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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
Entstehung
Seite
376
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Des Adclichc» Land-iind Fcld>LcbniS

tet solche mir ihren Zahnlein nach dem SchwängleinManschet das Stell-Holtz mit dem untern Orte»,oben aufdem Bock in die Narbe O. doch den Stell-Zähnlein nicht zu nahe / damit sich nicht das Stell-Holtz daran stemme / wann es loß schlagt/deßwegendürffen auch dieZahnlein an der Schienen übe? einenhalben Zoll nicht vorgehen ; Dergestalt schwebt derStock schon zum Gestelle. Daraus beuget man dasStell-Holtz gleichsam überrücke/stemmet es mit demober Theil l gar genau oben an das Schwänglein/trifft es flugs zu / ist es gut / will es aber Nicht eintref-fen/so drucket man die Stell-.schiene mit dem Waa-sen oder Moos tieffer em / sencket das Schwangleinauch mit / biß genuasam ist. Der Knecht v hält dasSchwänglein/ daß es zurücke nicht weichen kan/ undalso stehet sie zumMaulwursss Fange gestellet / wiedie Figur ausweiset. Wann dann der Maulwm ffvermei cket/daß sein Gang vermachet/so bebet er mirdem Rüffel an/unter den Stell-Schienen zu wühlen/und solches mit grossen Sturm an derSchienen/ be-gmet er zu heben / so hebet dasZähnlein an der Stell-S6)ienen / daran das «schwänglem ligt/ das gedachteSchwänglein über sich / darauf schnappet das Stell-Holtz loß / und fallet der Stock ui.der / spiesset denMaulwurff/er komme/von welcher Seiten er wolle.Wann dann die Falle ein gefallen / drücket man denStock etwas tieffer in die Erden/ ( damit/wann derMaulwurffnoch am Leben/er nicht davon wische/wenman den Stock aufhebet; oder man raumer auf bey-den Seiten im Ritte zur Fallen / drucket die Löchervest zu/so kan er auch nicht entrinnen/) dann zeuchtman den Stock in die Hohe / so banget der Maul-i wurffam Zacken. Man wieget ibn c ucb wohl nachder Seite heraus/ wann die Stacheln nicht zu scbwachsind. Nach dem druckt man das Gewichte wiederumzu/ und steller wiederum auf/ ist noch einer verHanden/

so faller er durch das zugedrückte Erdreich gewiß hin-durch und wird gefangen / bevoraus gehet solches inkleinen Beeten au Weichen sie an andere Orre/ sorucket man auch mit der Falle.

In geackerten oder umgegrabenen Feldern gehet essehr wohl mir dieser Falle an/ dann es ist locker;Wanndie Falle zwerch über die Furchen gestellet wird/so thutsie weniger schaden. An blossen Waasen/ auf Wie-sen und Gärten / führet das Ungeziffer gemeiniglichseine Gange und Farthen tieff/ darum muß man mei-nem Garten oder in einer Wiesen nach kleinen Was-ser G-äblem oder Furchen sich umthun / in solchen rei-ten die Maulwürsse gerne; befindet man Ritte / sostellet man die Falle entweder die Lange oder über-zwerch/wieesderRire gilt; hat man einen binweg/so stellet man dieselbe änderst wohin also forr. Woaber keine solche Wasser^Grablem sicb befinden / somachet man solcher etliche einer Zwerch Hand breit/zwey oder drey Elen lang/ bevoraus an dem Orte / dadieMaulwürffe sehr gearbeitet;Uber 2. Zwerch-Fin-ger dürffen sie nicht rieff seyn. Den ausgehauenenWaasen setzet man in Scharren/so lange/ biß das Un-geziffer weggefangen/ alsdann setzet man sie wiederumam gebörigen Ol r. Man setzet auc!> den Waasen/wann die Fabrten zwerch über das Grablein gehen/auf beyden Seiten wiederum ein/ biß an den Ort/ dadieMaulwürffe durchfahren/ dieselbe Farth last manoffen. So bald die Maulwürffe vermercken/ daß lo-cker Erdreich verbanden/ legen sie sich flugs darein.

Anstatt der Grablein reistet man Waasen / auchein Ri t kaum einer guten Elen lang auf/ und fülletden Aufriß mit lockrer Erde von Maalwurffs- Häuftfen/ darinnen rummeln sich die Thiere auch/aber die G. abiein seynd ambequemsten.

Lä?. Xl.

Vom Rettich / Mangelt / rothen und andern Rüben-

Geschlechten.

Er Rettich wächset im Winter und feuch-ten Wetter / allwegen mehr in die Dicken/and in die Wurtzeln/ sind auch allezeit vielzarter und geschlachter ; Im Sommer aber undheiß trockner Zeit / wächset er meist in die E tengelund Blatter.

2. Die Radise und Monat Rettiche werden zuunterschiedlichen malen / in Frühling und Sommergesaet; Die ersten säet man alsobald mit dem erstenSalat/ auf ein Mist-Beet / so kan man sie mit demjungen ^alat gebrauchen. Hernach kan man sol-che alle Monat in das Land säen/so hat man immerjunge Radise und Monat-Rettiche zum Gebrauch.Die Säeung oder Sreckung der Körner muß alle-mal im alten Liecht / und irrdissben Zeichen alsSteinbeck/geschehen/das Erdreich soll lucker undsc r digt seyn. Von denen man will Saamen ha-ben/sollen die besten seyn/welche man ausziehet/und

wiederan ein andern Ort verpflantzek / so wird derSiame gur; Dmn durch den Winter lassen sie sichselten/ wegen der Z.rrtigkeit erhalten und durchgin-gen.

z. D^rWinter-R.ttichegiebet es unterschiedliebe' Arten / als die grossen weissen und schwachen Straß-burger; die grossen Erfurter; die Sand-Rettiche; die^ Runden und dergleichen mehr.

Diese nun erfordern alle einerleyWartung mnd wer-den gemeiniglich um so-mmsim Abnebmendes Liechts im irrdischen Zeichen des Steinbocks/ in eingut ml'u bes mir Sand vermengtes Erdreich gesaet /doch gar dünne / so. können sie desto grösser wachsen.Man muß aber jede A, t allein säen/ als die runde und^ Sand-Rettiche/ welche im Sommer nocb können ge-brauchet werden / weil sie zarter als dieStraßkurgersind/und können diese besser desWinrersim Keller/ in'Sandsich erhalten/ dabin sie dann / .so bald e s will kalt

werden/