Dritten Theils Fünfftes Buch.
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mache also: Nimm Sparges-Wurtzeln i6.Loth/Kletten-Wurtzeln/Petersill-Wurtzeln/Bibernellen-Wur^tzeln/^teinbrech^Wurtzeln jedes ^.Loth/ allsgemeld-te Stuck sollen dürr seyn/und klein geschnitten wer-den / folgends soll man sie in ein zwölssmassigesVaßlein legen/ darnach solches mit gurem Most zu-füllen/ ihn darüber jähren lassen/und alsdann davonMorgens und Abends trincken.
z. Strabildorn/ Welsche Distel/so insgemein Ar-tischock oder Artischoß genennct wird / Heisset Latei-nisch/ (^56uu«,; Jtalianisch/^rticocco.Lsr-ciocco , dzrcio Larciot^o; Französisch/ ^rtickout.("srcje ct'^rli^kout; Spanisch/ (-'arclo czue ss comc;Dessen sind zwar vielerlei) Geschlecht; dochMallhiernur zweyer Sorten gedacht werben: Die ^)trabil-dorn werden in zahme und wilde abgetheilet: Diezahme nennet man Artischocken/deren man stachlichte/uad auch ohne Stachel findet. Die wilde oder kleineaber/ wird nur c.ir^e oder Distel genennet.
Artischocken mit stachlichten Blattern / Scoivmu?livc sstiva vc! iiortcnlis gcule^la, ist eingros-
ser Distel mit bleich-grünen/stachlichten Blattern/zubeyden Seiten zerschnitten; Der Stengel wachst bey2. Elen hoch; Oben auf dem Stengel/ wie auch auf
den Neben-Zweigen / stehet ein Knopff bey zircy bißdrey Fauste groß/ von Schuppen/ wie ein grosser Tan- jnen-Zapssen zusammen gesetzt / welcher sich hernachvon einander thut/und blauliche Distel-Blumen her-für bringet; nach welcher dann der Saame zeiriget/der sich mit den Kernen der grossen Sonnen-Blumenvergleichet/doch etwas kleiner und weißlichter ist.DioWurtzel ist sehr starck / auswendig schwartzlicht / in-wendig weiß/ und süßlichr am Geschmack.
Das Artischocken-Gewächs ohne Stachel/5co!y-MU8 s^tivus non Zcuic-jlus, ist dem vorigen nicht un-gleich/wird mehr dann das vorige gebraucht.
4. Der Orcc,oder wilde Strabildorn / ist viel klei-ner und mit vielen spitzigen Stacheln versehen / umderen Willen man sie. nicht gerne in denn Kuchen-Garten leyden mag / kan aber auch / wie die Amscho-cken gebraucht werden.
s. Der Strobildorn ist warm und trocken im an-dern Grad: führet ein balsamisches / mildfiüchriges/iebliches Saltz / neben vielen irrdischen Theilgen beysich/und bat also die Eigenschafft/gute Nahrung zugeben. Die gekochte Strabildorn oder Artischockensind dienlich wieder die Verstopffung der Leber undNieren/Gelb-und Wassersucht.
xix.
Von Melonen/ Atrnllen/Kürbsen/und Summern oder
Kimmerlmgcn.
Melonen sind eins anmuthige Frucht/man aber deren zu viel isset / verursachet^-^>:e böft Feuchtigkeiten/ Fieber / Grimmenund die rothe Ruhr / wie solches unterschiedliche Ex-empel bezeugen Es sollen sich auch die jeniqen vorden Melonen hüten/ welche erst von einer schwerenKranckheit wieder genesen/ denn sie sonsten wieder um-schlagen/ und n vorige/ wo nicht schwerere Kranckhettfallen/wie es König Heinrich dem Vierdten inFranck-reich ergangen.
Gesunde Leute/injonderheit die bitziger Natur sind/können die Melonen mit Zucker/ Brod und ein wenigPfesser essm/ auch einen guten Wein darauf trincken/also schaden sie wenig/und befördern den Harn.
Das Gries auszuführen/und den Stein/auä) denversetzten Harn fortzutreiben / ist nachfolgende Milchsehr dienlich : Nehmet Mandeln geschalet ein Loth/Melonen-und Cucumern - Kernen geschalet ein halbLoth/ stosset diese Stücke klein/ schütter darzu Erdbee-ren- Pappel-und Heuhechel-Wasser / jedes 4. Loth/machet eine Milch daraus/ und gebet solche dem Kran-cken auf zweymal zu trincken.
Das aus den verfchn ttnen woblzeitigen Melonendestillirte Wasser befördert den Harn / treibet dasGries und Nieren-Stein fort/ stillet den Durst/undlöschet die Hitz der Fiebern. Sieben Zeichen sind/wor-aus man eine gute vollkommene Melone erkennen kan;'Erstlich : Sie muß nicht zu grün nochzureissjeyn.'Vors andere: muß sie volle Nahrung gehabt haben/,und an einer lebhafften starcken Pflantze gewachsen
III. Th«l .
seyn. Vors dritte / muß sie auch nicht durch allzu,hcsstige Hitze/ zu einer gar zu schnellen Reiffung getrie-ben seyn. Vors vierdte/ muß sie einen dicken/ kurtzenund etwas gelöseten Stengel oder Stiel haben. Vorsfünsste/.muß sie fein aufgeschwollen und schwer in derHand seyn. Vors sechste/ soll sie nicht weich/sondernhartlich im Drücken sich befinden. Vor das sieben-de / müssen sie inwendig ein dick fett Fleisch oderMarck und trockne Hole haben/schön röthlicht seyn;und so man sie schüttelt/ nicht schottern noch schwan--cken. Daftrn sie aber dergleichen Eigenschaffren ansich nicht haben/ist es viel bester/man gebe sie / als ei- -neuntüchtig- und den Menschen zu essen/ungesundeFrucht/(s.v) den Schweinen/oder anderm Vieh/als idenen sie sehranmuchig sind/selbige auch sehr fett da-,von zu werden pflegen. !
2. Cirrullen sind eine Art von runden Kürbsen/doch werden sie vor besser und wohlgeschmacker gehal-ten ; Erfordern mit denselben einen gleichen Boden.Die Sammlung derselben ist/wann sie recht reiss sind/darum man sie Äugust-Citrullen nennet. Diese verder-ben nicht so gar geschwind auf der Erden / sondern zei-rigen je mehr und mehr. Bey dem ersten Frost werdensie früh gesaminlet/ und aufgehäussr an die Warme ge-legt/ daß sie des Tages über abtrocknen; Darnach ver-wahret man sie an einem t-mp-ntten Ort auf Bret-tern/man muß sie wenig aber berühren.Uber alles/wollesie vor Frost verwahret seyn / wideriges Falls verder-ben sie gar leichtlich.
z.Die Kürbsen hab en viel w ässerigen/ etwas mtro-
" Ddd ' tischen