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Des AdclichenLand-vndFcld-Lebens
von dmSincnlcrn vor eine rechte panacee gehalten/weilen sie nicht allein von aussen einemMenschen ahn-lich /sondern auch eine sonderliche Gemeinschafft mitdesselben Geblüts - und Lebens - Geistern haben soll /wiett«rmsnnus inseinem kiilc. redet/ und deswegen,von dem Kilon- in Nantisz. dafür gehaltenwird / daß sie die natürliche Warme/ oder calicluminnstum mit ihrer temperinen Warme stärcke underhalte/so gar/daß Martini in seinem ^tianic Sini-co vorgiebet/ man könne die gant) krafftlose und mitdem Todt schon ringende/damit so lang erhalten/ bißsie Zeit gewinnen/ auch wohl andere Mittel zu gebrau-chen ; weswegen sie dann vor eine sonderliche Hertz-stärckung in Ohnmachten und dergleichen gehalten /und deshalben sowohl von den Tinent-rnund/apo-nern/ als auch einigen vornehmen grossen Herren inEuropa/ sich eine besondere Stärcke damit zuwegenzu bringen/gebraucht wird/absonderlich von denjeni-gen/ welche bey dem Venerischen Frauen-Zimmersich Heldenmassig erzeigen wollen. Von den ivic6ic>8wird sie sonderlich in der LolicH convuilivZ oderKrampff-mässigen Loiic. wie auch daraus öffters her,rührenden Lähmung und Ontraäur, im Schwin-del/geschwächtetMc-mori, und andernHaupt-Kranck-heiten sehr gerühmet/ja auch alsdann/ wann die Ge-bührende nach ausgestandener grosser Arbeit / gantzabgemattet liegen/welche dadurch seyr gestärcket wer-den/indem die Lebens-Geister gleich- besanfftiget/ undderowegen vonvvH.MumcalroKuntec dieRuh-undSchlaff -brMgende Mittel in jViilcell. ^caet. (Zcrman.cur.^nn. Vtll. vec. 4^7. gezehlet wird. DieArt und Weis / dieselbe zu gebrauchen und zu gemes-sen/ kommet mit dem Ikec fast überein/ indem mandiese Wurtzel in kleine Stücker zerschneidet / und inwarmen Wasser ausbutzet/ welchelches hernach frühnüchtern genossen wird. Man bedienet sich auch der-jenigen Befassen / die sonsten zum T'tiee gebrauchetwerden / welche ?. ^rrim durch das Laincum Kizriz?( wodurch es paMs-n müste) verstanden / wie solchesaufBegehren Herm O. , der obig- belobte
Her: kumplius t c. cxl?lic!ret. Unterdessen ist wohlzu mercken/daß die Wurtzel Ninlenx ein gut Theillänger im Wasser liegen müste / als der l'kee . kanauch wieder aufqetrucknet/und noch einmahl gebrau-chet werden. Ändere nehmen diese Wurtzel mit derBrühe von den Indianischen Vogelnestern/ oder mitgekochtem Reiß. Wann sie aber von den ^eclicisverschrieben wird / so werden gemeiniglich andere zuder Kranckheit dienliche Mittel darzu gethan/ weilenwegen des sehr hohen Preisses/ keine grosse Ootis kanverschrieben werden / welche sonsten nach Beschaffen-heit des Alters r-KUliret wird/wie aus dem Journaläs Sism solches pomct am cilirten Ort 4.zeiget.
7. Die Virginische ^chlangen-Wurtzel/ oder ^icr-pcntaria Virzini^ns, ist eine dünne zasselichte Wur-tzel/ deren Faserlein alls an einem Stämmlein hangen/auswendig qrün-braun/ innwendig aber gelb anzuse-hen/eines scharffen Geschmacks und guten -rc>mgt>.schen Geruchs sind : Heisset sonsten auch Vip-^mzVirZiniang, weilen sie gegen alle Schlangen - Bisse/und besonders gegen eine gewisse kleine Schlange/so
man in Virginien öoicininZa nennet / und eine Artvon Vipern ist / ein bewährtes Mittel abgiebt; weswegen sie auch von andern Lontrs^crva VirZinisn.1genennet wird.
Das Kraut/ von welchem sie herrühret/wird von ei-nigen vor eine Art l)ipiam, oder auch Poley gehal-ten/wie dann?omct8 Abbildung beynahe dahin zieh-let/welchein dessen liiliorie (Zcncrsle clez Oroquc!lib. 2. cap.;. PSZ.49. zu sehen. Allein es scheinet/ daßdieser sonst curicule ^lalcrisiilt.wie in verschiednen/also auch hierinnen/ andern/welche ihm dieses oder je-nes so vorgemahlet/ zuviel geglaubet habe / indem eingelehrter Engellander l_conkar«juz ?iukenct » inseiner sehr schönen und kostbahren ?t> vw^rzpke, da?rechte und wahre Gewächs dieser Wurtzel viel änderst/in drey unterschiednen kpccicbu, unter Augen leget/welche doch alle eine Art der Osterlucey oder äritto.lockige, oder ^ikolocliise Virzinianse in dessen l'sb.xv.i.xxvl!l. und cxi.Hl. genennet worden; wel-cher Meynung der berühmte Holländische öotlmicus? k'jcrlNÄlinus inseineMl'^racj.kal s>.259 wie auch Lam.Ozlc in Pkarmscop p z6o.beypfiichten. Es wachst in)amsica,und gehöret unter die kriechende undsich win-dende Kräuter / und ist vor etwann 40. Jahren schonbekandt worden / obwolen die Wurtzel bey wenigenJahren bey uns in Gebrauch gezogen / welche einige^atcriziisten/aus Unwissenheit / unsern Apotheckernvor die lpccscuznkam verkauffet haben / ehe die letztererecht bekandt worden. Wo dieWahl davon zu haben/ jmuß man diejenige erwählen/so dicke und vollkommeneZaseln oder Wurtzeln habe/nicht alt und verlegen/son-dem eines scharff- beißenden und etwas bittern Ge-schmacks und aromatischen Geruchs sind / welcher demBaldrian oder auch dem Vincetoxico gleich / aber viellieblicher ist. Man muß auch zusehen / daß nicht andereUneinigkeiten untermischet seyen/weilen diese Wurtzelohne dem theuer. Den Nutzen und Gebrauch dieserWurtzel anlangend/so gehört dieselbe unter die^iexi-pliarmscs oder Gifft-und Schweißtreibende Mittel:wird in allen Fiebern sehr gebrauchet/ und in den kaltenFiebern mit der ckinaLK in«, in den hitzigen Flecken-Fiebern mit deröacj.Lontrg^ervsuNd^alidu« volalili-du« verschrieben/welches auch-ein gewisses Mittel in denBlattern und Rötel der kleinen Kinder ist/welche/ wieich selbsten gesehen/dadurch gewaltig ausgetrieben wer-den. Man braucht sie auch imScharbock/Schlagfiüs-sen undLähmigkeiten/mit andern hierzu dienlichen^?-äicamcnten.Absonderlich aber wird sie in den Schlan-gen-und tollen Hund-Bissen sehr gerühmet/und soll diehieraus entstehende Nyciropkobiam verhindern.Mangiebt darvon l o.biß zo.Gran auf einmal in Wermut-Wein.Andere intuncjire davon ein-oder andereQuint-lein in Wein/und wann dieKrafft ausgezogen/trmckensie solchen ii? obgemeldtenKranckheiren. So kan manauch ein lieblichesOel davon destilliren / welches dochbey uns noch unbekandt und vielleicht zu theuerfallen dörffte.
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Jnnhall