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De6 Adelichen Land-unvFeld-Lebenö
Furchen der Felder/ unter dem Getreid; Ob diese un-sere wilde Rüben die jenigen seyen / von welchen vio-scoriä-ü also schreibet: Den wilden Rüben-Saamcnvermischet man unter die Lolmctica, das ist/ unter diejenige Schmincken/welche das Geficht und die Hautschönmachen / jedoch stehet noch imZweiffel/wiewoldes l)>olcc»ick, Beschreibung nach unsere wilde Rü-ben von den scinigen nichtviel unterschieden sind.
z. Der allzu össtere Gebrauch der Rübcn machetdicke »umoi-es und verstopftet die Leber; Obsieschensonsten (wennman sie massiggeniesset)mehr laxiren /als stopssen/ denn unter allenWm tzeln/ die zu gemessensind/ nähren keine besser als die Rüben/ welches manauch aus der Lieblichkeit des Geschmacks wird abnehmen können. Dann die Natur allere peisen ist / dal;die Bittere/und welche die Zung zusammen zieben /weniger/ aber dir süsse/ grössere Nah» ung geben. Weildann die Rüben süsser als andere Wurtzeln/ und we-niger die Zung zusammen zich. n/ soist es auch der Ver-nunft gemäß / daß sie eine bessere Nahrung reichen:Jedoch machen die all zuvulen Rubm ein dickes u> dmelancholisches Geblüt / weilen sic sich nicht wol imMagen verzehren. Daher die Rüben erfordern /daß sie lang gekocbttund deßwegen diese die beste sind/weiche/ nachdem sie im Wasser abgesotten/mit frischemWasser noel, einnit hl gelccht werden. Die zarteSchoß der Rüben können a?nosscn werden / weiisieden Harn treiben. Die Rüben mit Saltz-Wassergekochet / oder m.t SkitzundEss'g genossen / nähren
zwar weniger / iedoch erwecken sie viel mehr den ä s>'p-rit. Den Rüben-Saamen zerstoßen / und har,ffigeingenommen / reihet an die Begierlichkeiten des Flei-sches: Man sagt/wenn man diesen SaamenmitÄ-ckermüntzund mit 1 crr.1 l.cmniz vermischet / so seyeman denselbigen Tag sicher vor Gisst / und könne vonkeinem Biß eines gifftigen Thiers verletzet wer den/ soman denselben anhänget; E o heylet er auch durch einesonderliche Eigenschasst die Kranct Heitender Scham
Oilcvriclci lid. L. c.lid. l 8 c. > z (-Llc-nus Nb. ^.cic ^limcnt. 62.8c lik. 6. c!e
>mpl. mccl. s^cult. csp. K8. Le Luncon Lctki in
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v. Die Mohren/ oder selben Rüben geben denSaamen und Wurtzel zum Gebrauch/ und sind dabeyeines angenehmen Geschmacks. Kayser Tiberiris /wie Plinms schreibt/har so gerne gelbe Rüben gessen /daß man sie ihme jährlich aus Tculschland von demRhein-Strohm / allwo sie am besten seyn/ hat bri«genmüssen.
DieMohren sind warm im ersten/ und feucht imandern G.ad/ solche gesotren/ sind dem Magen nütz-lich / bringen Lust zur Speiß. Der dörre Saamengepulvert/im Mein eingenommen/ist gut denen / sodas Grimmen in dem Leib haben/ treibet den Ste n/und die Weiber-Blume; Die Möhren samt denBlär-tern und Saamen genommen / ein Bad daraus ge-macht/ darinnen gebadet / leistet Linderung in demStein-Schmatzen.
C z?. X l s.
Von MM/Petcrsill/Bocksbart und Scorzoncra.
)Nter dem Namen Cicbori werden gemei-^ ^ niglich siebenerleyGeschlecht begrissen/wel-(H^^cht beyden övtanicj» ordentlich beschrie-ben werden ?>lle dieselben sind kalt und trecken im an-dern Gred/ mit einer äli.iQion oder Zusammenzie-hung/ kühlen aber/doch also/ dafisiewrder den kaltenMagen oder die Leber nicht verletzen/ und sind die wil^den Geschlecht krässtiger und stärcker in der Artzney zugebrauchen/ die zahmen aber zu der Speiß und Kostdienlicher/ dieweil sie durch die Pflanzung etlicher Mas-sen die Bitterkeit verlieren.
Es wird die Cichon heutiges Tages sonderlichSommers Zeiten zu den Salaten / beyde die Wur-tzeln und das Kraut/ auch im Winter gebraucht; diekan man durch die Kunst bereiten/ daß sie nicht alleinden bittern Geschmack von sich leget/ sondern/ daß sieauch dick/schön/weiß und mürb wird. Jrem/ wennman sie 2. oder z. Tage i'nWein peitzet/ so bekommt sieeinen angenehmen Geschmack.
Man braucht auch dieCichorien nicht allein zu denSalären/sondern man machet auch gute gesundeMüß-lein daraus/ siedet auch das Kram bey dem Fleisch undHünern / dieselbige damit zu uähren/ sonderlich inGommers-Zeiten und hitzigen Kranekheiten. Wannman das Kraut also bey dem Fleisch gesotten / thutmansdarnach mein Schüsselein / giesst ein wenig
5-bricitznten/ und in andern hitzigen Schwachhei-ten. In Summa/ man gebrauche die c. undderen Wurtzel in der Speiß/wie man immer will/sosind sie dienlich/in folgenden Kranckheiten/als in al-len hitzigen Fiebern und innerlichen hitzigen Gebre-chen des Magens/ der Leber/des Mi!tzes und der Nie-ren/sonderlich aber in der hitzigen Gelbsucht/ Bauch-Fsüssen/Nieren-Schmertzen/Verstopssungde.'Weib-lichen Monat-Blumen / in Pestilentzischen Fiebern/inRegierung der vergüteten pestilentzischen Lusst/ in derFrantzolen-Kranctheit :deßg eichen / so einem der Luftzum Essen vergangen ist/und sollen beyde/Kraut undWurtzeln/in allen Speisen von denjei nen genützetwerden/ so von unsinnigen Hunden gebissen wordensind.
Es ist die^ickic," eine auserwahlte / und gesundeArtzney/ zu der Entzündung der Leber/aus alle Maniergebrauchet/wie man will/ als nemlich/dieBlatter frischoder gekocht gessen/den Sasst oder die gesottneBrühevon dem Kraut oder Wurtzel getruncken/ oder dasPulver von dem dörren Kraul / oder Wurtzel einge-nommen/ dann sie kühlen sansst/ und ziehen auch sirrig-lich zusammen / starcken und erhalten die Leber in ihrerKraffr/ reinigen auch die verstopsscen Aederlein der-selben/ in Summa/es sind diese Krauter von gantzerihrer Substantz und Art der Leber dienlich/ nicht allein
Agrest darüber/so ist es eine herrliche Speiß vor die'widerdieHitz/sondern auch in kalten Ge brechen der -
selbes ^