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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
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399
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nclla mijor , ^raZolelinum majus. Piins>inc?la8sxi»

frzZz mgjor,hat eine lange/glatte und weisseWurtzel/die am Geschmack raß und zanger ist/fast wie derJng-ber/ auch nach ihrer Verletzung einen hitzigen/scharftfen / gelblichten Sasst von sich giebst. Die Blattersindschwartz/ grün und-giantzend an einem Theil/amandern aber Nicht/ bißweilensindsiezerschnitten/ undunterschieden biß zum mittlern Stengelein/ zu beydenSeiten anzusehen wie Pastinachen-Blatter. Gegendem Mayen flösset ein knspssigter/ langer/ holerSten-gel herauf/ mit vielen Neben-Zincklein / an welchemoben Cronenoder Dolden / wieSchatt-HüttleinmirweissenBlümleiN erscheinen / denen ein woiriechenderSaamen nachfolget/ so sich dem Petersill-Saamenvergleichet / ist doch hitziger und scharffer auf der Zun-gen. Er wachst in steinigten Matten/ auf den Re-cken der Weinbergen/ und andern grasichlen Orten /in den Zwingern / und Baum-Garten.

Ferner sind bekannt die kleine Bibernell / ?impmsi-

la L-ixilr-iZa miaos, I rZAos.iinum minus, Laxisrazi,

kirci.13 minims. Dis kleinere Bibernell mit Spsr-benkraut-Blattern/ ?impinsl>a 8axi5r-iza -il-c-ra, Säiisuisoi-bce. Und ist die Africanischegrosse Bibernell/ pimpin-üa 8-Zxisrzo, ^fric-ina m^-,or. Die Bibernell ist mit scharssem/ flüchtigem / we-nig Oeiichtem Saltz begäbet/ und hat die Eigenschafftzu warmen/zu trocknen/zu erweichm/ zu zertheilen /demGifft zu widerstehen/durchdenHarn undSchweißzu treiben Soll gesammlet werden/ wenn dieSsnnim Löwen gehet.

i c>. Die B-bsrnell bewahret den Menschen vor al-lerhand GA/lstdem gantzen Leib dienlich/denn sie er-wärmet den Magen/ die.Lebsr / Nieren und Blasen /und stärcket sie. Diese Wartzsl soll in Sterbens-Laufften fleißig gebraucht werden. Das rothe Biber-nellen-Kraut/weun es noch jung »st/brauchet manauch zum Salat/ den Lust zur Speißwieder zu brin-gen'/ den Harn zu befördern/die Nieren und Blaseno)ndem G.'ieß/ <^>and und Stein zu reinigen. Dar-nebS ist dieBibernell auch ein treffliches Wund-Kraut/das nicht allein die frischen Wunden/ sondern auch diealten Schäden heilet/deroweqensie zu denWund-Trancken gebraucht wird / die Erfahrung hat es be-zeuget/ daß sie gar nützlich zu den Haupt-Wunden

fty. . . , ,

i t. Welcher Mensch die Bibernell fleißig gebrau-chet/diesem können dis wütenden Hunds-Biße keinenSchaden zufügen. Die Bibernell hat eine solcheKrafft/ daß/ so eine Person von einem rasenden Hundwäre gebissen worden/und solches Kraut etliche Mor-gen in Salaten/ oder auf andere Weiß geniesset/ ver-treibet es die KraNckheit der Wassnsucht/ welche vonsolchem wütenden Hunds-Biß herrühret/ daß keineAngelegenheit daraus entstehe».

Man kan die Bibernell-Wurtzeln mit Zucker ein-machen wie die Wegwart-Wurtzeln. So man nunAbendsund Morgens ein Stücklein davon isset / be-kommtsie wohl demerkaltetenMagen/ befördert dieDauung/ stillet das Gnmmen / erwärmet die erkalteteMutter / bewahret vor der Pest/ und reiniget die Nie-

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ren und Blasen von dem Schleim/ Grieß und Stein.Das dest,llirre Bibernellen-Wasser/ so manMorgens4. oder s. Loth davon trmcktt/ führet ausdasGrieß/Sand und Stein/ treibet den Harn/reiniget die Nie-ren/ Harngang und Blasen von dem Schleim/erwar-mer den Weibern die erkaltete Mutrer/ und bringet ih-nen die verstandne Monat-Blum / dienet w,der dasGiffr/reiniget das unsaubere Mblüt / und bewahretvor der Pest.

Die ^dibernell-Blumen mit Zucker eingemacht,wieman den Rosen-Zucker bereiter/und davon bißweileneiner Mujcar-Nuß groß eingenommen/vertreibet diemelancholische Grillen und Phantaseyen aus demKopss/ flarcket das Haupt/ ziehet die Flüß heraus/die-ner wider den Schwindel und kalte Piß; Es ist auchgur wider die Magen-Fieber / stillet das Grimmen/bewahret vor Gisst/und treibet das empfangeneGifftwiederum vom Hertzen; stiller das Haupr-Äehe/star-cker die Gedachnrnüs/ist gut Wider den Stein/Hustenund Verstopssung der Leber.

Das Körbel-Kraut wird von Gesunden undKrancken jederzeit in die Küchen nützlich gebrauchet.Ist warm ,m ersten Grad / und in derTrockmeundLeuchte halt es das Mittel. Hat viel nitrut'ische/mil-de/mit ölichten gelinden wohlvermischte Theile in sei-nem Sassc verborgen/ und also die Ligenschaffr zu er,dünnern/ durch den Harn und Schweiß zu treiben/und dem Geblüt gute balsamische Nahrung zu ge-ben.

i z. Ein Salat mit jungen Körbel-Kraut / Essig/Baum-Oei und Saltz angemacht und genossen/bringtwieder den veriohrnen Appetit/und macht den Men-schen begierig zur Speiß. Solch Kraut in Wasse»gesotten/ und das Haupt damit gewaschen/vertreibetdie Schuppen und Milben m dem Haar.

Körbel-Kraur zu Pulver gestossen/mitHönig/wieein Pfiastersernnicht und übergelegt/heilet denKrebs.Mir Butter zu einem Pflaster gekocht / und über denLeib gelegr / ist eine bewehrte Artzney wider das Grim-men. Körbei-Kraur gestossen/ mit ein wenig Weinund Butter in einer Pfannen geröst / und zwischenzweyen Tüchern / so warm es zu leiden ist / über disScham geschlagen/ bringet wieder den verstandnenHarn. Das Körbel-Kraut m der Speiß gebraucht/ist dienlich wider die Frantzösische Seuche/dann es dasGeblüt wol reiniget.

Wann die Wassersüchtigen 4.Loth des frischen aus-gepresten Körbelkraut-Saffres/ Morgens etliche Ta-ge nach einander trincken / bekommtes ihnen gar wol.Die beste Zeir aber des Körbel-KrautszurArtzney ein-zusammlen/ ist in, May und Anfang des Brach-Mo-nars. Wann dieKmder mir vielen Speisen M über-hauffer/und davon geschwollne Bauchlein uberkom-men/solle man Körbel-Kraut in BAter rösten/und esihnen zwischen emem Tüchlein laulicht über dasBauchlein legen. Dieses Mittel ist offt mit grossenNutzen gebrauchet worden.

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