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der stinckende Leindotter/der grosse und kleine Leindot-ter/ Ki/zArum monospsrmon,und andere melir. Die-ses Kräut ist mittelmäßiger Natur/ zwischen Kälte undWarme / hat einen ölichten / schleimichten Safft/mit etwas mildem/sicaiifthem Saltz bey sich verbor-gen. IN dem^aamen findet sich sonderlich dasOel/welches daraus mag erpresset / und anstatt deeLein-Oels gebrauchet werden. Derowegen wir dem Lein-dotter dieKrasst zuschreiben zu erweichen/ zu lindern /Schmertzen zu stillen / ja/ auch Wunden zu heylen.Wann man also denselben frisch mit den? Bauren-Senfft zerhackt/ und warmiicht über die Wundenschlagt / hat er die Krafft zu saubern und zu heylen.Äusserlich wird sonsten das Oel gebraucht zu Erwei-chung der harte»rGeschwulst/und stillet denL chmer-itzen. ,
z. wird auch tt<-r^!-um genennet/und ist ein Kraut/ dessen Wurtzel weiß / eines ziem-lich starcken Geruchs / und scharffen bilterlichten Ge-schmacks. Die Blatter sind graßgrün / in der Ge-stalt der Feigen-Blatter/ mit fünffSchnitten zerthei-let / rings umher zerkersset. Der Stengel ist imtHär-lein oder weisser Woll umgeben. Am Glpssel tragtes Crsnen mit weissen oder gelben Blümlein/nach wel-chen folget ein wolriechender/breiter / scharff-und hitzi-ger Saamen.
Aus der Wurtzel und auch Stengel dieses Krautsfiiest ein Saffteßer Gummi / welches von den Inn-wcchnem in Lybien / Makedonien und Ärabien / inwelchen Landschafften dieses Kraut wachst / gesamm-
let/UNdOjZv^ariAXzLummi?önsciz,I.<>c! v mi, vc!8uc-cus?an^ci»genennetwird. Der berühmte Ka-jus aber will/dieses GummiOpopznsx werde nicht ausdiesem Heraclischen -^anax, sondern aus dem ?leuc!o-«nliu tVi?tlliioi> oder vermeymen Costwurtzel gezogen/und gesammlet.Der gerechte Opopsnax ist bitter amGeschmack / auswendig gelb und Saffran - färb / in-wendig weiß oder bleichgelb/glatt/fett/ und der leicht-lich zertrieben/ oder zerlassen wird/so man WasseroderEßig darüber giesset/ auch einen harten Geruchvon sich giebet; Der schwartze und weiche aber ist nichtgüt.Der Gummi ist warm im dritten / und
trocken im andern Grad; hat neben seinen ölicht - bal-samischen oder gummosisch-wasserichten Theilen/ auchein säuerlich subtiles Saltz/ und also die Eigenschafft/zu erweichen/ zu erdünnern/ Vcrstopfiungen derBrustvom zähen Schleim aufzulösen/ den Husten zu stillen /den Harn und Grieß zu treiben/ Geschwär und Wun-den zu saubern / und zur Heylung zu befördern / undden Leib gelind zu purgiren.
4. Der Rauch von Opopznsx in dem Mund em-pfangen / hebt wiederum aufdas abgefallene ZapffleindesHalses.Opnpanzx aufglühende Kohlen geleget/und den Dampff darvon in die Mutter empfangen /führet aus die todte Leibs-Frucht / so aber die noch le-i bendig wäre / soll man diesen Rauch nicht gebrauchen/' denn er hoch schädlich ist. Wider die fallendeSucht:Nimm Heilwurtzel-Gummi/rohes / rothes Spieß-glaß / Vibergail / und des besten Drachen-Bluts / je-der Gattung gleich viel / zerstosse alles zu reinem Pul ^ver untereinander/ und gieb dem Patienten alleMor-
!ch-und Feld-Lebens
gen/ ein Quintlein auf einmahl im Betonten-oderSchlüsselblumen-Zucker ein.
Das Pulver von diesem Gummi auf zs. Granschwer offt eingenommen / vertreibt nicht nur dasschmertzliche tröpfflichte Harnen/sondern es zerbeilet!auch das gerunnene Blut im Leib/ die geronnencMilch 'in den Prusten/das Gisst von gisstigen Thier-Bissen/treibt die Nach-Geburtund todte Frucht / erleichmt !auch den Athem. " - l
Wider das schmerhliche Hüfftwche: Nimm Heil-wurtzel - Gummi 2. Loth / Max 6. Loth / Hatngel-Oel 8. Loth/ Campffer i.Loth/ das Gummi zerlaß mitein wenig Wein-Eßjg/ darnach zerlasse das Wax / ^Oel'.md Campffer/ vermische es wol mir dem Gum-!mi/ und inache ein Pflaster daraus / welches bu über idas schmertzhaffre Glied legen / und offt erfrischenkanst.
s. oder Reseden-Kraut / welches man auchSpan ische Raucken nennet / wird von etlichen unterdas Geschlecht gerechnet. Hat eine dünne/ weis-st / ho!yichre/ scharst-schmcckende Wurtzel/aus derenviel astige Stengel Schuhes-hoch aufsteigen/ welch mitschmalen / dunckel-grü.ien / cieff wie der Raucken /emgeschnitteiien / mit krautigem Geschmack begabtenBlattern bekleidet. Die sechs-blätigen Blümiein er-scheinen im May und Brachmonat/ an den Stengelnoben wieeine naublichte Aehre/ bleich-geib/ aufwei-che die dreyeckichte Saamen Gcfaßlein folgen / welcheoben aufoffen / und kleine schwartze Saamenkörnleinin sich enthalten. Es finden sich aber etliche Geschlechtdesselben/als da neben dem gemeidten auch ist/^cie-
möximi», t<clccjs sKnis ?tivrcums. ^.ctccj-i slb»minvr , 8ciamoiclcs Liilmanticum. I^csecia
I.inari-Lsviiiz Diese Reseden-Krauter haben einenscharffen rasen Geschmack/daraus man obnschwer ab-mercken kan/ / daß sie ein fiüchtig-ölichtes Saltz müssenbey sich führen; Hiemit die Eigenschafft haben zu war-men / zu trocknen/ innerliche Verstopffungen zu er-öffnen/allen verseßnen Schleim zu erdünnern/ und zurcloi v.ren/durch den Harn zu treiben ; eusserlich aberdie Wunden zu saubern / rein zu behalten/ und zur ge-schwindenHeilung glücklich zu befördern.
6. fbi>s>L3 iivc Ikurbitb, oder Griechischet Sesel/hat seinen Namen von der Jnsul IKsplo bekommen/in welcher es erstlich erfunden worden. Das erste /
LarotT tlllio , Orotse facic, Lkurbilk Qar-^anicum live scmine Istillimo / hüt Blätterwie Fenchel / oben eine Dolde/ wie der Dill / an je-dem Zweiglein eine gelbe Blum / und einen breitenSaamen. Die Wurtzel ist auswendig schwartz / in-wendig weiß/ lang / scharff/ und mit einer dickenRinden bekleidet / derohalben etlicheLand-Betrügersie für l'urbcibum . oder Turbith verkauften / dennsie sind einander gleich. Es wachst in grosser Mengein Apulien aufdem Berg Gargano / von dannen brin-get man die Rinden der Wurtzel zu uns.
Man pflantzet es auch in Italien in etlichen Gärten.Die übrigen Geschlechte seynd: Das gröste Turbithmit Fenchel-Blattern/ und das sehr stinckende Tur-bith. Die Thapsla ist sehr hitzig und scharff/ mit etzen-dem/scharffen/vitriolischen/ etwas ölichtem Saltz be-^
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