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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
Entstehung
Seite
371
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Dritten Theils Fünfftes Buch.

Z7i

Rettige/ diegrossen Erfurter - und Sand-Rettige/ riggewesen/ abnehmen und verwahren/ auch aller-und dergleichen mehr. ' ' ^ ^

Ztem/ fleißig nach seinen Melonen sehen/und wenndieselben anfangenzu zeitigen/ ihnen Steine unterle-gen/ und die Zeitigen bey Zeit abnehmen / die Unzeiti-gei aber fleisjig warten / daß sie auch zeitig werden.

JlN Wachsen des Liechts soll er Wmrer-Endivien-Saamenfaen/ grausen und glatten / und wenn diePfiantzen groß/ solche nach den Hunds-Tagen in eingu! fett Land im Wachsen des Liechts einen Schuh-bxeir voneinander pßantzen. In diesem Monat seinen

Kuchen-Garren von Unkraut reinigen/damit solche?denG-Zwachsen nicht hinderlich sey. Weil auch in die-sem Monar wegen der Hunds-Tage im V.'rpflantzenund Saen nicht viel vorzunehmen/ als kan er noch vordenHunds-TägendieSalat-Pflantzen/ so er im vo-rigen Monat gesaet /verpsiantzen/ und sleissig begos-sen.

8. Im Augustmonat hat der Kuchen-Gärtner nunwieder seine völlige Arbeit/ Massen er seinen im vorigenMonat gesätenKopff-Galat und Winrer-Endivien ine-ngur fett Erdreich verpfiantzen soll; Ferner im Ab-nehmung des Liechts Wimer-Rettig-S Mnen säen/um solche im Wmter ;u gebraucben. Item Radis-

hand Küchen-Krauter-Saame imWachftn desLiechtsjaen/alsdaist von Spinat/Körbel/ Rapuntzel unddergleichen: Seinen Winter-Endwien/ so noch vormWinter zur Speise solle gebrauchet werden/ bey trock-nen! Wetter zu binden / auch den spaten Kopff-Salatausheben/und in ein Mist-Beet pflantzen/ um solcheim Winter zu gebrauchen.

Er soll nun auch um Michaelis seinen Winter-Garten im Keller zurichten/dareinsandichte/frischeEcde chun/ und feine Beete darinnen machen/damit/wenn es anfanget zu frieren / die Garten-Gewächsekönnen darein gepflantzet werden. Item in diesemMonal den Spargel säubern lind reinigsn/solchen mitHüner-Tauben-oder kurtzem Kühe-Mist überlegen /und zwischen den SparZel-E töcken fein untergraben/hernacher wieder kurtzcu Mist darüber bringen/ undalso liegen, lasten. Die Artischocken-Stöcke buken /Stengel an der Erde abnehmen/ und vom übrigenKraut reinigen / damit sie hernach können zu rechterZeit behacket und zugedecket werden. Auch muß er indiesem Monat/ wo eine kalte Gegend/ und der Gartenfeuchte lieget/ seine Winter -Köhl pflantzen an einenwarmen/ vom Nord-Wind entlegnen Qri in em gut/

und Msnat-Retrige/ Winter-Spinat/Rapuntzeln/ fett Erdreich/ / doch alle mabl gegen das volle Liecht;Petersilien/ K'örbel-Wmter-Kohl-Saamen und dM - Den weissen Kopff-Kohl ttusschneiden/ die bestenKöpftgleichen. Er soll auch seinen Holl-oderJacobs-Lauch ' fe zu Saamen ausziehen/ und in die Luffr unter sichvolle Liecht verpflantzen/ auch die gesäeten! hangen / damit die Feuchtigkeit davon ziehe / und sie

gegen das

Zwiebeln und Knoblauch bey trocknem Wetter/und

sein austocknen/ solche hernach im Winter im Keller

im alten Liecht ausgraben/solche an einem lüffrigen und > verwahren. Das Wurtzelwerck/gelbe Möl^ sn/rothe

trocknen Ort verwahren; Die Jungen/so im künffti- Rüben/ Haaber-W5rtzeln / Petersilien-Wurtzeln /

gen Frühling zu verpfiantzen / auslösen/ und im Win- R.'ltige / Zucker-Wurtzeln/ Cichorien und dergleichen

ter über einem warmen Ofen verwahren / so schiessen ausgraben/und im Keller im frischen Sand ve»wah-

sie nicht sus. Den Knoblauch kan man zusammen ren/ nachdem sie zuvor 8. oder 14. Tage in der Lrcht

binden / und biß zur Verpflantz-Zeit aushencken. abgetrocknet seyn; daraus soll<r denn die bestenausju

Den Sapheyer-Blumen und weissen Kopff-Kohl chen und zu Saamen behalten. Was sonsten wei-

fleißig abblaten lassen/daß die Köpfst desto grösser ter vorfällt zu thun / wird er selber vdlcr viren.

können wachsen. Äuch den Salat--^?aamen/ wenn erzeitig/imWachftn des Liechts und trocknen Tagen ab-nehmen/und jede Art besonders verwahren/ auch wassonsten von allerhand Küchen-Sammen zeitig/ ein-sammlen und verwahren. Die sparen Erbsen undBohnen/so zeitig / abnehmen Seine Küchen-Kräuter im alten Liecht das letzte mahl abschneiden/alsMajoran/Thymian/ Salbey/ Isop/ öaliücum unddergleichen/um solche aufzutrocknen und zumGebrauchverwahren.

In diesem Monat um Iacobi/ im Wachsen desLiechts weissen Winter-Kopff-Kohl und braunenWinter-Kohl an ein Gebäude oder Mauer/ wo ervorm Nord - Winde beschirmet/ säen/ und wenn diePflantzen ausgangen / sie fleißig begiessen. SemeMelonen/ so im vorigen Monat noch nicht zeitig wor-den/ fleißig warten / und ihnen Steine unterlegen /auch die übrigen Blätter ausbrechen/ damit solche fol-gends können zeitig werden. Denn zeitige Samm-Gurcken der Kimmerlinge abnehmen/ und in einem

lo. JmWein-Monat solle der Kuchen-Gartneealle die lenigen Krämer / und Kuchen < Gewächse/welche in dem Sommer nicht zur Speise verbrau-chet werden 7 als Blumen - Kohl / KohlrabiPersich oder Savoyer-Köhl/ Römische BethenHollandischer Kopff-Kohl / wie auch weisser Kohlitem allerhand Wurtzelwerck / so im vorigen Msnatnoch nicht ausgegraben ist/ als Zucker-Wurtzeln/Pa«stinackeu/ Scorzonera / Petersilien-Wurtzeln / Tar-tuffeln/Cichorien / Erd-Aepffel/:c. ausgraben/ undim Keller im Sand verwahren. Das Kraut an denPetersilisn-Wurtzeln/Cichorien/und rothen Rüben /soll er nichtzu genau abschneiden/ damit es wieder aus-wachsen/und im Winter zu Salat gebrauchet werdenkan. Die Winter-Endivien/ Sellery/Psrrum /Blumen-Kohl/ Savoyer-Kohl/ und dergleichen müs-sen mit der Wurtzel im frischen Sand gesetzet werden.Die Tartuffeln / Zucker-Wurtzeln / und Erd-Aepffelleget man auch in frischen Sand. Der Küchen-Gärt-ner soll nun ftine^>pargel/ so im vorigen Monat noch

lüffrigen Orth verwahren/ biß man die Kern kan aus- nicht bedecket sind/vollend mir kurtzem Mist belegen/machen/ und sich derselben zum Aussäen bedienen. j und die Artischocken oben abschneiden bH ans Hertze /9. Im Herbst-Monat kan der Küchen-Gärtner solche mit Erde behäuffen/und Strohsturtzendm über«rstlich den Saamen / so im vorigen Monat nicht zei- decken/hernach mit langem Pferd-Mist umher bede,

m. Td-ll.

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