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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
Entstehung
Seite
471
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Dritten Theils Zünffres Blich.

gestellet / und davon Stoß in dem Angesicht bekommm / hab« eralsobald die Streich- Mähler mit deinSafft der ^Kaplia?, Weyhrauch und Wax bestri-chen/damit man selbige auf nachfolgenden Tag anihme nicht wahrnehmen könre.

DieKräfften der wahren Turbith sind/daß sie denSchleim und andere böse ttuinures aus dem Gedär-me / Brust und andern Theilen mächtig purgiret / sogar/Haß die ein Sprüchworr führen : Wasder ^8->ricu5 nicht treibet/das greisfetl^ur^lkban: waslurbick nicht angreiffet/ das durchtreiben die (.'vlohinten x.

te c1ialuil)itk cuin rlisbarbaixi, wie bey Uo >.

kttmüUern in Lommsnt. Zcbracl. 7"s s weittäuff-tiger zu finden ist. Einige machen auch einen kxtraüoder keim «IM c. Spirilu Vini daraus: allein esgiebtftbr wenig / und aus einem gantzen Pfund kaum 2.Loth. Wasaber jonsten vor Lom^-tsj^von dieserWurtzei herrühren / ist bey dem 5ciirz6cr.

«n ?kiirniac»p. lVicci 2Z6.

zu ersehen.

^ ^ ^

^ ?. I..

Je Wurtzel lpec-icuznka.ist ein kleine Fin-gers-tange / äusserlich- schwartz-braline/ undgleichsam Gliederweiß gedrchere Wurtzel/welche vor gar wenig Iahren bekandt worden/ undgegen die rothe Ruhr in Frankreich starck gebrau-chet wird: Heijset in West^Indien / absonderlich in^ Brasilien (von wannen sie dm ch die Porluglesen undHolländerin Suropam gebracht/) lpcc-icuanllz.i^v-s>c»zcanns und (.aZvlanna: Bey den Spaniern/! Lexu^illo. öe^uczu^IIc», öcculo,öcloculv.Beyden. Portugiesen/Ltpo clsLamcraz, und bey den Fran-zosen öecouqui Ic ou Vlme ä'or , das ist/ Gold-Ertz/! weilen sie sonderlich um die Gold-Gruden soll gefun-den werden/allwo sie von den jenigen/so zu denBerg-Wercken verdammet worden/aufgesuchet wird/ un-ter welchen doch der allerfleissigste m einem gantzenJahr nicht mehr als i z.Pfund soll sammien können/welches sie auch so theuer inachet/daß m Holland dasPfund aus ZO. Gulden kommt / ja darum nichl kon--ie verkauffet werden/wann sie dieselbe nicht vor an-dere Waaren von denen Indianern ausrauscheien.Was das Kraut und Gewächs dieser Wurtzel anlan-get/so zehlet solches der sehr berühmte ttotamcuz. l).»ermann, seel. unter die kriechende und auf der Erdliegende Gewächse/welches von kajv in »>lt. ?i^nllom.l.I. lz. cap. 17. ^.6^9. l^Iciba ?.,ris öratili-mggenennet wird: ?umet aber in seiner Frantzösisch-ge<schriebenen »istoric der iNalcri.iiien schreibt/daß sol-ches theils auf der Erd krieche/theils aber in die Hö-he wachse / hätte länglichr ausgespitzte Blätter/ wie^ di« ?arictzrize, oder Tag und Nacht/ auch weiffeBlü-meleinund gelbe Beerlein /welche/ wann sie reist wor-den/ dunckel-roth seyn.

Wo es aber eigentlichen West Indien zu findenseye/davon sind unter denen Kauff-Leuten und In-dianischen 8cribcnten verschiedne Meynungen. Qre-

Von »och mehr andern nnterschicdiiche» Kräutern und Wurkeln,

als da sind-Die Brasilianische Ruhr-Wurzel oder

Nirsing/ oder 6m» Sem / ultb Vlrgltuschen Schlangen-

nc,!u5. einKanffmann von Paris/schreibet in seinenÄnmerckungcn über des lZeivctii Gebrauch dieserWurtzel/daß man sie aus Peru überkomme; Herg<-gen ?ilo Md ^ärZ^raviu», und anders sagen/ daßI»e in Brasilien / um die Gegend k io äy (Zencc^n ge-funden werde. ?omcr endlich giebt vor / daß diebraune und weisse aus Brasilien : die gelbe aber ausu. über Caoix heraus gebracht werde. Unterdes-sen kan es wohl seyn / daß dieses Kraut in allen beydenv.ntzien gesunden/ oder die Wurtzel aus einer in dieandere gebracht und verkauffet werde/wie der berühm,te Herz Leibmy beyde Meynungen in seinem Brieffe/so er an die curwse Teutsche 5zci-tär von dem neuen^mcr.camschen ^!-ä>^ment gegen die Rothe Ruhr;m Lateinischen heraus gegeben/zu vereinigen suchet.

Sonjien giebt es unterschiedene Gattungen vondieser Wurtzel / dann schon t>ilo in seiner ttittor.»sc. 6c Vlcll. örzliiitL I^id. 4-c sz. p. IZI. zweyerley be-namset / nemlich die schwartz-braune und die weisse.Ie-ne »st die gemeinste/ so zu uns gebracht wird: diese aber/so von den Portugiesen Ijzccacuznka kisncs genennetwird/ ist viel rarer und in Europa nicht im Gebrauch/soll / wie das öccn aibum oderwiedieweiffev'j^m.Wurtzel/aussehen ; Welcher obenberührter Herreomct indem Anhang seiner -UstLli^icn-die dritte Gattung / nemlich/die gelbe hinzusetz-t/wel-che in der Höhe der Gold- Bergen gefunden werdensoll/weswegen solche die beste / doch auch die rarest-und theuerste von ihm gehalten wird.

Bey Einkauffung und Verschreibung dieser Wur-tzel ist wohl in Achr zunehmen / daß die glatte Zaserndavon abgesondert/und nur dasjenige/was raub undviel Ringlein hat/außerlesen werde/indem jene keineKrafft haben/und doch das Gewichr und Preiß ver-mehren.

Es muß auch die Wurtzel nicht zu alt/sondern zäh«/

di^t/