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te Cüchlein übergelegt/ / reiniget die unsaubere Schä-den, Ss man etliche Loth davon trincket/vertreibt erdas Blutspeyen.
7. Aus dem Senfft wird ein Salftn auf nachfolgen-de Weiß gemacht/welche zu dem Beckel-wie auchge-bratnen Fleisch gebraucht/und genossen wird: Mannimmt in dem Herbst süssen Most/lasset denselben mitetwas Quitten/ Negeleiu und Zunmet biß aufdieHelssteeinsieden/ seyhetdenselben hernach/und alsowarm wird das Senfft-Mehl mit abgebrühet/ und ge-dickert/ biß es recht ist. Oder man nimmt Senfft-Meel / ss viel man will / macht hernach siedenden Es-sig/ brühet den Senfft damit an/ un kocht ihn bi^ zueiner rechten Dicke/ daßerbleibenkan/ darnach rührt
! man ein glühendes Eisen in dem Senfft herum / biß esj kalt wird/ und nimmt ihm also die Bitterkeit undi Scharffe. Dieser also angemachte E enfft mit den' Speiftn genossen/reiniget das Haupt/ erwärmet denMagen/verzehret dieüberfiüßigen/zahen/Tartarischen- Feuchtigkeiten in der Miltzsucht/ fördert den Harn /und grauen Zeit/räumet die Brust/macht viel Aus-werften/ istalso den Engbrüstigen nützlich/ bekommt a-der den Augen nicht zum besten / wann man zu viel da-von isset.
Für die Entzündung/Schmertzen/ und Rothe derAugen/ kan folgendes mir Nutzen gebraucht werden :Kochet etliche fette Feigen im Wasser / biß sie fast fau-len/stosset sie hernach in einem steinernenMörßner zueinem Muß/nebmet davon ein halb Loth/ mischet dar-unter Senffr-Meel ein halb Loth// Weiß-Wurtzel einQuintlein/geschabne Venerianische Saiffen z.Quint-lein/ Anacardien-Honig/ so viel nöthig / machet eindickes Pflaster daraus/ streichets dick auf ein Tuch/ le-gets aufdas Genick / lassets liegen/ und erfrischets biß-wellen/ biß dieHaut gantz roth worden. Es ziehet dieFiüß von Augen und Ohren zurück/ daß auch das Ge-hör wieder kommt.
8. Sonderlich aber dienetdieserSenfft-Saamen/so wol innerlich-als eusserlich / denen Miltzsüchtigen:Innerlich zwar auf obbeschriebne Weiß/ mit Wein-Most angerühret / und öffters zu denen Speisen ge-nossen/widerstehet er aller innerlichenSaure/und ver-wibetdie daraus entstandeneMiltz-Blähungen/Aeng-sten und Bangigkeiten / verzehret auch allen dickenzähen Schleim des Magens und der Gedärme. Inder Verstopffung und Aufschwellung desMiltzes aber/wird das ^?enfft-Meel mit Harn angerühret / und al-so übergeschlagen/da dann de: flüchtige Harn-Geist/ne-ben demflüchcigenSa'ch des Senffrs/ gewaltig durch-dringen / und die sauren schleumigen FeuchtigkeitendesaufgeschwollenenMiltzeserdünnern und zertheilenkan.
Es hat auch der vor bedeutete angemachte Senfftgtosse Krafften/das Scharbockische Geblüt zu reini-gen/ den Gcharbock des Mundes zu stillen/wenn manauch nur den Saamen im Munde kauet; Wie auchvorSchlag-Flüssen/Schwindel/und ^vchlaff-Kranck-heiten zu bewahren. Zu welchem Ende etliche altePersonen den Saamen zuckern lassen/und täglich da-von essen. Senfft-Meel mit Honig / und ein wenigscharffenEssiS zu einem<5 älblem gemacht/ aufeinTuch
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gestrichen/ und also auf das zuvor geschorne Haupr ge-legt/so lang liegen lassen/biß die Haut davon roth wor-den / vertreibet die Schlafsucht / Schwindel / undSchlag- Flüße.
9. Ein köstliches Zug-Pflaster für das Zahnwehe:Nimm Tauben-Mist und Senfft-Meel/jedes einLoth/Pfeffer ein halb Quintlein/stosse alles zu reinem Pul-ver untereinander / mische cm wenig Pech und Ter-pentin darzu/ rühre es zu einem zähe/wohl klebichtenPflaster. Dieses auf Leder oder Taffet - Band in derGrösse einesThalers/ dick aufgestochen/an dieC chlaf'und hinter die Ohren gelegt/und darauf immer liegenlassen/ biß sie selbsten wieder absallen / ziehen die Flüßevon denen Augen / Ohren und Zahnen hinweg/ undvertreiben also die Schmertzen solcher Glieder. Senfft-Saamen mit Honig undTragant-Schleim ( durchweiß Gilgen-Wasser ausgezogen) vermischt/über dieMasen / Flechten des Angesichts / und anderer Theiletaglich gestrichen/ nimmt siesauber hinweg/und ma-chet eine schöne und liebliche Haut.
Senfft-undKressen-Saamenzerstsssen/ineinBun-delein gebunden/ weissen alten Wein dca i- ? geschüt-tet/ und allezeit bep dem Essen den erster» <.unck da-von gethan / stärcket die Dauung des Magens/ reini-get das Geblüt/ und vertreibet allen Scharbock /ohn-fehlbar: Wie dann solches sehr viel mahl probirer wor-den.
10. Der Sauerampffer kühlet und trocknet im an-dern Grad : Hat viel «nmuthiges / mild.-fiüchriges /und saures Saltz in seinem Sssst vermischet / und da-her die Eigenschafft / allen innerlichen Jast des Ge-blüts in den Fiebern zu tempcnren/den Durst zu lö-schen/die ssuerige jastende Gall in denZornmüthigenzu dämpffen / und allem Pestilentzischen Gifft zu wi-derstehen.
11. Sauerampffer/Lattich-und Endivien zu einemSalat bereitet und geessen/ benimmt den Unwillen desMagens / und die Verstopffung der Leber/ so vonüberflüssiger/ hitziger Gallen entspringet. Welchergrossen Durst leidet / und hitziger Natur ist/ der ge-brauche Saurampffer in der Speiß und Salat. Ei-nen gutenSaurampffer-Saamen geflossen/ und zwey-mal den Kindern eingegeben/vertreibet dieSpul-Würme: Nimm die Blätter vom zahmen oder wil-den Saurampffer/destillier sie ohn allem Zusatz/ so hastdu ein nützliches/ kräfftiges und kühlendes Wasser /und eine gewisse Hitz-Löschung in aller Entzündung.Dieses Wasser innerhalb im Leib gebrauchet / Abendsund Morgens/ auch des Tags getruncken/und seinentäglichen Tr anck damit vermischet/ löschet gewaltiglichalle innerliche und eusserlichs Hitze der Pestilentz undandern Fiebern; Kühlet dieerhitzteLeberundMagen/und benimmt alle Zufall / die von Entzündung solcherGlieder verursachet werden/ löschet den Durst/bringetden^ppcrit, zertheilet die Gelbsucht / benimmt dasAufwallender Gallen/treibet alles Gifft vomHertzen/und kühlet dasselbige in allen hitzigen Kranckheiren.Der aus dem frischen Kraut ausgepreßte und KirnrteSasst/ über einen gefeilten Stahl gegossen/ und imwarmen Sand cliZeriret/ gibt eine herrliche Stahl-Tinctur ab/ welche Kilnret/ und öffters auf 15. biß
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