Dritten Thnü
Isppze, welche mit dem 8piritu Vim reÄiäciM/ dar-aus gezogen/ und entweder mit Wasser s>r«c>pirirt/oder per zbliraÄioncm 8piijtu» Vini zubereitetwird/UN muß schön weiß-gelb und glänzend seymsiehet es wieLoiopkonium aus/ ss taugt es nicht/ und hatvielKom LxlrsÄ bey sich / welches von dem übrigen nochkan ausgezogen werden. Ein Pfund Isi-pp- giebtbiß Z>j k.slms . wie Vielheuer in seiner Be-schreib. frembder jVlstcriaüm p. l > 5. solche ausge-rechnet hat. Von dieser kcima kan man i c>. Granin 6p>ritu Vini, oder 8pir. darmin. auflösen / so hatman eine angenehme Purgirung / besonders / wannes süß gemacht wird/ dergleichen vor cj-iieske Jung-fern/und andere zu Breßlau/Halle/ Leipzig zc. sehrgebräuchlich seyn soll / Wie O. klajvrinodtcrv ^natltc (ü.iicui.6p«riinz schreibet; doch muß man nicht so-gleich eine Suppe darauf nehmen oder trincken / son-sten ^>r-cis>lljt.r sich es wieder im Leib und machetGrim-men. Lo^i- macht mit ^ra^nt kleine Pillen dar-aus/so auch leicht zu nehmen sind: Vici. e^u« 6c
Utiül. ^liilos. Experiment.
Viele verschreiben sie auch in den Mixturen/aber oh-ne li.5cQ,es komme dann ein Spiritus darzu ; Wiedann die Wurtzel selbst in denen Insus,« oder Laxir-Wein nicht wohl verschrieben wird/indem siekclmösund nur mir einem Spin tu kan aufgelöset werden/wiedmcb-fmicis bekandt ist
f. Ninsing ist eine länglichte / und eines kleinenFingers-dicke Wurtzel/wiePetersüien-Wurtzel/ oderPastinack(aber kleiner) anzusehen / welche gemeinig-lich mir zweyen/ össters auch mchr Zacken velsehen/ in,undauswendig bleich-gelb/und aufder äussersten Rm-de mit klein n schwachen Strichen /Circuln und A-dern gezierete auch wie die > »ncirazczra gleichsam inBeine zertheilet/inwendig aber mit einem hartzichtenCircul bezeichnet ist; Hat einen etwas scharffen/dochfassen/ mit einer nicht unangenehmen Bitterkeit mc>ir-ten Geschmack/wie die l.i^> innen/auch sehr annehm-lichen Geruch; Wird von den /gponensern^ikvonden Wilden L-inna, von den 8inensern aber^int^nz,und besserO n.Zem (welches letzters Wort einesMenschen Gleichheit bedeutet/wie es O.^icnxeiiuzin
^Vlisc Xcacj L rm. cur. ^.V.pj^. gus ?ilo-
niz ^-,ntil!-l8paZ^ri^auslM) genmnet / weilendiese Wurtzel zuweilen gleichsam Arme und Aeine/wieein Mensch hat/ obwolen dergleichen Nicht in der ge-meinen Leuten Hände kommen/ sondern in ckin, selb-sten von den vornehmsten Personen zur Rarität auf-gehoben werden soll/ wieHerr i<umpkius aus Ost-Indien/in einem Brieff an wohlermeldten I). /Uen-rein berichtet/welcheraneben gemeldteMOrt pgg.74.zufinden ist.
Diese Wurtzel findet manhäussiginöeM äusserstenNordischen Theil von 8m->, in der Provintz l^cautun^und in derJnsul Lorca z Und obwUen sie auch inj/apim wachsen soll/ss hält man doch die koreanischeDsrweit besser als die Ironische/ welche hierin vorder vorigen zu erkennen/daß sie äusserlich aufder Rin-de keine Circkel und Linien hat / inwendig weis undhart ist/auch so keinen krafftigen Geschmack und Tu-gendthat/wie di« vorige.
. «I. Thnl
Zünfft es Buch. 47 z !
Was es aber mir dem Kraut dieses Nahmens voreineBewandnüs habe/ davon sind unrerschiedneMeynungen; ^ormiuz hielte es zu seiner Zeit / vor ei-ne Art Manns-Treu/ weilen die Wurtzeln an Gestaltund Geschmack übereinkommen / ob wohlcn er in sei-nem -Vlulc^ pzz. I s7. selbsten gestehet/daß er die Blat-ter nie gesehen. t> /^lzsijn ^zrtini wurde gleichfallsdurch d«e Gestalt der Wurtzel dahin geleitet / daß erdas Kraut vor eine Art Alraun / oder ^lsnäraZorse
hielte/auch andere/als Xirckerum. ölumcntroliium.
Sc7» solches zuglauben/verursachte ; Allein/es hatauch derselbe das Kraut niemahlen zusehen bekommen/wie in dessen iiinicu zu lesen. Der seel. I).
ttcrmannus, berühmter piotellor öota^. zuLeyden/hält es in seinem (.oliezio in^lZt er. vor das 5's-i-lum ^lvntunum, indem er aus dem Saamen/so erauskamen davon bekommen/em dergleichenKcauterziehler hat/ obwohlen er gestehet/ daß die Wurtzel sokrassrig mcht gewesen/als Ninlmz . welches er derLands-An zu schreibet.
Unterdessen »st gewiß/daß die Figur/welche in der/-ipone, und 6inclcr Kräuter-Bucher gesunden/und 'von Hr.D.iVIen^eln dem lVlilccll.cur. O. !./VV.XXXIX einverleibetist/mit Sisaro Montana einegros-se Gleichheit habe: Allwo v. kumpkiu, auch d»ßKraut / wie es ihm von einem Chinesischen Burgermitgetheilet worden/also beschreibet: Daß es ein klei-nes Kraut sepe/ unvan einem schmalen Stengelaufbeyden Seiten Blatter wie Mäyer trage/eines Fin-gers breit/ durch deren Mitte eine gerade Ader ge-he/ welche kleine Fäjelem auf beydenSeiren werfft.
t. Die Einsamlung dieser Wurtzel ist sehrcuric >x,und merckwürdig/ und wird von obbelobrem HermRumphen an gemeldtem Ort beschrieben: weilen nem-lich dieseWurtzel in den z.Winter-Monate/Novem./Decem. und Jenner/ da sich dasKraut schon gantz ver-lohren/muß gegraben werden/ so geben die EinwohnerbeynächtlicherZeitgenaueAchtung/wo sie ausderErdeeines Glantzes gewahr werden/welchen die Wurtzel/soetwas ausm Erdreich hervdr gewachsen/von sich giebt/und etwan von dem Thau/ oder von seiner eigneFeuch-rigkeit/oder auch von der SonN / wie ein pkuüpkorus,empfangen hat AusdiesmGlantz streuen sieetwakiKalckoder Äschen/und wo sie des andern Morgens diesesMerckmahl antreffen/graben sie Vi^ grössere Wurtzelaus/und bedecken die kleinem wieder mit dtrErden.Dieausgegrabne müssen sie ihrenHerren bring?/welche dieschönste und wie einMensch tdrmirteWurtzeln vor sichzu behalten/ die andere aber ihren guten Freunden zuverehren und den Fremden keinezu verkauften pflegen;weswegen alle diejenige/ die inkuropsm gebracht wer-den/heimlich gegraben/ und verkaufft müssen werden.Und daher mag es guten Theils kommen/ daß sie iHolland so rar uud theur gehalten wird/ so gar/ daßder berühmte Materialist/ Kions.pomct inÄmsterdamvor die Untze 25. i->vr-«zahlen/ undsolchenur bey ei-nem eintzigen vrozuitten finden können/wie er im An-hang seiner Historien p. s. meldet. Jetzt gilt die Untz2o.Gulden Hollandisch / Und hat vor diesem wohl 50.Reichsthaler gelten müssen.
6. Was ikre Krafft und Tugend anlanget/so wird
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