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Des Adclichen Land-md Feld-Lebens
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vor seinem Todt gegen ei^cm vsrnehmen Freund ge-dacht/und wol erinnert hat.
. z. Die )aiöppa, Li-I^ppz oder/alapsum, ist einelänglichte/ dickeund hartzichte Wurtzel/welche in run-den Scheiben zerschnitten zu uns gebracht wird: Istder nicht sehr ungleich / dochschwärtzer
undschwerer / hat einen scharffen und widrigen Ge-schmack: Wird aus West-Indien / absonderlich ausder Ansul Kuriers. wo sie hauffig wächset / in Luro-p-m geführet / und sehr fleißig zur Artzney gebrau-chet. Von dem Kraut dieser Wurtzel / sind biß aufden heurigen Tag noch verschiedene Meynungen. An-fangs/ als sie bekannt worden / ( welches noch so garlang nicht ist) meyneteman / es wäre eine frembdeArt der ör^omen/ oderZaunrüben / zumahlmsieöff-ters auch di'lAia genennet / Ui^d also
fürein^ccies der ^eckoac-inns gehalten wird/wel^che sonstenauch für dit^mericanische ö-vonienwillgehalten werden.
Andere halten sie vor eine Art Nachtschatten / welche der Frantzösische öot-inivus , Kionl, j ourncsv,
!zc>I^lium ^Vt^xicunum , llorc, 8cmi.ie ruZolo
/a>8si!u>n cxMimitum nennet/wt!chs mit derviii?emvis^!a üder?swvi^nischen Wunder^Blum übereinkoinmet/davon ^>tmu!Icrtts in cc>m. ill tjckiLcj^.748. diese Wurtzel auch herleitet, plukcnct , einEngelländer / nennet es (-'on votvulum ^mcrlcsnui»
l üb ^I<?sis)se riomine rLcc^tüm.
4. DieGütedieser Wurtzei kaN man unter anderndaran erkennen/wann sie sich an glühenden Kohlen 0-dcranemem Liecht/ gleich anzünden lässet / und hatMan immer die gröbste Slücker/ so mit den Händennicht leicht zerbrochen / doch aber Mit dem Hammerbald zermalmet werden / auswendig schwmtz-Mau /inwendig aber glantzend und r lmos ünzusehen / einesscharffen und widrigen Geschmacks / zu erkiesenMan muß auch zusehen/ daß keine andere Wurtzeln/als die L>-yonia und dergleichen untermenget seyen.Man kauffe sie aber immer in gantzen Stücken/nichtzu Pulver geflossen / welche gemeiniglich al! und verle-gen ist.
Der Gebrauch dieser Wurtzel ist jedetman bekannt /indem fast keine Purgirung gemacht wird / da die/ >>appz nicht den Meister spiele. Siepurgiret dasGewässer / doch zugleich auch die Gall/ Schleim undandere böse »umorez, wie dessen Nutzen fast durchasteKranckheiteNl). k^uiiini ohnlangst in einem be-sondern Büch cle).ilzppa weitläufftig beschrieben hat.Indessen muß man sich mit der voll nach dem Alter/so wokl öet Persohn/als derOurtzel/richten. DerPersohn nach giebt man den Kindern so viel Gran / sdviel Jahr sie alt sind / Erwachsenen aber 20. Gran /wann die Wurtzel frisch und rclin»s Ist sie schonalt/kan man ein halb Quintlein und mehr geben/ dann mitder Zeit die k-clma darinn auch cncrvirei wird, Eus-serlich ziehet sie das Gewässer aus der Nase / darvottpauiiim c. I Man kan sie auf vielerley Manier ge-brauchen: Gemeiniglich aber wird sie nur zu Pulvergestossen/welches desto besser und mit wenigtnC chmer-tzen opcnret/ je subtiler es ist; doch starcket man es gesdlrberühmte Obrecht von Straßburg / svlches kurtz meinig'ich mir seiner eignen kclina oder
dicht/fleischicht und hartzicht seyn/weßwegen die jenigsam besten ist/ ss eine dicke Schale »der Rinde hat/und wenn sie die rothe ist / so hat und führet sie nebsteinem scharff-und bittern Geschmack etwas schleimich-tes / so Man sie im Munde kauet / mit sich / und gehetmitten ein Fäftrlein/ gleich einem dicken Zwirn - Fa-den dardurch/ welches eben denGsschmack hat. Wasderen Nutzen und Gebrauch anlanget / so pfleget siezwar oben heraus zu purgiren/ doch aber also / diH sieein« zusammen ziehend-und anhaltende Krafft zurücklasse/ und zugleich durch die Schweiß-Löcher austrei-be ; Weswegen sie dann hauptsächlich in der rothenundw.'issen Ruhr/ sieseye auch so gifftig und anste-ckend als sie immer wolle/ vortreffliche Würckungthut / und dardurch im letzternKneg der FrantzösischenArmee / und von dem berühmten Hollandischm lu-.<lico l). k-i^veciv in Pariß viel hundert Personen sinderhalten worden / obwshlen demftlben/ da er sich dieErfindung dieses Mittels zugemessen / von eineinKaufmann zu Pariß ein grosser Proceß an Hals ge-hänget / und endlich durch einen Ausspruch des ?ar>ä.ment-i geschlichtet worden.
2. Ehe man aber diese lpsc^cuznli., denjenigen/so mit der rothen und weissen Ruhr behaffrel sind / ver-ordne / mus man zuvor zusehen/ ob der Magen/ Ge-därme/ und übriges Emgeweyd noch nicht entzündet/oder gar mit einer Faulung und kalten Brand angeste-cket seyen/welches aus einem caci-tve^sen und ab-scheulichen Gestanck abzumercken; dann bey solchenUmständen dieses ^eclic-zm-nlkeine Statt findet/ wieO, ttelvetiu5 in seinein Bericht davon wol M'.nercktt/welcher doch hierinnen sich m irren scheinet wann ervorMt/mansolle n^ch Emnemmung dieser Wur-tzel das Erbrechen mir Gewalt zurück halten/ indem sol-ch 6 vielmehr zu befördern/ als zu hemmen ist. Mansoll auch nicht erschrocken / wann so bald daraus einEckel / Bangigkeit/und dergleichen erfolgen; dann/wo dieses nicht ist / und auch weder ErbrechungnochStuhlgang darauf erfolget / wird der Krancke ge-meiniglich daraufgehen / indem das Gefühl in demEingeweyd schon erstorben ist / wie Her! I). »-r»nann ioLc>^ kehret.
Man giebt diese Wurtzel entweder geflossen/Mor-gens einen Scrupel/ oder dritten Theil eineses Quinr-leins/ oder auch in staecken Personen / ein halbesQuintlein inTormennll-Wasser oder warmen Bier /und wenn die Ruhr darauf nicht nachlasset / wieder-holet man es noch ein oder zwey mahl/ so wird si» ge-wißnachlassen. .. . ^ ^ . c.,
Ml! man es aber lieberm Form emes Trancklemsnehmen/sothut man zweyQuintlein in rorhenWein/lässet es über Nacht an einem warmen O.c stehen/ sey-het es durch / und giebt es demKranckeit. Anderebrauchen sie auch im Ciystiren.
Letztlich ist wohl in Acht zu nehmen / daß bey undnach Gebrauch dieses eine gute v>Tt
gehalten / und nichts als weiche Speise genossen wer-den/ indem viel Soldaten/ so dieses nicht in Acht ge-nommen / ohnerachtet ihnen die lsiccac»ink. ver-schrieben worden/doch daraufgegangen sind : Wie