mir blauen Blümlein besetzt/ die fallen bald ab. DieseEndivien vergleicht sich mir den Ncben-Zweiglein undBlumen tast der Wegwart. Ferner ist zu finden diekleine Endivien / welche sonst auch der wahre i»cano>,oder Garten-8carioj genennet wird/ heisser Lateinisch
iziriuiu , LLrioia, Iulvbu» minor, ^nclivia minvr in
s.niva anzulii solia. Ist vorgemeldtemmitWurtzeln/ Slengelii und Blumen gantz gleich/ allein/daß die Blätter schmaler/und am Geschmack bitterersind. Endlich find.t sich auch die krauße Endivien/
int^lzus cris^ia , iz^tivuin criljium. ^Ast
gleichsalsder ersten an Wurtzel/Blumen und Endi-vien gantz ahnlich/ ausgenommen/ daß die Blätterkrauß / gerollt/ und den krausen Lattich-Blattern glei-chen Die Endivien sind kalter und trockner Natur/nuteiner Zusammenziehung; Haben gleiche Theilemit derWegwartsn/ jedoch mit mehreren? wäßerigenS-W temperiret/ auch daher gleiche Eigenschaffr mitderselbigen.
4-D-e Endivien werden in Italien undTeutschlandmirjonderbahrem Fleiß gepfi»ntzet/und in der Küchezur^speiß uüS'-iat gebrauchet/und sind sehr anmuligzu gemessen. Sie sind gesund / und stärcken den erhitz-ten Magsn / daß er die andere Speisen desto besser ab-bauen mag / sollen derowegen die Endwien in nachfol-genden S hwachheiten gebrauchet werden: Nemlichin allen hitzigen Krmickheiten des Haupts / des Ma-gen?/ der Leber / und aller innerlichen Glieder / des-gleichen in der Hirn-Wüttigkeit/ indem hässtigen.Na-sen-Bluten/ Verstopssung und Verhärtung der Le-bern und des Miltzes / in unersättlicher Begierd zurUnkeuschheit / in unleideutlichem grossenDurst, Gelb-sucht/ m natürlicher Hitze/ indenStechlagcn/in dendrey und viertägigen / wie auch hitzigen Fiebern/ undsonderlich in der regierenden Pestilentz Zeit/ denn sielöschen und mildern das entzündete Geblüt / bringet,den schwachen Magen / von Hltz und dessen zerstörtenwieder zurecht/sind dienlich im Blutspeyen /und allen Bauch-Flüssin/in derh .tziZm Glieder-Sucht und Frantzssen Kranckheit; Sonderlich aberist die Endimen eine heilsame Speiß und Artzney denschwangen Frauen'/ dieseltzameGelüst zuunn.nürli-chen Speisen haben; vertreibet den Saad undBren-nen des Magens. Wider dieVerstopstung derLeber/und alleandere Gebrechen derselben/so von Hitze kom-men : Nimm Endivien-Kraut / Erdbeer-Krauc / E-öel-Leber-Kraur/ Wegwarten/jedes ein Hand-voll/vermische dieseKräurer/ schneide sie klein/ fthürredarü-ber zwey Maaß frisches BrunnewWasser/ und laß essieden/so lang/als man ein hart Ey siedet/ alsdann> seyhe es durch ein Tuch/ und gib dem Krancken Mor-gensund Äbend? ein halb Quartel davon zu tnncken.! Endivien-Sasst etliche Tag nacheinander 4. Loth ge-! truncken / stiller den Saamen-Fluß. In < unlma /^ «s kan dieEndivien zu allen innerlichen Kranckheiren/wie die Wegwart/ nützlich gebraucher werden.
s. Das destillli rEndiSien-Wasser vicner m allen hi-tzigen Haupt-Kranckheiten/ in hitzigen GebrechenderBrust/Lungen/und des Magens/kühlet/ erfrischet /und starcket die Leber und das Mch/ wie auch auf dieVerstopftungen derstlbigen.Verrreiber dieGeibjucht/
z Fü nsstes Buch . "
und dienet wider alle hitzige Entzündung der Nieren /Mutter-Harnblasen/ und aliev innerlichen Glieder desMenschlichen Eingewepds/zertheilet auch das geron-nene Blut/ stärcket die schwachen Kinder im Mutter-Leib / alle Morgen und Abends/ jedes mal 4. oder s.Loth davon getruncken. Wider die Gicht der MgenKinder/ wenn eine Fiebrische Hitze mit unrerlauffet:Nimm Endivien - Wasser / Linden - Blüh Wasser / !Venedicten - und Rosen - Waßer/ Violen-Sy- >rup/jedes 2.Loth/vermisch>ealles durcheinander/undgieb dem Kind offt ein Trüncklein davon. Mit Endi- ^vien-Wasser laulicht gegurgelt / dienet wider die Ent-zündung des Hals und der Mandeln.
Der in den Aporhecken also genannte einfache En- ^divien-Syrup/ cie knclivis lims)lex, stärcket/
kühlet/ erfrischet den erhitzten Magen/ dieLeber/Miltz/Nieren und alle innerlicheGlieder/eröffnet die Ver-stopffung derselbigen/ vertreibet die Gelbsucht / dienetwol in hitzigen Fiebern/ darvon naä) Belieben ein paarLöffel voll genommen / oder z. Lolh-mit 6. Loth Weg-warren-WWr vermischet/ und aus einmahl getrun-cken /darzu / der in den Aporhecken genannte doppelteEndivien-Syrup / 8/n>jZUs cls Lnclivia cumpttlitusnoch dienlich ist.
6. k., k>. Qubi,in. in seiner
neu-vermehrten Garten Lust/ schreibt von « suiitior-also p. 17^. Einsehr edles und subtiles Garten Ge-wachsistder Lauükor, oder Blumen-Köhl; WirdvonSaamen gezogen/weicher aber dieser Landen nichtrecht zeitig/ und daher» aus Welsch-oder andern war-men Ländern geschickt wird. Er wird / nachdem erüber Nacht im Wein geweichet worden/in Mist-Bee-ter gesäet in demZeichen desSteinbocks abnehmendenMonds. Den Saamen soll man nicht mit dem Re-chen untesden Grund scharren/ sondern eines Zwerch-Fingers dick/ gute/ fette Erden darüber streuen / und/.venn es warm/ bespritzen/ biß er aufgehet. Im April/oder May im obigen Zeichen aber/ im Vollmond/ sol- llen dann die Setzling in den Garten verseht / und nach14. Tagen oder drey Wochen/ wenn sie ansangen zuwachsen/ die Erden darum aufgehäufelt wer den. Zwey^schuhe weit sollen die Stöcke von einander stehen /damit die Sonne zu den Wurtzeln scheinen möge.Wann grosse Hitze ist / solle man eine Zwerch-Handbreit vom Stock kleine Gräblein machen/mit altemfetten Mist ausfüllen, und allezeit den andern Tag ab-gestanden Wasser darüber giessen / doch/ daß nicht der,Stock / sondern allein die Wurtzel begoßen werde /und dieses nach Untergang der Sonnen/ worvon die 5S rocke 2. oder z. Wochen nach Jacob, Sacunen tra- ^gen werden. Welche aber nicht tragen/ werden umMichaeli in den Keller/ in die Erde oder Sand ver-setzt ; Doch soll man imversetzen / ihnen wol Erden ander Wurtzel lassen ; Und wann der Grund gantz tro-cken im Keller / soll man dem Stock ein oder zwey ^^chausseln guten verwesenen Mist geben / und emwenig begiessen / daß die Wurtzel etwas Feuchtigkeitbekomme.
Etliche / um frühen Caulifior zu bekommen/säendenselben um Jacobi/ lassen ihn wachsen bH ausMi-chaeli; Alsdann setzen sie diese Stöcke in den Keller /
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