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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
Entstehung
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461
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Dritten Theils Fünffteö Bück.

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und Spann.Adern / samt allen Schmertzen sehr ge-, 4. Vom ^nsoiio 5b5i>,o, oder Biber-oder Was-schwind hinweg nehmen/Uud zertheilen; Auch wenn ^ sel-Klee/ist folgendes wol ZU mercken: In der Augen-das Glied schon aufgelauffen/ und schwarz-braun Entzündung/Schmertzen/und Fliessunz der Augen/worden wäre. ist dieses Wässer trefflich gut: Rübre ein Stücklein

2. Man destillirt das Wasser aus dem Kraut und Alaun in demWeissenvon einem Ey so lcing herum/Wurtzel zu End des Mayen. Aus den Blumen last j biß ohngefehr 2o.Gran davon zerla,sen / nuiHe Her-sich ein Zucker bereiten: AusderWurtzel aber pflegt nach unter solchEyerk!ar/4.destillirr Biberklee-Was-man die kts-n^und das Lxtr-»ct zu machen. Giesse ser; wärme solches Augen-Wasser des Nachts/wannüber den Schleim/ welcher aus der im Wasser gekoch- dlt schlaffen gehen wilt/tuncke ein vierfach leinen Tüch-tenWallwurtz geMacht/und dicklichtgesorreN worden/ ! lein darein/und binde es über die Augen/so wirdsich

Brandtwem/lasse es etlicheTag in dem warmen^andstehen/hernach schütte die gemächlich oben ab/und bediene dich Veroselben nach Belieben und Noth-durfft/in allerhand Blut-Flüssen / Ruhren/rothenRuhren/ Leistenbrüchen/ und WundeN ; Man giebt12. biß 2o.Und mehrTropssen anseinmal/und das offt/ein. Wann man den Brandtwein hievott / biß aufdie Di 'e des Honigs abziehet/so bleibet dasübrig/ welches man auf i /.biß ao.Gran/ auf einmahlin gleichen Kranckheiten einnehmen kaN^

Die EsseNtz bereiten etliche auffolgende Weiß .'Zer-hacke / und zerstosse die frische Wallwurtz zu einemMues/mische einV'.ertheil Laib Rocken-oder Wai-

die Entzündung und der Schmertzc n bald »erliehren.Anwendig aber kan man auch ein paar mal von demBier oder Wasser trincken / darinnen Biberklee einwenig gesotten worden..

s. Destillirtes Baldrian-Wasser ist eine heilsameArtzney/denen/so gebrochen sind / alle Morgen undAbends jedesmal z.Lothgetruneken: Auf diese Mnse gebraucht/vertreibet es auch die kaire SeuchWann auch einer einen Arm oder Bein gebrochenhatte/ oder verwundet wäre/ der trincke dieses Was-ser z.Loth Morgensund Abends.O» cr^i-ius - < Kor-w p.m. 17;. lobet die Baldrian-Wm hel in Wasser^ gesotten Und davon getruncken/ wider die GMucht.tzen- Brod wol darunter / besprenge es mit gutem Etliche hencken die Baldrian - Wurtzel also frisch anMalvasier- oder Front inacker-Wem / in einem Glaß den Hals wider das tägliche Fieber / und lassen sie alsomit einemengen langen Hals/vermache es mir Spa- 1 amHals verdorreil.

Nischen Wax wohl zu/cljtzc.irs eine Zeitlang imMa- Baldrian-Wasser z.Loth getruncken/ ist eine guterien-Bad/oder RoßMist: drucks herNach aus/ ^e- Artzney wider das tägliche Fieber / soman es vor derrirs noch ein wenig/ scheide die am Boden sieendeHe- Ankunffr des Fiebers einnimmt / und sich öciraufnie-sen und Unreinigkeiten davon ab/und behalte dieBlut- Verleget.

rothe Esseny entweder gantz zum Gebrauch auf/ oder Wider das viertägige Fieber: Nimm Baldrian-ziehe diegeistreichen Feuchtigkeiten/ ein wenig auf ge- W isser 8-Lorh/ guten unverfälschten Theriack oderlindem Sand-Feuer ab / daß du den davon jMirhridat ein Quintlein : vermische diese Stück und

trincks ein Tag oder etliche vor der Ankunffr des Fie-bers. Baldrmn-Wasser »st c>en jungen Kindern/ die

bekommst.

z. Aus dem Wasserbathenig wird in den Apothe-cken eine Latwerge zubereitet/welche man Oialcor^mmnennet/ist erstlich von l^'crczn>mc> frac^Kvric» be-schrieben worden / hat ein grosses Lob wider die Pest/daß sie auch den» jenigen/ deren an der Pest ihres Auf-kommens keine Hoffnung mehr gewesen/geholffen ha-be. Man nimmt/ nach dem Alter der Krancken / ein/daraufer im Bett zugedeckt / wohl schwitzen solle/muß aber etlichmal wiederholet werden. Die Artzneyist durch bewehrte Männer probiret worden.

Das destillirtt Wasser aus dem Wasserbathenig/und der aus dem Sassr in den Apothccken zubgerich-tete Syrup tödtet die Wurm bey den Kindern / sotnan ihnen bißweilm ein paar Löffel vollgiebt»

sonst keine Artzney gebrauchen können/ ein köstlichesMittel / die Würm zu todten und auszutreiben/so manihnen bißweilen einen Löffel voll zu trincken giebt.Tüch-iem in Baldrian-Wasser genetzct/ und warm über dieGulden-Ader geschlagen/ nimmt denSchmertzen hin,weg: Auf diese Weiß gebraucht/ist es eine gure Hülffden heffrigen Schmertzen der geschwollnen Feigwar-tzen zu vertreiben. Denen Pferden/ welche dunckelsAugen haben/gieb Baldrian-Wmtzel kleinzerschnitten im Futter zu- essen.

^ ^

Lx?. Xl.Vl.

Bon unterschiedlichen Krautern/als da sind: oder Engel-

tranck/ ^ncjrosaces, oder Mannöharnisch / oderSaltzkraut/

^s^ziemum, oder Mlltzkraut/ ^uricuiat.ex0N8^oder Hasen»

öhrlein.

i.

Engeltranck/ so auch Waldblume/

Mutterwurtz / Laugenkraut und Lucianskraut genennt wird/

Wegrich/sind schmaler/weicher/haarig/und gegender Erden gebogen. Er bringet einen dünnen / baari-hat Blätter wie der" gen/ und Schuh-hohen Stengel mit Neben- Aesten/

^ ^ ^ daraufs