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Des Adelichen Land-und Feld-Lebens
jährig / allemal sich besser artet/ als der frische / undwerden t>ie Stöcke vie! stärcker und besser dardurch.Daß auch offtmals dieSelleri im Sommer/ wannsiesind gepflantzet/ so sehr im Stengel ausschiessen/das rühret ohnfehlbar daher/ daß die Aussaat undVerpflantzung im neuen Liecht / oder Neu-Mond ge-schicht/dann niemand/der ein wenig derSachenWis-senschafft hat/ wird verminen können/daß alle Garren-Gewächse/so im neuen Liecht gesäet/gemeiniglich baldaussch<essen/ also muß mandenSellcri-Ssamen al-lemal im wachsendem Mond / in einen» in dischen Zei-chen sam/und im alten Liecht in solchem Zeiten ver-pfiantzen/so werden sie gewißlich nicht so ausschiessen/und auch viel stärcker / unter sich in die Wurtzel trei-ben und wachsen.
Selleri ist eines von den gesundesten und edelstenGarten-Gewachsen/ dann man kanesaufzweyerleyArten gebrauchen/als zum 5' alat / und dann auch anHüner-Kalb- und Lamm-Fleisch kochen; Ist eine gargesunde herrliche Speise/ sonderlich vor die jenigen/jo mit dem Stein behaffret sind. Eo weit erstge-meldter Heß.
3. Die sogenandte Zucker - Wurtzel hat voneinem S-tammen acht oder neun langer Wurtzeln/ ei-nes Fingers dick/mit 6.oder 7. unterschiedlichen Ge-leichen/ hat kleine Zäserlain/ ist mürb/ und eines liebli-chen/süssen / anmuthigen Geschmacks/ mit einer gerin-gen Bittere und S chärfte. In der Mitte hat einejede Wurtzel eine zähe/kleine Nervc durch gehend/ dieman nicht beissen kan.
Di« Blatter sind breit und länglechtig/viel kleinerdann die Hirtzmorellen / der weissen Bibernellen/oderdem Brunnen-Peterlein ähnlich / und auch also zer-kerfft. Die Stengel werden Elen hoch / gewinnenziemliche Neben-Zweiglein/ oben am Ende derselbi-gen kommen weisieBlümleinausKronen/darauffol-get ein breiter grauer Saamen/aus welchem man wie-der junge Stöcklein ziehet.
Diese Zucker-Srüblein werden auf allerley Ma-nier zur Speise gekochet. Etliche sieden diese Wur-tzeln/darn.ich'backensie dieselbe in Butter/zuvor mei-nem Taiglein getunckt von Eyern/weit; Meel und einwenig Saltz bereitet/bestreums mir ein wenig gestos-senem Pfeffer / und essens aljö. Etliche backen dieWurtzeln rohe/ohne allen Zusatz/in Butter / bch siebraunlechtig werden/ darnach setzen sie solche mit einergutenOchsen-Fleisch-Brühe zum Feuer/lassens sieden/biß sie weich werden / werften ein wenig weiß Meel/oder gerieben Brosam weiß Brods mit Aucker dar-'zu/lassens mit sieden / daß es ein dickes Brühlein gibt/rhun darzu ein wsnig gestossnen Pseffer / so wird esein sehr wolgeschmackes Essen.
Andere machen vor die abzehrende Menschen einEssen/ wie folget / daraus : sie schaben die Wurtzelnsauber/ schneidens zu Scheibletn / wie man den Ret-lich schneidet/setzens zum Feuer mit frischer gemolcke-ner Milch / lassen dieselbe sieden/ biß sie gar weich wer-den / darnach trucken sie es durch ein härm Tuch/thun mehr Milchdarzu/ und etliche frische Eyer-Dot-tern/würtzens ein wenig mitZimmet /Negelein undS^ffran/machen einen Brey oder Mues daraus und
bestreuens mit Zucker; das ist sehr anmuchig zu essen/und gibt eine treffliche gute Nahrung.
Noch andere nehmen/anstatt der Milch/eineguteCapaunen-Brühe/ oder eine krasslige Nind-Fleisch-oderHammel-Fleisch Brühe / und bereiteres obge-meldter Gestalt. «In Summa/man bereite diese Rüb-lein/w»e man wolle/so sind sie gesund und verdaulicher/dann die gelben Rüben oder Pastenach / und machenein sehr reines und dünnes Gebiüth. Man machet^ auch guten Salat aus diesen Rüblein/ fein sauber ge-> schabet/ darnach weich gesotten /abgekühlet/ in einem! frischen Wasser/ und das zähe Nervelein daraus ge-than/folgends mitgutem Wem Essig / Baum-Oele' und Saltz zu einem Salat/wie gebräuchlich/ berei-tet. Etliche geben es also rohe und ungesotten.
Man machet sie auch mit Zucker auf folgendeWeise ein: Nimmt der Rüblcin ein gutTbcil/schabetund säubert sie wohl/ziehet das innere zähe Nerve-lein heraus/waschets sauber/setzet sie darnach mit ei-nem dünnen Zucker-Syrup/in einen Kesselein oderandern bequemen Geschirr über ein Kohl-Feuer/undlasse' sie gemahlich mit einander zu rechter bequemerDicke sieden / und darnach thut mans m einen stei-nern Hafen oder Porcellane Büchsen / so darffmankeine weitere Arbeit darmithaben/dann sie sind rechtund wol eingemacht.
AufdieseWeise kan man alle frische Wurtzeln mitZucker einmachen. Die Zucker - Wurtzeln also ein-gemacht/ist eine heilsame Artzney denjenigen/so durchlangwirige Kranckheit vom Fleisch kommen sind/ je-der Weilen ein paar darvon gessen. ie dienen auchden blöden/ erkalten und zu dem ehelichen Werck un-geschickten Männern / Morgens und Abends dieserWurtzeln gessen : Können auch mir andern Hertz-starckenden Artzneyen nutzlich gebrauchet und vermi-schet werden.
Einen köstlichen Lons-rven-Zucker : Man nimtder geschehlten und gesäuberten Wurtzeln ein Pfund:Die schneidet man klein scheibelechtig / und dünn/ wieRettich/ darnach setzt man die in einem Atcker-Keße-lein mit genügsamen frischen Waßer auf ein Kohl-Feuez/lasset sie sittiglieb sieden biß dasWaße: schier ein-gesotten / und die Wurtzeln wol weich werden/ diezetreiber man dann klein mir einem höltzecn Stössel /oder saubern Koch-Löffel/ darnach streicht mans durchein hsrin Sieblein / oder aber durch ein neu Pfeffer?Tuch / und was im Sieblein bleibet / das nicht durch-geben will/ das wirffrman hinweg. Zu der durchge-strichene Mateei aber thut man 2.Pfund Fein-Zucker/lassets über einem linden Kohl-Feuerlein sieden / bißdaß sie die Dicke einer Lattwergen- oder ConservenZuckers bekommt/ alsdann ist es gerecht; Das ver-! wahret man zum Gebrauch in steinern oder Porcellan-Büchsen. DitserConserven-Zucker hat gleiche Wurtzeln. Davon gibt man zu den obgemeldten Gebrechen / einer Castanien groß ein auf einmal. Auf dichWeiß kan man fast von allen Wurtzeln ConservenZucker machen/ ausgenommen/ daß man zu den zan-!gern/hitzigen und schärften Wurtzeln/als dasind A-lant>Wurtzel/ Angelica/Liebstöckel/ Bibernellon/und
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