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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
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394
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Des Melich»n Laick-imd F«id-Lcbel»S

tischen Saffts bey sich / kühlen also und feuchten sehr/geben auch schlechte Nahrung / und geringe Artzuey.Der Saamen aber hat m seinem nitrosischen Saltz-theil auch einwasseriches Oel/und dadurch dieEigen-schaffk/ theils zu kühlen/theils auch die scharffen Feuch-tigkeiten des Geblüts zu versüssen / durch den Ham zutreiben/ und gelinden Schlaft zu bringen.

> Aus den Kürbsen -Kernen Mit Pappel-und Erd-beer-Wasser eine Milch gemacht / -und davon offt ge-truncken/ löschet allefebrüischeHitz/ stillet den Schmer-tzen der Nieren und Lenden/ vertreibet das Brennendes Harns/und bringet gelinden Dchlaff. Weilendie Kurbsenden Magen hefftig erkühlen/und zugleichein wasserich Geblüt verursachen / werden sie zur Kostunnützlich gebrauchet ; Ist eine Speise für staraeBauers-Leute.

Die gebrandte Asche von der Kmbs RiM/hevletdieGeschwar der Löcher / so am männlichen Gemachtsich erzeigen/ lst auch gut für den Brand. Das Oel/so mit Kürbis-Blumen vermiHet/ und eine Weil andie Sonne gesetzt / stillet die Atz der Nieren.

Der Rauch von den angezündeten dürren Kürbsen/treibet alle Muckmund andere dergleichen Unqezieferaus den Gemachern hinweg. Das destM re Waffervon un ;eitlg-'NKürbsen/kan man äusserlich gebrauchen/leinene Tüchlein darein netzen/ und laulichr überlegen/zu den schmertziichen heissen Gliedern / vom Podagraund allen hitzigen Geschwulsten. Innerlich gebraucht/unddavon etliche Loth getruncken / löschet die grosseHitz der Fieber wunderbarlich.

4. Cucumern oder Gurcken/Heisset Lateinisch t^u-cumi;. cucumer; Italiänisch/(^ucumeru.^ocomc-ro; Frantzösisch / Lvncomlzre > Spanisch/LoZom»

bro.cokombro, ist ein allenthalben bekandtes Ge-wächs/hat kleinere Blatter/ Stengel und Früchten/als die Kürbse. Es werden derselben gleichfalls unter-schiedliche Arten gefunden: als die gemeine Gurcken/<^ucumi8 lsrivusvuiZsris; Die Türckische Cucumern/Lucumis sstivus major, s.^urcicu»; Die AegyptischeGurcken/ Lu^umis ^Lß^liacus rotunäi sviii, und an-dere mehr.

Die Cucumern sind kalt und feucht im andernGrad; haben mit den Kürbsen einerley Kraffr undTugend.

Aus dem Saamen pfleget man kühlendeMilch zu be-reiten/wie zuvor bey den Kürbsen angedeutet/um sol-che für gleiche Kranckheiren zu gebrauchen.

5. Die wilden Cucumern haben ein ezend - purgi-rendeö Saltz bey sich'/ vermittelst dessen es nicht nur un-ter sich den Leib purgiret / sondern auch die Mvnat-Zeir der Weiber befördert / und die lebendige odertodte Frucht austreibet.

Der aus der Frucht gepresste/ eingekochte und dickeEafft / wird in der Apothecken ^ isicrium genennet/( davon unser Autor nur dem Namen nach/Erwäh-nung thut/) purgiret hefftig/und wird wenig gebrau-chet. Dieser Cafft hält sich viel Jahr lang/und ver-liehret seine Krafften nicht. Es wird der wilde Cucu- imer/ wegen seiner grossen Bitterkeit und Schädlich-!keit/ gar wenig in dem Leib gebraucht / erfordert einenstarcken Magen/und ist sich mit ihmewohlvorzu sehen.Also wird auch der daraus gemachte Sofft eiatcrmmgenannt/mit grosser Gefahr eingenommen/ dann erdie Ausgang der Ädern eröffnet/und dihGedärme verle-tzet.

xx.

Von Spinat/oder Grün-Kraut/MltenMw > oder Meyer-Gar-

ten-Kreß/Sensf/ Sauerampffer und vracuncuio.

Er Spinat oder Binetsch/ wann er jung ist/sso hat er weiche merlechte oder schmutzige' dreyspitzige Blätter / welche mit der Zeit har-ter werden: Am Ende gegen den Stielen sind sie aus-qeschmtren/sor,^ii-et/wie zwey spitziae Ohren/fast wiedie kleinen Sauerampffer : Seine Wurtzel ist schmalund gering / kurtz und weiß mit kleinen Zäserlew: DerStengel scheust ziemlich hoch in die Höhe / inwendighohl: Seins Blumen stehen oben am Stengel zusam-men getrungeN/ wie die Trauben. Der (Zaame istspitzig und stachlecht/und wachsen je sechs oder siebenneben einander getrungen. Wird allenthalben inGärten gepflantzet/ wegen seines nutzlichen Gebrauchs.Das andere Geschlecht von Binetsch/ so edel und großBmetsch kan genannt werden / hat viel weiche lindeBlatter/so nicht gar spitzig / sondern ein wenig rundwie Mangslt: Die Stengel sind rund / hohl/ mitviel Zincken und schmalen Blattlein bekleidet. DerSaame ist rund/ohne alle Stacheln/dem Mangolt-Saamen nicht ungleich : Je mehr man diesen/in sei-ner Jugend abschneidet / ie d - ischelechter er wächst'

Man findet auch ein drittes Geschlecht / so dem anderngantz gleich / mit holen Stengeln : zwischen denselbenwachsen die aller kleinesten gelb-grüne Blümlein/ diestäuben davon/ohne allen Saamen / gleichwie etlicherHanff thut/den man Femel nennet.

Melte- Kraut / wird nicht nur allein in die zahme-wilde-und Meer-Melten abgetheilet/ sondern auch innoch mehrere Geschlechte zertrennet. Erstlich/ findetsich der zahme weiffeMelten/^tnplex KosleniisZibs,live sizilicie vi> ens, der bringet seine Blatter wie dergrosse Meyer / sind beym Stiel breit / von dannenausgespitzt/fett und safftig: so sie erstlich wachsen/wer-den sie weißlicht / darnach grün/bißwcilen bleichgelb/eines wässerigen Kraut-Geschmacks. Der Steilgelhat viel Neben - Zweiglein / ist zu Zeiten über z.EleNhoch/braun oder weißlicht / unten rund / oben aufeckicht; Tragt auf seinen Gipffeln Diel kleine/bleicheBlümlein: Darauf folgt der runde dünnfiache Saa-men. Die Wurtzel steigt ziemlich in die Erden/ mitviel angehengten Zaserlein.

Dem folget die rothe/zahme^ oder Garten-Melten/

^tri-