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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
Entstehung
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Dritten Theils Sechstes Buch.

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ksrbs.MermannZ-Harnisch. Vincs pervin-z > cle^ faltigkeit-Blume. Umbilicu, vencris, cotvlscjvs,maü, äaplinoiäe», Singrün. .^arisna , Spa- sceigbulum , Nabelkraut. UnicaRomans . Wcl-

Nische Glocken. lviZnia.Mertz-Violen.li», Nachtveyel. Htontaiz-,, Grtißgans/ gelbe Drey-

sche oder Römische Nessel.

vit.

Auslegung etlicher oder Wörter/deren sich die

Frantzosen bey dem Blumen-Vau bedienen.

/ulier,pcißnsr 8c refencjrg I' veillct, die Nel-/X cke zu rechte bringen / kämmen und wieder auf-

-^spalten. Wann sich die Nelcke gantz geöffnethat/und man siehet/ daß sie ihre Blatter nicht wohlwende/oder in guter Ordnung austheile / so richtetman dieselbige wieder dergestalt / mit wohl gewasche-nen saubern und von allem schweiß abgetrocknetenHänden/ daß ein jedes seinen Platz und Ordnung be-komme. Damit die Nelcke auch zugleich eine schönereBreite gewinne/ kan man den äussersten Theil der Hül-sen auswärts biegen/und diese Art die Nelcken zu.ir^-c-tiren / nennet man Hjulicr, p-iAnc»-, rctcn^rc l'Oell-lct; Die Nelcken zu rechte bringen/zc.

misten/düngen/ bessern ; Wird in An-sehung des ausgenützten und magernCrdreichs gesagt/wann man dieselbige mit guter Düngung vermischet:alss sagt man von dem Erdreich/ welches lange nichtgebessert worden/ daß es Düngung vonnötben habe;Das Gegentheil aber wird von gantz kürzlich gedüng,km Erdreich gesagt.

Lcquiüsr , Heisset die Erde in den Kübeln/ Kastenoder Scherben mil einem Räumer / oder einem sehrklemm Harken umgraben / damit das Giek-W^sseiund der Regen/ desto besser zu den Wurtzeln derPflanhen dringen könne.

Ijl-mc, ist ein gelbet / auch zu Zeiten weisser Rostwelcher sich an dem Fuß und an Die Blätter der Gcwächse anhänget/ und dieselbige rödret.

Louturs, sind diejenigen Wurtzein/ welche die abgshauene Aeste von Bäumen/die Weyden und anderePflantzen/ die keine Wurtzein haben/ ottommm/wamiman sie in die Erde setzet: also nimmt ein abgeschnittnner Ast von einem Feigen-Baum / Quilte»i-BaumStachelbeer-Stauden/:t. wieder seine öouturc, odelWurtzel.

örin, wird von fruchtbaren Bäumen gesagt/welchevon einer guten Art/gerade/ und von rechter Dicke! nach ihrer Grösse sind; also spricht man : cboilcr5 Jkbrcs ci' UN b?zu drin , einen guten / geraden^ Baum von rechter Dicke aussuchen.

, dieses I Li mm! bedienen sich die Blumen. Gärtner / und Heisset so viel/als die unordentliche Ver-mischung der Striche auf den Blumen / als auf denTnlipen/ Anemonen Rosm/tt. Also / wann sich" aufeiner Tulipen die weisse oder gelbe Striemen oderStriche in guter Ordnung befinden sollen / und esfehlet/so sagt man: celtL T'ulip-Sit dcouille-:, dieseTulipe hat keine ordentlich« Striemen.

Oyeux. ist die Neben-Brut an denen Blumen/Zwiebeln.

Theil.

LKanci-e. ist tin kleines Flecklein oder truckenerGrind/welcher sich gemeiniglich an die Blätter derNelcken und anderer Blumen Ansetzet/ und wie derKrebs nach und nach gegen dem Hei ken der Blumenziehet / wann mall nicht bedacht ist die angesteckteBlätter abzuschneiden.

ck^ron ,die Saöimen--Hülse/ sdck das kleine Fäch-lein/darinnen der Tulipen - oder/ anderer Blumen,Saamen sich befindet. !

c.uütr-5, die Gewächse csttriren oder beschneiden;!ihnen die Neben-Schößlein / so gegen dem Fuß her» >vor wachsen / benehmen. j

, eine von Weyden geflochteneHorte/ die Er,de durch zu werssen. >.

civcke, die Glocke/der Becher oder Kelch an de,nen Blumen/ weil sie nemlich diese Figur ^^»scntj.cen/ weroen sie also genannt: Von dem Hyacinth undvon den Baren-Ochrlein sagt man : cs

j .cintkc ctt delle: DieGlvcke an diesim Hyacinth istschöne.

dniitincr, wird von denen Nelcken gssagt/wannsich nemlich ihre Blatter kräussen/und an statt/daß sieausgebreitet bleiben/ sich wieder einwickeln und zusam-men legen. l.c8 tcuillcs cjc Mcz OeUIslz sc lccun»i^ncnt, meine Nelcken lauffen wieder zusammen.

coüLt.ist das obere Theil oder das Halslein ander Blumen / le cvllcl cl'un» ?l-intc,

das Hälslein an einer Pfiantze verderben.

Lvllc, ist das kleine Röhrlrin oder Hülse darinnender Saamen ivimirt wird.

Lzuckc, ein Mist-Bcete / in welches man Win-ter Saamen säet/ die die Erde/wegen der Kalte/ nichthervor bringen kan ;alsiL?alat/Erdbeer/ie.

e-zulcui cic cls lait; MilchsuppcN -Farbe /ist

sine unreine weisse Farbe.

varcj Uonlimr , Mitten in den Kelchett oder Be-chern gewisser Blumen stehet ein kleines/aufgerichte-tes / rundes Splitterlein / das einem Pfeil nicht ungleich siehet/ dabero es auch einPfeil/auch >wn-tant/ 6M kleines Stengel oder kleines Pföstlein vonVenen FrantzoseN genennet wird,vanille, der Stiel an der Nelcken«vi,r<lil>cr. diesen I'crminum gebraucht man beycinigenBlumen/undheisset so viel/ als das obgedachtekleine Pfeilein treiben oder stosseN. I-' oeilier 6-irclll>- , die Nelcke treibet oder flösset ihr Pfeilein : Das! Pftilein in der Nelcken wachst und Nimmt zu. l)t-is. gekerbet / oder das Zähne hat wie eine <Kägewird von den meisten Blättern der Blumen / auch1 anderer Gewächsen gesaget / welche um den Rand

herum