Dritten
selben/ alsdann mag man beyde Eichenen mit Peter-lsin/ Fenchel und Cichorien-Wurtzeln im weiffenWeMsieden/ und die durchgesigene Brühe darvon Morgensund?lbenvs zu trincken gebsn. Cichorien -- Kraut/ o-der Wurtzeln gesotten/ hernach aus Eßig wie ein Sa-lat gessen/verbessern den zerstörten machenLust zum Essen/und vertreiben den schwangern Wei-bern die Gelüst zu unnatürlichen Speisen. GleicherGestalt gebrauchet/dienen sie wider dieBauchfiüß/stillen den Saamen--Fluß. Des ausgedrücktenSafftsja über den andern Tag i. Loth oderfünffaufeinmahl getrunken / hat gleiche Krafft und Wür-ckung.
Jcem solchen ausgetruckten und geläuterten Cicho-rien-Sastts/ / etliche Tage s. oder 6. Loth getruncken /tteibergewaltiglichaus die Gelbsucht/ sonderlich aber/wenn ein Fieber darbe!) ist. So aber kein Fieber da-bey ist/ soll man des gemeldten geläuterten safftsnehmen 14. Loth/und zwey Loth guten weissen Wemdarmit vermischen/ und alle Morgen etliche Täge nacheinander nüchtern rrincken. Diß seye genug von derCichom gemeldet/wer ein mehrers hiervon zuwissen be-gehrt/ der kan die 6^c,nic»s aufschlagen/ so wird ertreffliche Vergnügung erlangen.
Der Perersil ist dermassen von wegen seinesvielfältigen Gebrauchs/ jederman so wol bekandt/ daßes nicht vonnöthcn ist/ denselben weitläufftig zu beschrei-ben. Er hat eine lange glattcWurtzel/ mit vielenNe-ben-Züncklein/ wie der Fenchel/eines guten und wol,riechenden Geschmacks und Geruchs/mir einer ziemli-chen Schärffe aufder Zungen. Die Blätter sind aus-geschnitten/ klein zerkerssr/ und gröber zerschnitten/dander Körffel/von Farben liechtoderSchweitzer-grün/DieStengel sind halb rund/mit vielen Nchen-Zweig-lein / weiche allererst im zweyten Jahr/ nachdem er ge-säct worden ist/ von der Wurtzei Herfür wachsen. Aufden Gipsseln der^rengel und Neben-Zweiglein/wach-sen kleitu Crönleln mit gelbenBlümlem/ darauffolgetein kleiner Saamen / dem grossen oder Peterlein-Saamen / oder dem «saamen des Waßereppichsgleich/ der ist wol -riechend/und an Geschmack etwasscharff/ von Farben geelgrün.
z. UnsereGärrner säen den Peterlein-Saamen erst-lich im April/und gegen dem Mayen/ nach der Lehre: Desgleichen um St. Laurentzen - Tag undBartholsmai/ aufdaß man den Sommer jungen Pe-terlein möge haben. Er gerathet aber viel besser/ wanman denselben / wo heiß Land ist/ im Heumonat säet.In den remperirten aber und mirtelmässigen Landen/im Augustmonat/und in kalten und frostigen Orten imHerbstmonat. Etliche säen den bey uns im Christ-Monat/ und er gerathet fast wol / also / daß man ge-gen dem May schönen/ Mgen Peterlein haben mö-ge.
4. Der Peterlein gehet viel eher auf von altenSaa-men/denn von dem/welcher frisch ist/ wird auch schö-ner und grösser/ doch muß der Saamen gantz und nichtfaul/oder wurmstichig seyn/dann es kan sonst der Pe-terlein-Saamen das Alter wol leiden/und bleibet indes sünffte Jahr bey seinen Kräffden.
s. So jemand schönen breirenPeterlein will haben/
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der soll alten Pekerlein/so vieler mir dreyen Fingernfassen kan/ in ein reines Tüclilein oder Lümplem bin-den/und also in kleine Grüblein in Grund setzen: Oderer soll Peterlein-Saamen in Geißbohnen verschlissen/und also in das Erdreich verscharren. Das geschahtauch/wie derKays«r( onk?ntinu5iib. n. c.24 will^oman um die Wurtzel gräbek/ Spreuer darzu schürm /und darnach begiessek. Der Pekerlein wird hübjcb/und krauß/ so man den Saamen/ ehe man ihn säet/ zu-vor in einem Mörßner ein wenig quetschet/ und sobalder ansähet Herfür zu wachsen / den Grund hernach miteiner Waltzenebnet/welches^bcopKrUtuzil^.^5 I.U ius Lolumclla l I2.c. z. und Lonli ^minusein-helliglich bezeugen.
Der Pekerlein ist warmer und trocknerEigenschasstbiß in Anfang des zweyten Grads. Er wird nicht al-lein zu der Speiß von manniglich dieser Zeit genutzt /sondern auch zu der Artzney innerlich und eusserlich ge-braucht. Das Krank findet man über Wyiker grün/und auch das gantze Jakr hinaus in den Gärten. DieWurtzeln sollen im Frühling zu der Artzney gesamm-letwerden/und sind aber die erst jahrigen am kMtig-sten. Der Saamen wird im Augustmonat zeitig / inwelcherZeit er beydes zumSäen und Artzney gesamm-let werden soll.
6. Es hat der Pekerlein dieKrafft und Eigenschassk/zu eröffnen/ zu stärcken und zu erwärmen/ er ecwarmerund stärcket die Leber/ die Nieren/ und Blasen/ er ko-chet den kalten zähen Schleim / eröffnet die Verstop-fungen aller innerlichen Glieder/ sonderlich aber derLeber / und reiniget dieselbige / vertreibet die Geel-sucht / treibet den Harn/ reiniget die Nieren und Bla-sen/ stärcket denBauch und alles Eingeweid/ rohe odergesotten gesten. Derowegen dienet er trefflich wohl /so man den in Speisen/als bey den Fleisch/Fischen /Suppen/ und in andern Speisen kochet.
Er ist auch M in der Wassersucht/den grünen ,Siechragen/cscKsxia.VerstopffungderLeberunddes ^Mützes/ desgleichen in allenKranckheiten der Leber undMiitzes/ die von Kälte ihren Ursprung haben. Inden Bauch-Flüssen / die von Verstopffung der Leberherkommen. Item/ denen/ soBauch-Wurm haben/auch den Weibs-Personen/ welche chrer natürlicheMonats-Blumen beraubet sind/ oder dieseibigen nichtgenugsam/oder zu ungebührlicherZeit haben/ desglei-chen den unfruchtbaren Weibern/auch denen/ diemit der Colick / Grimmen/ Leib- Wehe und Darm-Gicht beladen sind. Desgleichen in den Mag. .e-bern/(^uoriöian, 5cni2n,()uärtas,,und allen andernFiebern / so von Kalte und Verstopffung ihren Ur-sprung nehmen. In allen gemeldten Kranckheiten /soll man Peterlein-Kraut/ Wurtzeln und Saamen /m den Speisen auf alle wege/ wie man kan/gebrau-chen. Dieweil auch derPeterlein sonderlich demGifftWiderstand thut/ und derowegen höchlich von denAlken gelobt wird/soll man denselben keines Wegs mitden Speisen/in Sterbens-Läufften/ wann vergiffter/und böser PestilentzischerLufft/ oder sonst giffkige/ pe-stilentzische Fieber regieren/ darbey zu kochen unterlas-sen/ und das fürnehmlich zu kalter Zät und im Win-ter. Den Peterlein' Saamen pfleget man auch mit
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