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DcS Adelichcn Land-lind Feld-Lcbenö
Meer-Rettig/ nehmen darzu Essig und Honig/sieden j vergleichen sich mit den Stengeln/Blühe/Saamen/-«ikii-fai'mis,mirk !>l piner j'titü und Hülsen- Säcklein / den Rüben ! Die Wurtzel
wächst fast in des Rrttigö Länge/ ist doch unten kür-
das miteinander/ biß es dick genug wird zu einer Lat-wergen. Solches geben sie für den reissenden Stein /und für die Verstopssung der Mutter.
5. Den Winter-Rapuntzel säet man um Jacobi/und auch Bartholomai im Wachsen des Liechts/ in eingutes feuchtes und fettes Erdreich / so wachsen sie wol:und kan man im Winter einen guten Salat davonhaben und gebrauchen. Der Saame hält sich dreyJahr/und ist denselben abgemercker/ daß der zwey-jährige alle mahl besser / als derneue zu säen ist. Manmuß denselben beyzeit abnehmen/ denn er leichtlichausfallet/ und darff ihn nicht stehen lassen/ biß er garzeitig ist/ sonsten wurde man gar wenig darvon bekom-men. Wenn man den Saamen abnimmt / kan manihn auseinemTuch an dieSonne legen/daß er vollendsreiff wird/ und von sich selbsten ausfället. ,
6. Der Rapunheln Gebrauch/bestehet des Früh-lings im Salar/ mit Saitz/ Oel/und Essig bereiter:Sieniachen Lust und ^ppcril zur Speiß( machen ei-nen guten Magen/ bewegen den Harn) etliche sagen /man solle sie zuvor ein wenig im heissen Waßer quellen/und alsdann zum 5 alat bereiten.
7. Vsn den Steck-Rüben hier auch etwas zu mel-den/ davon unser nichts gedencket. So habensie Better wie derRettig/diese sind rauh und scharff/
tzer/undam obern Theil dicker; Man findet zweyer-ley Steck-Rüben/ die eine weiß/die andere gelblicht/die gelblichte/ist dicker dan die weisse/aberamGefthmackunfreundlicher. Wann man die Steck-Rüben nichtversetzt / wie auch die andere Rüben / so wird eine wil-de Art daraus/ die man Z^ivcltrem nennet.
8. Steck-Rüben seyndwarm im andernGrad/undfeucht im ersten/ sie Heben zum Gebrauch den Saamcn/welcher trocknet/wärmet/abticiZ>ret/ offner/ kochet/und zertheilet/ widerstehet dem Gisst gewaltsam;dannenhero er unter den Theriac kommt/ treibet dieBlattern der Kinder startlich heraus / wird auch sehrnützlich in bösen/gisstigm Fiebci n gebraucht/ ist gut mder Gelb-Sucht und vcrhaltnenHarn.- Man pflegtauch diesen Saamen zu stosscn/ mit sauren Pon me-rantzen - oder Lemonien-Saffr zu vermischen/ und wi-der die Bauch-Wurme einzugeben; So/cmand sichwürgen / und den Magen darmit reinigen wolle/ dertrincke Rüben - Saamen mit laulichtem Wasser / esmacht Erbrechen. Es weiden diese Steck-Rü-ben eufferuch an dem Leib/ gleickerG- staltgebrauch:/ sls wie d»e andereRüben.
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Je Zwiebel haben eine runde Wurtzel / wieein kleines Knöpsslein / aus vielen dünnenHautlein oder Schelffen zusammen gesetzt:Das eujserste Hautlein ist zart und röthlichr/ untenaus der Wurtzel kommen viel harige Wurtzeln oderFaslein Herfür. Der Stengel ist fast anderthalb Eienhoch / hohl und rund / hat in der Mitte einen dicken /aufgeblasenen Bauch/an welchesGipffel rundeKnöpff-lein / mir dünnen weissen Hautlein überzogen/ die bre-chen mit derZeit auf/ und kriechen die gestirnte zusam-men getrungne/ bleiche/ weisse Blumen Herfür / wel-che endlich zu kleinen Knöpsslein werden/ in welchenje zwey oder drey scbwartzeerkichte Körnlein verschlos-sen liegen. Die sind hohl/ wie die Trompeten/ grünaufgespitzet/ am Geschmack scharff.
2. Die Zwiebeln sind der Armen (zu Zeiten auchderReichen) tagliche Kost/ weil sie ihre Speisen da-mit würtzen : Ja auch rohe zum Brod mit Saltz es-sen/ jedoch von wegen ihrer übersich riechenden Artbeschwaren sie sehr das Haupt und die Augen: Sollenderohalben von denen/so studiren/ und ein feucht blödHaupt/ Gesicht / und Gehör haben/gemeidet werden.Wo man sie aber gebrauchen will / so kan man dieseunter dem Lattich und andern Kraut-Speisen essen/dann sie die überflüssige Feuchte und Kälte mil-tern. Wo ab?r die statiq gebraucht werden/ meh-ren sie den natürlichen Saamen. Sie werden vonkcrnclio gelobt/ daß sie eine sonderliche Art haben sol-len / die groben pkiczmzt^ in der Brust zu zertheilen /
zu saubern / und auszuführen: Sonderlich/so mansie mit Honig-Wasser kochet / und isset / oder mitKressen und Hönig vermischet / und wie einLatwergleingebrauchet/ derowegensie den Jungen gut seyn: Oderaber meinerGlut sanffriglich bratet/Abends undM or-gens gebrauchet/ da dann etliche Zucker darunter ver-mischen.
! k^ilciniz schreibst in seinem T'raA st u 6 ' daß/^ wann man eine Zwiebel aushöhle/ undmitgutcmMi-. drithat fülle/ darnach den abgeschnittn en Deckel wie-derum auflege/ oder in heissen Ommern oder Aschenj weich brate / darnach miteinander zerstoßen/und wie! ein Pflasterauflege/ seyees herrlich gut zu den Beulenund G'schwären / so sich in der Pestilentz auswei tn:Dieselbigen machen es zeitig / und ziehen das Gisstaus dem Leibe. Zwiebel im Schmaltz geröstet / undden Kindern übergeleget/welche nicht harnen können/hilssr ihnen bald.
Ein Lxp-nmcntum. wann die jungen Kinder denHarn nich'können ablassen: Nimm die allerdünsteZwiebel - Schelffen oder Häutlein/ so zwischen einemjeden Blar ligt/legs dem Kind vornenaufdasRöhr--lein/ es macht harnen. Zwiebel wie einj rium in die Mutter geschoben/ eröffnet dieAdern/undbringet den Weibern ihre Zeit / so eine lange Ze-.t stillgestanden/ und verirrer gewesen. Zwiebeln geschält /in Baum-Oel gelegt / in ein Sacklein eines Fingersdick eingenehet/und in die Affter geschoben/eröffnetdieGulden-Adrr. Das dünne Hautlein / so zwischen je-dem!