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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
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469
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Dritten Theils Fünffteö Buch.

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Durch das Feuer aber wird die OcK-i^rion also ange-stellet : Nehmt das auf obb^deutete Manier zuberei-teten Weydes / wie sie für Färber accvmocjirt wird/nach Belieben zwey Pfund/thut ihn in ein gläserneNetorten / setzt ihn in die Sand - Capellen/legt einguten Recipienren für/ verlurirt die Fugen wol/ machtallgemach ein Feuer darunter / regirt es durch seineGrad / so wird erstlich ein Wasser oder?bicZm^;Demnach der 8p>>>tu8 wie ein Nebel/samt dem flüch-tigen Saltz / und endlich ein wcnig gelblichtes stincken-desOel übersteigen. Den flüchtigen urmollschen /von dem Oei gesonderten i^iquoicin, kan man samtdem/ was annoch niir Brandtwein ans den» Reci-pienren ausgewaschen worden / rcÄiKc>ren/ entwederfür sichselbsten/ oder mir Zumischung puri^ner ge-siebterAschen/so wird man einen sehr flüchtigen/reinen/MitfiüchtigemSaltz wolbegabten bekommen/

welchen man in wohl vermachten Glasern aufhebenmuß. Dieser auf 8- biß 12 oder mehr Tropften/ offtmBorrersch-Wasser eingenommen/ tteibt alle Unrei--nigkeitdurä) den schweiß/ reiniget die Nieren vonallem Sand und Schleim / säubert das Geblüt vonallem Scharbockischen Saltz/ mildert auch die Poda-gerischen Glaich-Schmertzen / iind bringt den Jung-frauen und Weibern ibre versteckte Reinigung wieder.Wann man von diesem oder Geist unter dieGurgel-Wasser mischet/und sich damit offt warm gur-gelt/ so nimmt er die Geschwulst der Mandeln / undZäpfflems/ samt der Entzündung des Halses/ ver-wunderlich hinweg.

14. i.onckitisshcra,Spicant/so auch Miltzkraut

genennet wird / hat etliche Geschleche: Erstlich ist be-kannt der grosse Spicant/ der vergleicht sich mir seinenBlattern dem Miltz-Kraut / sind langer und riefferzerschnitten / und kommen an Gestalt dem Engel jüßnahe / werden Spannen-lang / und beyderseits mitungleichen rauhen Kerffen zettheilet. Erbringt we-der Stengel/ noch sichtbare Blumen; Der ^ aamenaber bestehet in dem Eisen-grauen Pulver / welches sichan den untern Seiten der Blatter findet. DieWur-tzel ist dünn / und zerspalten. Erwächst an schattigtenund feuchten Orten. Die si ifcheBlatter übergelegt/befördern dieHeylung der Wunden/ und wehendeEntzündung.

Das andere Geschlecht ist der kleine Spicant / hakdünnere und schmalere Blätter / als der vorige/ diesind zugleich haarig/rauh / und kommen nur demEngel süß ein mehrers ubereins/ hat auch gleiche Tu-gend nut dem ersten.

Noch ein ander Geschlecht wird gefunden / so manden vermeynren Spicant nennet/ dieser brmgtaus ei-ner scbwartzen zernagten Wurtzel/ dem Miitz-Krautähnliche Blätter Herfür / sind doch kleiner/ mehr zer-schnitten/ und haben rorheSrengel. Machst etwännzwey biß drey Spannen hoch / und wird geMden anwilden / steinigten Orten/ sonderlich auf dem Srcyer-marckischen Alp-Gebürgen. Diese Dpicanr Kräuterhaben viel irdische und etwas sicaiisch-sattzichte Thei-le / daher sie mir der Eigenschafft begkbr/ zu trocknen/dieverstopffte Leber undMiltzzu eroffnen/und dassaure Geblüt zu versüssen: wird aber »n derZlrtzney wenig gebraucht.

Von noch mehr andern unterschiedlichen Krautern / als da sennd:

^grmn, oderMastipKraut/^lachöoder Leindotter / ?anax,kese-6^ oder Reseden-Kraut / und ikap^ live ikurdick» oder Griechi-scher Sesel.

. 7^ /s^rum, oder Mastix - Kraut wächset inAsiaV » und Egypten / von dannen es auch zu uns^gebracht worden. Es hat weiß-grau dün-ne Blätter/ kleiner als der Majoran / unren breit /oben spitzig/ am Geruch sehr lieblich/ / am Geschmackschärft/ bringt hohe/ dünne / holtzicbteAestlein/undPurpur-weisse Blumen. Ist mir flüchtig - ölichtemschärften Saltz begäbet / dahero es wärmet/ trocknet/eröffnet / und alle die Kraffren hat / welche dem Can-dischen zugeschrieben werden. Von diesem

Kraut eine Hand voll in einer halben Maaß weißenWein gesotten/und darvon getruncken/ dienet zu denkalten Gebresten des Haupts und Magens/eröffnetj dieverstopffte Leber/ hilfft in der Wasser-undGelb-sucht / fördert den Harn und die Weiber-Zeit / undwiderstehet allem Gifft. DieRindevon diefemKrautindemBrach und Heu-Monat gesammlet/ zu Pu'vergestossen / und ein Quintlein davon alle Morgen nüch-tern in dick-rothem Wein eingenommen/ kan auch den

gefahrlichsten und langwuhrigen Monat-Fluß derWeiber stillen.

2. Flachs-oder Leindotter/hat unter-

schiedliche Geschlechte : s.iri vum, so auch

cameimz genennet wird/ hat eine etwas zaselichceWurtzel/ davon ein Elen hoher langer Stenge! wach-set / mir dünnen / graden / etwas haarigen Neben-Aestlem begäbet / an welchen die ablangen weichen/aMUmkreiß etwas zttkerffte Blatter wechsel-weis erschei-nen. An deneussersten Aestlein wachsen kleine gelb-lichte Blümlein / und folgen darausdie etwas erhobneSchöttlem/ mit vielen länglicht/ drepeckicht/ gelb-braunen Saamen angefüllet; welcher einen Kiesse-G.schmack hat / und aus der Zung einen süßlichtenK chleim von sich lässet. Ast den Fincken und Zeißelneine angenehme Speiß / wird aber zur Artznep nichtgebrauchet.

Ferner werden gefunden l/l vcttre, vder

derTürckische/ subtileLeiNdotterMx-iLrumscLrictum,

Nnn

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