Dritten Theils Fünffteö Buch.
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werden/ müssen gebracht werden : Wovon auch im dardurch sehr das Haupt/und hebet dessen Verstopf-Winter alsdann ein guter Rettich-Salat pfleget ge- fungauf.
macht zu werden. I m. i.Die rothen Rüben erweichen den Leib. Der
4. Man hat im Herbst noch ein kleine Art Winter- Saffr wird auch eusserlich zur Haupt, Reinigung ge-<Xett«che/ so gantz gelinde / und nicht kerbe vom Ge- macht/ so er nehmlich aus der Wurtzel gepresset/ und in
schmack sind/ welche man sehr frühe im April säen kan /und gar gut thun; Ich habe sie auch frühe ins Mist-Beete/und an die Rabatten gesäet/ sind mir aar wolgerathen/ daß ich sie an statt der Monarh-Rettichehabe können gebrauchen/wie sie dann denselbigen gantzgleich sind gewesen. Diese Eaamen halten sich auchnicht langer als z Jahr/ im vierdten Jahr gehen sienoch wol auf/ aber gantz einzeln und dünne. Er willan einem kühlen und lüffrigen Ort verwahret seyn.Der^nterscheid an den Winter-und Sommer-Ret-tich-Saamenisi dieser: Der Sommer-Rettich-oderRadis - Saamen ist gemeiniglich gelb / braun / undrund / auch groß von Körnern; DerWinter - Ret-tich-Saamen istdunckel-braun/und nicht so vollkom-men/ sonderlich der kleine/ runde / und die Sand-Rettiche.
5. Rettich ist warm im dritten / und trocken im an-dern Grad / öffnet / skltcrgirt und macht dünn/ treibtden Stein/ Harn / und der Weiber-Zeit/ ist gut zurverstopssren Leber und Milk; Den zähen Schleim indem Magen verzehret er. In den Fiebern bind mansauf die Fuß - Sohlen ; In dem Haupt - ^chmertzenauf das Genick; Innerlich gebraucht/ macht er Auf-steigen des Magens.
die Nase gezohen wird.
2. Über die jenige Art/die rothe Rüben einzuma-chen/ welche unser seeliger ^utorp.oz,. beygebracht/werden sie auch auf solche Weise in Eisig eingmachtSie nehmen die rothen Rüben in ein saubern Hafen /denverdecken sie/ und stellen den in ein Back-Ofen /wann man Brod backen will/ lassen den darinn stehen/biß das Brod gebacken ist / denn thuen sie solche her-aus/ schaben das Häutlein davon / schneiden darnachdieselben scheibelechiig / nehmen darzu ein gut TheilMeer Rettig-Wurtzeln/ klein würffelechng zerschnit-ten / Coriander-Saamen gleichst) viel als des Meer-Rettichs ist/Aaiß-Sasmen/der gesäubert ist/frischenKümmel / deren iedes halb so viel / thun hernach diegeschnittne rothe Rüben m eine sieinernHaftn/ zettelndenMeer-Retlig mir den obgemeldten Saamen durcheinander vermischt / dazwischen; wann der Hafengefüllt / schütten sie einen guten Wein-Essig darüber/und beschwüre es/daß derEssig darüber gehe/sowird einCampost darcuuZ / den man übers Jahr behaltenkan / den gibt man zum Fleisch und Gebrattens.Man pfleget auch die rothen Rüben also einzu-
machen : Man siedet dieselben/ und wann sie von derobern Rinden gesäubert sind / schneidet mans zuL.Wer Radiß und Rettichesssen will / muß es mcht Stücklem eines kleinen Fingers lang/ dardurch lässetter oder nach der Mablteit tbun/ dann sie treiben die n / mit ,-m-m
unter oder nach dex Mahlzeit thun/ dann sie treiben dieSpeisen/ ehe solche recht verdauet sind / also nach derLeber/eben als die Petersilien-Wurtzeln/wann sie aber
man sie ein wenig sieden / mit einem duunen wohl-ver-schäumten Hönig / biß zu einer rechtenDicke/folgendswirfst man gantzenCoriander darzu/ und behaltet sie invor der Mahlzeit massiglich( dann/ wann man zu viel kleinen Väßlein zum täglichen Gebrauch. Diese Rü-davon isset / ?,'w.sie decken / undmacbeu den den also eingemacht/ isset man nicht allein zum Gebra-
davon isset / erwecken sie Brechen / und machen denMenschen mager) mir Saltz und Brod gessenwer-den / erwecken sie Lust zum Essen.
li. i.Des Römischen Beta oderMangolds-Saa-me wird im Frühling im wachsenden Liecht / und lufti-gen Zeichen/ in ein Mist-Beet/an denen Enden herumin kleine Grüblein / nahe beyeinander gesaet. Wennsolcher ziemlich erwachsen/ kan man sie mr wachsendenLiecht in ein gutes fettes/ etwas feuchtes und kottichtesErdreich / Reihen-weise brauchen / rothe/weisse/undgelbe durcheinander/ und 2. Schuh breit von einanderpflantzen / sie wol begiessen und warten. Gegen denWinter muß man sie ausheben/und in Keller in fri-schen Sand pflantzen / so kan man im Winter zumSalat und Kochen davon brauchen. Der Saamekan sich vier Jahr lang wohl erhalten / wenn ernur recht zeitig/und an kühlen Orten verwahret undaufgehoben wird.
2. Wann die junge Mangolt mit den Wur-zeln ein wenig gekochet / und aus Essig gessen wer-den/ bringen sie Lust zur Speise/wegen des sauren zu-sammen ziehenden nitrosiscben Saltzes/benimmr denDurst/ und in Sommers-Zeit stillet er solcher Gestaltdie Lboleram, und erweicht den Leib/ der Sasst davon
tens/svndern stellt sie auch zumPancketen und^chlaff-Trunck auf. Sonst maßig vor einArtzney gebraucht /undjederweilen desAbends davon gegessen/erweichensie den Bauch / dienen wider den Husten/ machen weitum die Brust/ und bringen Lust zur Speiß.
I V. 1. Die zahmen Rüben vergleichen sich mit denBlättern dem Rettig / allein/daß sie breiter und glät-ter sind; Der Stengel ist zweyer Elen hoch / undrund / so sie ansangen zu blühen / seynd sie mit den gel-ben Blumen/ Schotten und Saamen / allerdingsdem Kohl gleich; Etliche Rüben sind flach und rund/etliche gantz rund wie ein Kugel/ etliche lang/ rund / ei-nes Armsdick/ rmd braun-roth; Alle Geschlecht derRüben sind an der Wurtzel glatt / haben an der Sei-ten kleine Aäserlein/ und an dem Ende ein Zäserlein/wordurch sie den Saffr aus der Erden ziehen; Wun-derlich ists/dafi aus einen, so kleinenSaamen-Körnleinin so kurtzer Zeit/ nemlich in dreyMonaten/ ein so gros-se Rube wachst; dann man etlicher Orten Rüben fin-det/welche zwantzig / ja gar biß vmtzig Pfundwiegen.
2. Die wildenRubenvergleichen sich mit den Blät-tern / Blumen/Saamen/den zahmen Rüben / doch
in die Nase gezogen / macht messen/ und ziehet einen Ksynd dieBlätter rauher und gerumpffter/die WurtzelHaussen Feuchtigkeit durch die Nase / erleichtert ist lang wie der Rettig / wachsen an derRemm oder
M.THitl.
B b b
Für-