies ^e^aaZe ,oder Saibey-Blätter also genennet werden/ dieserbedienen sie sich in harter undstcinichrer Erden; anderesind gantz viereckicht/ und laussen unren her nur einkleines wenig in die Runde aus/und solche gebrauchtman bey luckerer und leichter Erden. Diese und nocheine andere Bedeutung des Worts Uepiantoir fük-ret.
Lcussczn jaune. gelber Schild. Diejn6c,bullzo-sT, oder Zwiebelichre Viol - Wurtzeln mir schmähtenBlattern / trggen mitten auf denen drey gegen derErden Hangenden Blättern ein fast breites / gelbes/Zeichen oder Flecken / und dieser wird ^cullvn )au.nc. oder gelben Schild genannt.
Läamincs, also nennen die/ welche mit dem Blu-men-Bau umgehen/diejenige kleine Theile / so in derTulipan / in den Lilien und andern Blumen um denSaamen herum stehen / und an kleinen Faserleinoder Faden hangen. Die Tulipen werden am höch-sten geschätzet/ welche einen blauen Boden und besagtekleine Theile schwartz haben ; dieses Wort kommetvon dem lateinischen Wort kamen her / welches einGewebe/ oder kleine Fäden bedeutet-
kren^rcls. Fahnlein: ^2ind dledrey obern Blatteran der Awiebelichten Viol - Wurtz / welche über dieandern hervor gehen / und die Blumen vollkommentormiren. Sie werden auch Voiles, Säegeln oderSchleyer genannt / Kwnnus.kane, Heisset ein Blat an einer Pflantze.kancr, le tancr, wird von den Blattern der Bäu-men und Pflantzen gesagt/wann sie/ anstatt/daß siesollen aufricht und wohl ausgebreitet stehen/verwelcketund zusammen gewickelt sind/und niederrangen.
kiamette , Louleur Kamelie, Feuerfarb/ Farbe dieaus roth ziehet.
tZZZuef UN oeillet , eine Nelcke gewinnen: Diecurieuse Liebhaber der Nelcken gebrauchen diese Re-dens-Art/wann sie von den Saamen/den sie gesäet/eine neue Gattung von schönen Nelcken bekommen.
Lalle, bedeut^ so viel als ctiancre, darvonaberschon Meldung geschehen.
(zlaile, teire ZiZisi.-, Don oder Laimen. Ist einegrünlechte/.fette/ und sehr dichte Erde / welche sichan einigen Orten unter der andern guten Erden be-findet / und dem Mntzen Garten-Wesen sehr schäd-lich ist.
(^o6et, wird von etlichen Blumen verstanden/undist die Hülse/darinnen die Blume stehet. Die grosseNarcisse hat eine gelbe Hülse. Der Hyacinth hatLeibfarbe Hülse.
t-lalil, kalivc, frühe/ frühzeitig: Darunter ist allesbegriffen / rvas von einer Art oder "Geschlecht eher indem Garten hervor kommr/ als das übrige; Also sagtman/frühzeitige Erbsen/frühzeitige Kirschen/ diejeni-gen dadurch anzuzeigen/welche vor denen andern 0»clinali Kirschen kommen.
Na-aiä. Hierdurch wird eine Tulipe oder andereBlume/welche wohl gesprengt hervor kommt / ver-standen/die es doch das vorhergehende Jahr nicht ge-wesen.
l^nzucs, Zungen. DieZwiebelichte Viol-Wurtzträgt gemeiniglich neun Blatter an jeder Blume /der äusserste Theil an denen drey Blättern / so sich ge-gen der Erden neigen/werden Antons, oder Kinnegenennet/ die drey andern aber/ sogleich an diesen han-gen/und ihrs Spitzen oder obersten Theil in die Höherichten/nennet man i^nZucsoderIungen.
kiZitre öouton, Meister-Knopff/Haupt-Knopff.Ist der Knopff/welcher am ersten blühet / und derHöchste aufdem «Stengel stehet.
klarem«-, Einschnitte/Einleger von Blumen/zc.insonderheit von Nelcken / und verfahret man folgen-der Gestatt damit: Man macht unter einem Kno-ten einen kleinen Riß oder Schnitt inden Stock/undfüllet ihn wieder mirfeiner Erden aus /. umgiebt ihnauch zwey öder drey Finger hoch Mit eben dieser Er-den; dieses mag nun in einem blechernen Hörnlein/vor dieAeste/ welche zu l>och sind/ daß man sie ein-schlage/ geschehen / oder es geschehe in Töpssen/oderScherben/oder in demLande/darmen'der Stock stehet/und die Aestlein also niedrig genug sind/ daß sie einge-schlagen werden können.
kiarye, Margel/Düng-Erde. Ist eine Art vonweichen Kalck / fett vnd graulicht / welcher sich aufdeM Grunde etliches Erdreichs befindet / und wanner von dannen heraus gezogen/ und aufdie Felderge-schültet wird/ so gut als eine vortreffliche Düngungist/ und das Erdreich fruchtbar machet; daher sagtman marncr la tcrre, die Erde mir Margel beschüt-ten / welcher diese Eigenschafft hat / daß die Erde/ sodamit gedünget worden/Has andere und dritte Jahrbesser wird als das Erste.
Mentons z besehet das Wort l^anZues.
Romans, hiervon ist in dem Wort varci schon ge-meldet worden.
Navet, istdieWurtzel einer Pflantze.0-ii.Aug/wird von den Barn-Oehrlein gesagt /und heist das kleine runde Ringlein in der ??!ilten/welches meistentheils gelb oder Citronen färb ist.?aiaiison, Stroh-Decke/ die Frühlings.-Gewachse
vor