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Deü Adtlicke» Laüd- und Feist Lebens
cken / 10 bleiben sie gut. Das jenige / was noch imGarten verHanden/ und dieWinter-Kälte nicht leidenkan/ muß er auegrabelv und in Keller legen und pflan-tzen.
Item in disem Monat im letzten Viertel gutcMeer-Rerrig-Wu tzeln ausgraben/ und im Keller im Sandverwahren. Er soll auch im Sommer in lange Kä-sten Petersilien-Saamen gesäet haben/und nunmehroin den Keller bringen / daß er im Winter Petersilienhabe/zugebrauchen: In diesem Monat/ wenn es dieZeit leidet/ die magern Felder mit kurtzem Kühe-Mistrüngen/und umgraben lass .'N /damitd»e Fröste imWin-ter es fein mm be machen können. Auch die Erbsen-und Bohnen-Rnser ins trockne bnngen lassen / daß ersie künfftlgen Sommer wieder gek auchen kan.
11. Im Winter-Monat kan der Küchen-Gärtnerweiter nichts vornehmen/als daß er fleißig nach seinenKüchen-Gewächsen sehe / ob etwann die Mäuse dabeykommen / und wenn einige anfaulen / solche hinwegthun und reinigen. SeinenKuchen-Garten/we chesdas nöthigste ^ tuck ist / mir gutem Mist überrüngen /und wenn offen Wetter ist/ denselben lassen umgraben,langen Pferd-Mist auf ein^n Haussen bringen lassen /daß er solchen zu rechterZeir zu seinem Mist Beete ge-brauchen kan ; wo Mangel an Decken ist/kan er ietzrsolche machen und verfertigen. Wenn gelmdesWet-
ter ist/ die Mist-Beete ausgraben/ und die darzu benv-tbigte Erde an die Hand schassen Er kan auch/ zweySchuh breit und kiest/Graben machen/um die Melo-nen-Pflcmtzen im F. uhelmg darein zu fetzen / die Gl ä-ben aber muß er zuvor mit gutem Pferd-Mist ausfäl-len/ und zwey Hände hoch gute Erde darauf bringen.Und was er fei ner verrichten kan / dasinskünfftige zu-gebrauchen ist/ soll er in diesem Monat an die Handschassen.
12. Im Christ Monat hat der Kuchen-Gartnernichts sonderliches vorzunehmen/ als daß er in seinemWinter-Garlen im Keller fleißig nach seinen Gewäch-sen siehet/sonderlich denWinter-Endivien/ ob solchefaulen/so muß er sicaltbaldcusnehmen/und abbutzen/den aclt Tage lassen abtrocknen/und hernech im Kellerwieder einsetzen. Ferner das Wurtzelwerck fleißig be-sehen/ ob irgend Mäuse darzu kommen/ oder ob sie fau-len/so muß man sie ausnehmen/reinigen/ und anderswieder einlegen ; wir auch Blumen-und andereKöhle.Wenn zuweilen gelind Better ist/soll man dieLussr,Locher im Keller öffnen / daß fr>scheLnfitbmein KeHe.Er kan auch / wenn es nörhig/ m semen Küchen-Gar-ten Mist bringen - rmdwcnn offen Weiter/ das Landfolgende umgraben lassen / dünnt der FrostdasErdreich fein mm be machen tan.
ix.
Die Maulwürffe gar füglich zu fangen oder umzubringen.
HBer die jenigenMittel/ welche unser seeliger sr/Xurc» aus unterschiedlichen Hutonk»-. bey- ^^gebracht / ist auch folgendes ein bewährtesMittel : Man nimmt gar neu gefchlacht Rmd-Kalb-oder ander mager Fleisch/ Hacker solches so lang / bißdaß es ein Brey oder Muß wird/mischetnachmahlsdes besten gestossnen Mauß-Pulvers ein qur Tbeil dar-unter;Waü dandasFieisth/wegen der?)?engedcsscnici oderrothenPulversseineGestalt etlicher Massenverliehren will / so nimmt man ein wenig -^lut/oderin Mangel desselben / ein wenig aus einem Ey / es seygleich vom Dstter oder Meisten / und färbet das Aasgleichsam damt/ auf daß das Ungeziesser desto leich-ter anbeiße; Alsdann machet man Pillulen/etwanneiner ziemlichen Erbsen groß davon / lässet svl6)e in diezuvor mit einem Finger oder Holtze geöffnete Maul-jwü.ffe - R!rte / Gange und Löcherlauffen / machet jdarauf solche Löcher mit Gläsern oder Raslein wiede-^runi zu.Will nian das Ungeziesser im Felde tödten / somuß man derPillulen in ziemlicher An;ahl(doch in einKöchlein nicht mehr als eine) in die Fahrten undGängelegen/ wo Raasen und hohe Raine sind/ den in solchenhaben sie ihren Aufenthalt des meistenTheils/ ins Feldziehen sie nur auf die Fütterung/wann sie dann gesät-tiget/ so eilen sie wiederum nach ihren Wohnungenzu: Wann dann nun die Köderung dieses Orts dickgelegt ist / so gehen sie desto ehender und leichter daran.Welcher nun von dieser Speise geneust/ und keinWasser erlangt/ der muß sterben / wann sr gleich eine
König unter den Maulwürffen wäre. Innerhalbzweyer oder dreyer Tägen sind sie alle dabin / es wäredann/ das grosse Regen Wetter und Nässe daraufeinfiele/daß sie Wasser zusaussen bekamen/ so pflegensich etliche zu t«>v ren. Darum muß man aufaut tro-cken Wetter Achtung geben/ wenn man solch Werckwill vornehmen. Im Frühling und auf dem Herbst/um und nacb St. Michaelis / gehet es am besten vonstatten. Demnach aberdasFleisch in wärmenTcaenleichtlich riechend wird/ und der Mau wm ff den Ge-st mck so sehr/ als die Bienen den Rauch fieucht.Sopfleget man Unschlitt anstatt des Fleisches zu gebrau-chen; mit Schmeer oder Speck gehet es nicht wol an.Dann er st! ich/weil solche Dinge gesaltzen/ willdaeUn-geziesser solche Kostnichrgerne angreissen. Vorsan-der/ so widerstehet alles flüssige Fett des Gissten Wür-ckung Rüb-Mause / und die grosse Feld - Rattenräumet man mit diesem Mittel gar geschwinde auf/un-geachtet / daß ihnen sonst nicht leichtlich abzubrechen-st.
s. Wann man das Kraut Wunder-Baum/zuLatein (,'ti ilii,in einem Garten zeuget/so sollenkeine Maulwürffe darein kommen.
z. Desgleichen kan man die Maulwürffe tödten/oder vertreiben/so man Nuß<Schelffen nimt/Spreuer/5?chweffel und Hartz unter einander vermengt /darein thut/ und also angezündtin dieMaulwürff-Löcher stecket/so sollen sie dann von dem Rauch/der
sich