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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
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Des Weilchen ^mw>uuv ^eld Redens

lang angestanden / wieder zü ihrer vorigen Bewegungbringet. Wann man dieses Gewächs in sich selbstenssrmcntiren und jähren lässet^ und hernach destilliret/so giebt es einen herrlichen Geist / oder Lpiriwmsermcnl! tloncm ab/ welcher oberzehlte Würckunghat/ auch offr über den E cheitel des Haupts warm ge-schlagen/ alle Schlaff Sucht benimmet/uadSchlag-Flüsse zertheilet.

iz. Anden WurtzelndesHustlattichs findet sich imAnfang des Wintere/ wenn sie nemlich wol zeitig »st /gleichsam eineliechtblsueWoll/welche von den <5 chup-pen und a^dermUnrathwohl g?rciniget/ohn/oder nurein wenig Berg-Saltz in Laugen gesotten/ und an derSonnen wiederum getrocknet / einen rrefsttchen Zun«del giebt / als welcher das Feuer gern und leichtlichfangt / und derowegen in Italien zu allen Feuerzeu-gen gebrauchet wird. Die Alten haben die gedörrteHufflattich-Blätter in Pfeiffen/wie ein Taback zumSchmauchen gebraucht/ dann der Rauch dieser Blät-ter über alle »nassen gut zu derLuNg und Bl ust ist.

lA.NulUsamara oder je länger le lieber/iremHirsch-Kraut/wird zu Vertreibung der Wassersucht nur fol-genden Ili^rcilientien glücklich gebraucht: NehmetActen-Wurtzel / die mittlere R.nde / von Holder /

Hirsch-Kraut-Wurtzel/jedes 2. Loth/Genserichkraut/

Odermenigkraut/ Ebrenpreiß/Wachholder-Beer /jedes ein Hand voll / Fe ck)el Saamen ein balb Loch /zerhacket alles untereinander/sieders metlichen MaaßWasser/ seyhets durch ein Tuch / und gebt dem Was-sersüchtigen alle Morgen und Abend einen gutenTrunckzu trincken.

2o.Katzen-Müntz hat eine zertheilte/ zaselichteWur-tzel/aus welcher ein dicker/viereckichter/ »auher sichti-ger Stengel kommet / so mit Neben-Zweigen besetzetist. Die Blätter seynd den Melissen oder Blatternder Nesseln ähnlich/ doch kleiner/ weisser/ und am Um-kreiß zerkersst. Oben an dem Stengel erscheinenrunde / geabrte/ weisse Blumen. Das gaNtze Ge-wächs ist am Geruch scharst/ am Geschmack hitzig/mireiner mercklichen Bitterkeit vermischet. LeonhardThurneiser zum Thurn/ beschreibet eine wunderbar-licheGeschichr/ von der Würckung der KatzenmüntzWurtzel / im ersten Theil vom Mineralischen Was-ser >ib. 6. 44. daß er einen Scharsslachter geken-net/ und sfft von ihme gehöret/ daß dieser keinen U-

Von denen an feuchten Ortbcn befindlichen Kräutern ; Als:

Schwartz'Wurtz/Lcorciiooder Wasserbathenig / infoiiotckimo, und

Baiortan.

beitbäter/ aus natürlicher C chwache und Mitleidendes Hertzens/hätte hinrichten können / wann er nichtzuvor Katzenmüntz-Amtzel im Mund gekäuet/ unduncer der Zungen gehalten. So bald er aber dieseWurtze!/wie gemeldet/gebraucht/seye er gantz grnu-mig und blutgierig worden/und habe also sein Werckverrichten könuen.

D-e Wasserlinsen sind ein Anfang und Saa-men anderer Wasser-Kräuter/ denn so bald dieseLinsendurch eine Fluch ans Gestad kommen/ und sich in derEroen erhalten mögen/ werden sie grösser / und wach-sen nur derZeir aus denselbigen andere Bach-Krauter/dein Brunnkreß nicht unähnlich. Solches glaubte/^ukioius, weiches aber jetziger Zeit/von vielen inZweiffcl gezogen wird.

Ein anders Geschlecht ist die vierblätigeWasser-Lin-sen/ hat vier Blarlein/ Creutz-weis aneinander gese-tzet/sind auch ein wenig rund/ und hangen anlangenStielen. Bringt gehäussten Saamen / in der G<-sta!rund Grösse der Linsen/ doch nicht so flach/ dar-zu ist er dunckel, derb und harr/wird umPadua und imSundgau gesllnden.

21. Vom Pfeilkraut sind zwey Geschlecht bekannt/das kleine Pfeillraut hat Blätter / unten mit zweyen /und oben mit einer Spitzen / gestaltet/wie ein dreyspi-tziger Pft,l/ an derm obcrn Theil erzeigen sich braunei Fiecken. Die Stiele/ daran sie stehen/ smddreye,, ckicht/zweyerEKnlang/und bißweilen länger / nachdandas Wasser/darittnen sie wohnen / kiest ist/ dar-zu sind die Sncl inwendig luck. Der Stengel steigetNicht höher als die Blatter/ ist gerad/schön / glat undkick/ wie die Linftn / trägt oben Neben-Zrveiglem/dar-auferscheinen weisse Blumen/ ein jede mir dreyen dün-nen Blätlem besetzt/die Dtiele / darauf gcmeldte Blu-men/öi scheinen gegeneinander/ zwischen diesen Stielenkommen runde/brauneKügelein herjür / in Grösse derHaselnuß/ darinnen liegt ein dünner Saamen. DieWmtzel ist vielfältig zertheilet/ zasicht/und weiß /milFäseltt behängt.

Das grosse Pfeil-Kraut/ gleichet dem kleinen/ alleines ist in allen Dingen grösser/ sonderlich in Blättern /weiche auch nickt so sehr aufgefpitzet sind. Wachsen inBöhmen/ nicht weit vonChluimtz/ und am Gestad derMoldau.

Allwurtz/ oder Schwarhwurtz wird in denWunden und Beinbrüchen also gebrau-chet/ UNd Zwar Mit folgenden Inzrccjicn-nen: CtosseGottes-Gnaden-Kraut/ frische / safftigeWallwurtzcn / jedes gleich viel / in einem steinernenMörßner zu einem Muspflaster untereinander / mischedas Pulver vom Bruch-Wall-oder Beinstein darun-ter; Schlage demnach solches Pflaster osst über die

Wunden/ und Beinbruch/ so werden sie ehender dar-von heyl. Gleiches thut dieses Pulver/ mir demWall-wurtz -kxti-a ^ vermischt und übergeschlagen. Son-derlich aber mag diese Wurtzel allein/ zu einem schlei,migten Mues qestossen/ oder die dürre Wurtzel mit95 ein zu e-n^m Muspflaster gekocht/ und osst warm,,licht übergeschlagen/die Geschwulst/ Entzündung / ja>d-n Brand selbsten der verwunden Gelencken / Senn, ^